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ZOXIS SUPER

BVL Zul.-Nr. 00A124-00

ZOXIS SUPER ist ein hochwirksames, breit wirksames Fungizid zur Bekämpfung einer Vielzahl von pilzlichen Schaderregern in zahlreichen Kulturen, darunter Getreide, Raps, Hülsenfrüchte und verschiedene Gemüsekulturen. Als Suspensionskonzentrat (SC) formuliert, lässt sich das Pflanzenschutzmittel leicht dosieren und hervorragend in der Spritzbrühe verteilen. Es zeichnet sich durch eine ausgeprägte systemische und translaminare Wirkung aus, die einen langanhaltenden Schutz der behandelten Pflanzenteile gewährleistet.

Das Wirkspektrum umfasst wirtschaftlich bedeutende Schaderreger wie Echte Mehltaupilze, Rostpilze, Sclerotinia-Arten sowie Blattfleckenkrankheiten (z. B. Alternaria und Septoria). Durch die vorbeugende (protektive) Wirkung verhindert ZOXIS SUPER das Keimen von Sporen und das Eindringen des Pilzmyzels in das Pflanzengewebe. Darüber hinaus sorgt der bekannte physiologische Effekt des Wirkstoffs für eine verbesserte Vitalität und Stresstoleranz der Kulturen, was sich positiv auf den Ertrag und die Qualität auswirken kann.

Wirkstoffe

Azoxystrobin
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Azoxystrobin gehört zur chemischen Klasse der Strobilurine und ist in die FRAC-Gruppe 11 (QoI-Inhibitoren) eingestuft. Die biochemische Wirkung beruht auf der gezielten Hemmung der mitochondrialen Atmung der Pilzzellen. Azoxystrobin bindet an die Qo-Schnittstelle des Cytochrom-b-Komplexes (Komplex III der Atmungskette) und blockiert dadurch den Elektronentransport. Dieser Entzug der Energiequelle (ATP-Synthese) führt zum raschen Absterben der Schaderreger, insbesondere in den frühen Entwicklungsstadien wie der Sporenkeimung und der Appressorienbildung. Dank der translaminaren und akropetalen Verteilung im Pflanzengewebe werden auch neu zuwachsende Pflanzenteile sowie die Blattunterseiten effektiv geschützt.

Resistenzmanagement

Da Strobilurine (FRAC-Gruppe 11) aufgrund ihres spezifischen Einort-Wirkmechanismus ein hohes Risiko für Resistenzentwicklungen aufweisen, ist ein konsequentes Resistenzmanagement unerlässlich. Du solltest die Anzahl der Anwendungen von ZOXIS SUPER pro Saison strikt begrenzen und das Pflanzenschutzmittel stets im Wechsel oder in Tankmischung mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen (z. B. Triazolen/DMIs oder SDHIs) einsetzen. Vermeide Solo-Anwendungen bei hohem Befallsdruck und setze das Mittel bevorzugt vorbeugend ein, um den Selektionsdruck auf die Schaderreger-Populationen so gering wie möglich zu halten.

Mischbarkeit & Tankmischung

ZOXIS SUPER ist im Allgemeinen gut mit gängigen Fungiziden, Insektiziden und Blattdüngern mischbar. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du jedoch stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe in einem kleinen Gefäß durchführen. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität (idealerweise pH-neutral bis leicht sauer) und eine kontinuierliche Rührung im Spritztank während des gesamten Misch- und Spritzvorgangs. Die Zugabe von Netzmitteln ist in der Regel nicht erforderlich, kann aber bei extrem wachshaltigen Blattoberflächen zur Optimierung der Benetzung erwogen werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit ZOXIS SUPER ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzanzug bei der Ausbringung und dem Ansetzen der Spritzbrühe, zwingend erforderlich. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse vorgegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern das Pflanzenschutzmittel grundsätzlich nicht auf blühende Kulturen oder an Orten ausbringen, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind; weiche hierzu vorzugsweise auf die Abendstunden aus. Um aquatische Organismen und Bodenlebewesen zu schonen, sind Abdriften auf angrenzende Gewässer oder Saumstrukturen durch den Einsatz abdriftmindernder Technik und die Einhaltung der allgemeinen Sorgfaltspflichten strikt zu vermeiden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
ChicoreePhytophthora erythroseptica, Phytophthora cryptogea10–490.001 LITER_PER_SQUARE_METER30T
GemüsefenchelSclerotinia sclerotiorum, Sclerotinia minor10–491 LITER_PER_HECTARE14T
LiebstöckelMöhrenschwärze (Alternaria dauci), Echter Mehltau (Erysiphe heraclei), Blattfleckenkrankheit (Septoria apiicola)10–491 LITER_PER_HECTARE7T
GersteGelbrost (Puccinia striiformis), Netzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres), Zwergrost (Puccinia hordei)31–391 LITER_PER_HECTARE35T
FeldsalatRhizoctonia solani10–161 LITER_PER_HECTARE14T
KnoblauchPorreerost (Puccinia porri), Rost (Puccinia allii)10–491 LITER_PER_HECTARE14T
KomatsunaAlternaria brassicae, Weißer Rost (Albugo candida)10–491 LITER_PER_HECTARE14T
SchnittpetersilieMöhrenschwärze (Alternaria dauci), Echter Mehltau (Erysiphe heraclei), Cercospora-Arten10–471 LITER_PER_HECTARE14T
EndivienRhizoctonia solani10–491 LITER_PER_HECTARE14T
KerbelMöhrenschwärze (Alternaria dauci), Echter Mehltau (Erysiphe heraclei), Blattfleckenkrankheit (Septoria apiicola)10–471 LITER_PER_HECTARE30T
RettichAlternaria brassicae, Weißer Rost (Albugo candida)10–491 LITER_PER_HECTARE21T
ErbseBotrytis cinerea, Brennfleckenkrankheit (Ascochyta pisi), Brennfleckenkrankheit (Mycosphaerella pinodes)10–691 LITER_PER_HECTARE14T
KerbelMöhrenschwärze (Alternaria dauci), Echter Mehltau (Erysiphe heraclei), Blattfleckenkrankheit (Septoria apiicola)10–471 LITER_PER_HECTARE14T
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Alternaria brassicae10–491 LITER_PER_HECTARE14T
Lupine-ArtenAnthraknose der Lupine (Colletotrichum lupini)10–791 LITER_PER_HECTARE35T
ZierpflanzenStemphylium sp., Weißer Rost (Albugo candida), Echte Mehltaupilze10–991 LITER_PER_HECTARE—
ChinakohlAlternaria brassicae, Weißer Rost (Albugo candida)10–491 LITER_PER_HECTARE14T
Echte EngelwurzBlattfleckenkrankheit (Septoria apiicola)10–931 LITER_PER_HECTARE10T
KohlrübeAlternaria brassicae10–491 LITER_PER_HECTARE14T
Pak ChoiAlternaria brassicae, Weißer Rost (Albugo candida)10–491 LITER_PER_HECTARE14T
PorreePhytophthora porri, Purpurfleckenkrankheit (Alternaria porri), Porreerost (Puccinia porri)13–491 LITER_PER_HECTARE21T
Kopfkohle (Weiß-, Rot-, Spitz-, Rosen- und Wirsingkohl)Alternaria brassicae, Weißer Rost (Albugo candida)10–491 LITER_PER_HECTARE14T
GräserSeptoria nodorum, Rhynchosporium secalis, Gelbrost (Puccinia striiformis)32–551 LITER_PER_HECTARE—
Dicke BohneBotrytis fabae, Brennfleckenkrankheit (Ascochyta pisi), Brennfleckenkrankheit (Mycosphaerella pinodes)60–691 LITER_PER_HECTARE14T
SauerampferAmpfer-Blattflecken (Ramularia pratensis)10–491 LITER_PER_HECTARE14T
WeizenRhynchosporium secalis, Gelbrost (Puccinia striiformis), Braunrost (Puccinia recondita)32–591 LITER_PER_HECTARE35T
SpargelSpargelrost (Puccinia asparagi), Laubkrankheit (Stemphylium vesicarium)51–931 LITER_PER_HECTARE—
SpargelSpargelrost (Puccinia asparagi), Laubkrankheit (Stemphylium vesicarium)51–931 LITER_PER_HECTARE—
GemüsefenchelBlattfleckenkrankheit (Septoria apiicola)10–490.8 LITER_PER_HECTARE14T
Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete)Cercospora beticola, Echter Mehltau (Erysiphe betae)10–491 LITER_PER_HECTARE14T
LiebstöckelMöhrenschwärze (Alternaria dauci), Echter Mehltau (Erysiphe heraclei), Blattfleckenkrankheit (Passalora puncta)10–491 LITER_PER_HECTARE7T
KartoffelRhizoctonia solani0–06 LITER_PER_HECTARE—
KartoffelDürrfleckenkrankheit (Alternaria solani)10–890.25 LITER_PER_HECTARE7T
PorreePhytophthora porri, Purpurfleckenkrankheit (Alternaria porri), Porreerost (Puccinia porri)13–491 LITER_PER_HECTARE14T
EndivienRhizoctonia solani10–491 LITER_PER_HECTARE30T
SchnittsellerieBlattfleckenkrankheit (Septoria apiicola)10–470.8 LITER_PER_HECTARE14T
AckerbohneBotrytis fabae, Brennfleckenkrankheit (Ascochyta pisi), Brennfleckenkrankheit (Mycosphaerella pinodes)10–691 LITER_PER_HECTARE14T
SchnittpetersilieMöhrenschwärze (Alternaria dauci), Echter Mehltau (Erysiphe heraclei), Cercospora-Arten10–471 LITER_PER_HECTARE30T
WurzelpetersilieMöhrenschwärze (Alternaria dauci), Echter Mehltau (Erysiphe heraclei), Cercospora-Arten10–471 LITER_PER_HECTARE30T
KnollensellerieBlattfleckenkrankheit (Septoria apiicola)10–470.8 LITER_PER_HECTARE14T
PastinakMöhrenschwärze (Alternaria dauci), Echter Mehltau (Erysiphe heraclei)10–491 LITER_PER_HECTARE14T
RoggenRhynchosporium secalis, Gelbrost (Puccinia striiformis), Braunrost (Puccinia recondita)32–591 LITER_PER_HECTARE35T
RettichAlternaria brassicae, Weißer Rost (Albugo candida)10–491 LITER_PER_HECTARE7T
ChicoreeRost (Puccinia cichorii), Blattfleckenkrankheit der Endivie (Alternaria cichroii)10–491 LITER_PER_HECTARE21T
StangenbohneBohnenrost (Uromyces appendiculatus), Brennfleckenkrankheit (Colletotrichum lindemuthianum)10–691 LITER_PER_HECTARE14T
ErbseBotrytis cinerea, Brennfleckenkrankheit (Ascochyta pisi), Brennfleckenkrankheit (Mycosphaerella pinodes)10–691 LITER_PER_HECTARE14T
RadieschenAlternaria brassicae, Weißer Rost (Albugo candida)10–491 LITER_PER_HECTARE21T
PatissonGurkenkrätze (Cladosporium cucumerinum)10–791 LITER_PER_HECTARE3T
SalateRhizoctonia solani, Falscher Mehltau (Bremia lactucae)10–191 LITER_PER_HECTARE30T
BlumenkohleAlternaria brassicae, Weißer Rost (Albugo candida)10–491 LITER_PER_HECTARE14T
SpeisezwiebelBotrytis squamosa, Falscher Mehltau (Peronospora destructor)10–490.8 LITER_PER_HECTARE14T
KartoffelRhizoctonia solani0–06 LITER_PER_HECTARE—
FeldsalatRhizoctonia solani10–161 LITER_PER_HECTARE14T
SchalotteBotrytis squamosa, Falscher Mehltau (Peronospora destructor)10–490.8 LITER_PER_HECTARE14T
BleichsellerieBlattfleckenkrankheit (Septoria apiicola)10–470.8 LITER_PER_HECTARE14T
RadieschenAlternaria brassicae, Weißer Rost (Albugo candida)10–491 LITER_PER_HECTARE7T
SauerampferAmpfer-Blattflecken (Ramularia pratensis)10–491 LITER_PER_HECTARE30T
MöhreMöhrenschwärze (Alternaria dauci)10–491 LITER_PER_HECTARE14T
MeerrettichAlternaria brassicae, Weißer Rost (Albugo candida)10–491 LITER_PER_HECTARE7T
KohlrabiAlternaria brassicae, Weißer Rost (Albugo candida)10–491 LITER_PER_HECTARE14T
MeerrettichAlternaria brassicae, Weißer Rost (Albugo candida)10–491 LITER_PER_HECTARE21T
ZucchiniGurkenkrätze (Cladosporium cucumerinum)10–791 LITER_PER_HECTARE3T
SalateRhizoctonia solani, Falscher Mehltau (Bremia lactucae)10–191 LITER_PER_HECTARE14T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit ZOXIS SUPER?

Der beste Anwendungszeitpunkt liegt im vorbeugenden Bereich, also vor den ersten sichtbaren Symptomen des Schaderregers, sobald Infektionsbedingungen wie feucht-warme Witterung vorliegen. Dies verhindert das Keimen der Sporen und schützt deine Kultur von Anfang an optimal.

Wie wirkt sich der bekannte Greening-Effekt von Azoxystrobin auf meine Kulturen aus?

Neben der direkten Wirkung gegen Schaderreger beeinflusst Azoxystrobin den physiologischen Zustand der Kultur positiv. Es verzögert den Abbau von Chlorophyll, verbessert die Wassernutzungseffizienz und erhöht die Toleranz gegenüber abiotischem Stress wie Hitze oder Trockenheit, was oft zu einer verlängerten Korn- oder Fruchtfüllungsphase führt.

Kann ich ZOXIS SUPER auch bei niedrigen Temperaturen im zeitigen Frühjahr einsetzen?

Ja, die Wirkung von ZOXIS SUPER ist weitgehend temperaturunabhängig. Allerdings sollte die Kultur aktiv assimilieren und sich im Wachstum befinden, damit der Wirkstoff systemisch in der Pflanze verteilt werden kann. Vermeide Anwendungen bei Frost oder wenn die Kulturen unter extremem Stress stehen.

Wie viele Behandlungen mit ZOXIS SUPER darf ich pro Saison durchführen?

Um das Risiko von Resistenzbildungen zu minimieren, solltest du die Anzahl der Anwendungen je nach Kultur und Zulassungsbestimmung auf maximal ein bis zwei Behandlungen pro Jahr begrenzen. Nutze für eventuelle Folgebehandlungen unbedingt Wirkstoffe aus anderen FRAC-Klassen mit einem abweichenden Wirkungsmechanismus.

Was muss ich bei der Wartezeit vor der Ernte beachten?

Die einzuhaltende Wartezeit variiert je nach Kultur erheblich und liegt zwischen 7 und 35 Tagen. Prüfe vor der Anwendung genau die für deine spezifische Kultur registrierten Vorgaben im Datenblatt, um Rückstände im Erntegut sicher auszuschließen.

Wie finde ich heraus, ob ZOXIS SUPER für meine spezielle Gemüsekultur zugelassen ist?

Du kannst die zugelassenen Kulturen direkt in der Übersicht auf agronomy.farmable.tech einsehen. Nutze dort die Filterfunktion für Kulturen (wie z. B. Porree, Möhren oder Erbsen), um die exakten Anwendungsbestimmungen, das passende BBCH-Stadium und die Aufwandmengen für deinen Betrieb abzurufen.