Zenby
Zenby ist ein hochmodernes, spezialisiertes Fungizid von ISK Biosciences Europe N.V., das als Suspensionskonzentrat (SC) formuliert ist. Mit dem innovativen Wirkstoff Isofetamid (400 g/L) bietet es professionellen Anbauern eine leistungsstarke Lösung zur Bekämpfung wirtschaftlich bedeutender Pilzkrankheiten in einer Vielzahl von wertvollen Kulturen wie Weinreben, Erdbeeren, Salatarten und Raps.
Das Wirkungsspektrum von Zenby konzentriert sich insbesondere auf schwer bekämpfbare Schaderreger wie Grauschimmel (Botrytis cinerea), Sclerotinia-Arten sowie die Laubkrankheit (Stemphylium vesicarium) im Spargelanbau. Dank seiner exzellenten Formulierung haftet das Produkt hervorragend auf der Pflanzenoberfläche, ist schnell regenfest und bietet einen langanhaltenden Schutzfilm, der auch bei feuchter Witterung stabil bleibt.
Durch das breite zugelassene BBCH-Fenster (BBCH 10 bis 91) lässt sich Zenby flexibel in bestehende Spritzfolgen integrieren. Es schützt die Kulturen in den kritischsten Ertrags- und Qualitätsphasen und trägt maßgeblich dazu bei, die Vermarktungsfähigkeit der Ernteprodukte zu sichern.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der in Zenby enthaltene Wirkstoff Isofetamid gehört zur chemischen Gruppe der Phenyl-oxo-ethyl-thiophen-amide und ist innerhalb der FRAC-Klassifizierung als SDHI-Fungizid (Succinat-Dehydrogenase-Inhibitor, FRAC-Gruppe 7) eingestuft. Er greift gezielt in den Atmungskette-Komplex II der Mitochondrien der Schaderreger ein. Durch diese Blockade der Zellatmung wird die Energieproduktion (ATP-Synthese) des Pilzes unterbunden, was die Sporenkeimung, das Keimschlauchwachstum und die Myzelbildung effektiv stoppt. Isofetamid zeichnet sich durch hervorragende translaminare und lokalsystemische Eigenschaften aus. Nach der Anwendung dringt der Wirkstoff rasch in das Pflanzengewebe ein und verteilt sich akropetal in den behandelten Pflanzenteilen. Dies gewährleistet einen langanhaltenden, präventiven Schutz vor Neuinfektionen, selbst unter wechselnden Witterungsbedingungen.
Resistenzmanagement
Um einer Resistenzentwicklung bei den Zielpathogenen vorzubeugen, musst du Zenby strikt im Rahmen einer vorausschauenden Antiresistenz-Strategie einsetzen. Vermeide aufeinanderfolgende Blockbehandlungen mit SDHI-Fungiziden (FRAC-Gruppe 7) in derselben Kultur. Nutze stattdessen gezielte Wirkstoffwechsel mit Fungiziden, die einen anderen biochemischen Wirkungsmechanismus besitzen (z. B. Fludioxonil oder Fenhexamid). Halte dich zudem an die vom BVL und dem FRAC empfohlenen maximalen Anwendungshäufigkeiten pro Kultur und Saison.
Mischbarkeit & Tankmischung
Zenby ist physikalisch und biologisch gut mit den meisten gängigen Fungiziden, Insektiziden und Blattdüngern mischbar. Bevor du jedoch eine Tankmischung ansetzt, solltest du zur Sicherheit eine kleine Probemischung (Kübeltest) durchführen, um die physikalische Verträglichkeit zu prüfen. Achte beim Ansetzen der Spritzbrühe darauf, Zenby als Suspensionskonzentrat zuerst in den zu zwei Dritteln mit Wasser gefüllten Tank bei laufendem Rührwerk einzugeben, bevor du weitere Mischpartner hinzufügst. Vermeide Mischungen mit stark alkalischen Produkten oder die Ausbringung unter extremen Stressbedingungen wie Hitze oder anhaltender Trockenheit.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel Zenby ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (Arbeitskleidung, Schutzhandschuhe und festes Schuhwerk) für den Anwender obligatorisch. Zum Schutz von Bestäubern und anderen nützlichen Insekten solltest du die Anwendung nicht in blühende Kulturen oder an Orten durchführen, an denen Bienen aktiv auf Futtersuche sind; verlege die Behandlung vorzugsweise in die späten Abendstunden. Um Einträge in Oberflächengewässer zu verhindern, sind driftmindernde Düsen zu verwenden und die allgemeinen Abstandsauflagen zu Gewässern und Saumstrukturen strikt einzuhalten.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Blattgemüse | Botrytis cinerea, Sclerotinia-Arten (Sclerotinia spp.) | 12–99 | 1 LITER_PER_HECTARE | 21T |
| Sareptasenf | Botrytis cinerea, Sclerotinia-Arten (Sclerotinia spp.) | 12–99 | 1 LITER_PER_HECTARE | 21T |
| Kresse | Botrytis cinerea, Sclerotinia-Arten (Sclerotinia spp.) | 12–99 | 1 LITER_PER_HECTARE | 21T |
| Frühes Barbarakraut | Botrytis cinerea, Sclerotinia-Arten (Sclerotinia spp.) | 12–99 | 1 LITER_PER_HECTARE | 21T |
| Salat-Arten | Botrytis cinerea, Sclerotinia-Arten (Sclerotinia spp.) | 12–99 | 1 LITER_PER_HECTARE | 21T |
| Schnittblumen | Botrytis cinerea | 10–91 | 1.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Schnittsalat | Botrytis cinerea, Sclerotinia-Arten (Sclerotinia spp.) | 12–41 | 1 LITER_PER_HECTARE | 21T |
| Baumschulgehölzpflanzen | Botrytis cinerea | 10–91 | 1.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Spinat und verwandte Arten | Botrytis cinerea, Sclerotinia-Arten (Sclerotinia spp.) | 12–33 | 1 LITER_PER_HECTARE | 21T |
| Knollengewächse (Zierpflanzen) | Botrytis cinerea | 10–91 | 1.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zwiebelgewächse (Zierpflanzen) | Botrytis cinerea | 10–91 | 1.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Erdbeere | Botrytis cinerea | 60–87 | 1.2 LITER_PER_HECTARE | 1T |
| Kopfsalat | Botrytis cinerea, Sclerotinia-Arten (Sclerotinia spp.) | 12–41 | 1 LITER_PER_HECTARE | 21T |
| Himbeerartiges Beerenobst | Botrytis cinerea | 51–89 | 1 LITER_PER_HECTARE | 3T |
| Weinrebe | Botrytis cinerea | 61–85 | 0.375 LITER_PER_HECTARE | 21T |
| Römischer Salat | Botrytis cinerea, Sclerotinia-Arten (Sclerotinia spp.) | 12–41 | 1 LITER_PER_HECTARE | 21T |
| frische Kräuter | Botrytis cinerea, Sclerotinia-Arten (Sclerotinia spp.) | 12–27 | 1 LITER_PER_HECTARE | 21T |
| Topfpflanzen | Botrytis cinerea | 10–91 | 1.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Eissalat | Botrytis cinerea, Sclerotinia-Arten (Sclerotinia spp.) | 12–41 | 1 LITER_PER_HECTARE | 21T |
| Spargel | Botrytis cinerea, Laubkrankheit (Stemphylium vesicarium) | 35–87 | 1 LITER_PER_HECTARE | — |
| Raps | Sclerotinia-Arten (Sclerotinia spp.) | 60–65 | 0.8 LITER_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wie planst du den optimalen Behandlungszeitpunkt gegen Botrytis in Erdbeeren?
Um deine Erdbeeren effektiv vor Grauschimmel (Botrytis cinerea) zu schützen, solltest du die erste Behandlung vorbeugend zu Beginn der Blüte (BBCH-Stadium 55–61) durchführen. Da der Pilz vor allem über absterbende Blütenorgane infiziert, ist dieser frühe Schutz entscheidend. Folgebehandlungen kannst du bei anhaltend feucht-warmer Witterung im Abstand von 7 bis 14 Tagen bis zum Ende der Blüte durchführen.
Warum ist der Schutz des Spargellaubs vor Stemphylium vesicarium so wichtig?
Die Laubkrankheit (Stemphylium vesicarium) zerstört das grüne Spargellaub im Sommer vorzeitig. Wenn du das Laub nicht schützt, kann die Kultur nicht genügend Reservestoffe in den Wurzelstock einlagern, was im Folgejahr zu drastischen Ertragseinbußen führt. Behandle das Spargellaub daher vorbeugend nach dem Stechende, sobald erste Infektionsbedingungen vorliegen.
Wie integrierst du Zenby am besten in dein Antiresistenz-Management?
Da der Wirkstoff Isofetamid zur FRAC-Gruppe 7 (SDHI) gehört, besteht ein inhärentes Risiko für Resistenzbildung bei Schaderregern wie Sclerotinia oder Botrytis. Du solltest Zenby daher maximal zweimal pro Saison einsetzen und unbedingt im Wechsel mit Fungiziden anderer Wirkstoffklassen (z. B. Multi-Site-Inhibitoren oder Wirkstoffen aus anderen FRAC-Gruppen) anwenden.
Welche Rolle spielen die Wasserqualität und die Wassermenge bei der Anwendung von Zenby?
Für eine optimale Benetzung und Verteilung des Wirkstoffs solltest du eine ausreichende Wassermenge wählen – bei Gemüse und Weinreben meist zwischen 400 und 1000 l/ha, je nach Laubwandvolumen und BBCH-Stadium. Verwende sauberes, neutrales bis leicht saures Spritzwasser (pH-Wert 5,5 bis 7,0), da extrem alkalische Bedingungen den Wirkstoffabbau beschleunigen können.
Kannst du Zenby auch bei kühlen Temperaturen im zeitigen Frühjahr einsetzen?
Ja, der Wirkstoff Isofetamid ist weitgehend temperaturunabhängig und entfaltet seine Wirkung auch bei kühleren Frühjahrstemperaturen zuverlässig. Wichtig ist jedoch, dass die Kulturen trocken sind, damit der Spritzfilm gut antrocknen und in die Wachsschicht eindringen kann. Vermeide die Anwendung bei Frost oder wenn unmittelbar nach der Spritzung starker Regen zu erwarten ist.
Wie verhältst du dich, wenn du Zenby in der Nähe von Oberflächengewässern ausbringen möchtest?
Um aquatische Organismen zu schützen, solltest du stets abdriftmindernde Düsentechnik (z. B. eingetragene Injektordüsen mit hoher Driftreduktion) einsetzen. Halte die gesetzlich vorgeschriebenen länderspezifischen Mindestabstände zu Gewässern ein und vermeide jeglichen direkten Eintrag oder Abschwemmungen in Gräben und Gewässer während der Applikation.