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Sonstige · Nufarm Deutschland GmbH

XtremeClean

BVL Zul.-Nr. 00B183-60

XtremeClean ist ein hochkonzentriertes, nicht-selektives Herbizid von Nufarm Deutschland GmbH, das für die effektive und breitbandige Beseitigung von einkeimblättrigen und zweikeimblättrigen Unkräutern entwickelt wurde. Durch die Formulierung mit dem bewährten Wirkstoff Glyphosat in einer besonders hohen Konzentration von 698,5 g/l bietet dieses Pflanzenschutzmittel eine hervorragende Grundlage für saubere Acker- und Anbauflächen. Es eignet sich ideal für die Stoppelbehandlung, zur Kulturvorbereitung vor der Aussaat oder für gezielte Anwendungen in registrierten Kulturen.

Das Produkt zeichnet sich durch seine hohe Wirtschaftlichkeit aus. Dank der dichten Wirkstoffkonzentration profitierst du von reduzierten Aufwandmengen pro Hektar, was nicht nur die Logistik und Lagerung auf deinem Betrieb vereinfacht, sondern auch den Verpackungsaufwand minimiert. XtremeClean erfasst sowohl einjährige als auch hartnäckige, mehrjährige Schaderreger und sorgt dafür, dass die Folgekulturen ohne Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe starten können.

Wirkstoffe

Glyphosat
698.5 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in XtremeClean enthaltene Wirkstoff Glyphosat gehört zur HRAC-Gruppe 9. Die biochemische Wirkung basiert auf der gezielten Blockierung des Enzyms 5-Enolpyruvylshikimat-3-phosphat-Synthase (EPSPS). Dieses Enzym ist ein Schlüsselbaustein im Shikimatweg, über den Pflanzen lebenswichtige, aromatische Aminosäuren wie Phenylalanin, Tyrosin und Tryptophan synthetisieren. Da dieser Stoffwechselweg ausschließlich in Pflanzen, Pilzen und einigen Mikroorganismen vorkommt, besitzt der Wirkstoff eine hohe Spezifität. Nach der Applikation wird der Wirkstoff rasch über die grünen Pflanzenteile aufgenommen. Durch die systemische Eigenschaft von Glyphosat erfolgt der Transport über das Phloem (den Saftstrom der Pflanze) bis in die äußersten Wachstumszonen sowie tief in das Wurzelsystem und die Rhizome. Dies garantiert, dass auch ausdauernde Unkräuter nicht nur oberflächlich geschädigt, sondern mitsamt ihren Überdauerungsorganen vollständig zum Absterben gebracht werden.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen bei den Zielunkräutern wirksam vorzubeugen, solltest du XtremeClean stets in ein integriertes Unkrautmanagement einbinden. Vermeide den ausschließlichen und wiederholten Einsatz von Herbiziden der HRAC-Gruppe 9 auf derselben Fläche. Nutze stattdessen eine abwechslungsreiche Fruchtfolge, mechanische Bodenbearbeitungsmethoden und wechsle bei nachfolgenden Behandlungen auf Wirkstoffe mit anderen Mechanismen, um den Selektionsdruck auf einzelne Schaderreger zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Bei der Planung von Tankmischungen solltest du vorab stets die physikalische und chemische Verträglichkeit der Mischungspartner in einer Kleinmenge prüfen. XtremeClean lässt sich im Allgemeinen gut mit vielen bodenwirksamen Herbiziden kombinieren. Achte besonders auf die Qualität des verwendeten Spritzwassers: Sehr hartes Wasser kann die Wirksamkeit von Glyphosat beeinträchtigen. In solchen Fällen empfiehlt sich der vorherige Zusatz eines geeigneten Wasserkonditionierers oder von Ammoniumsulfat, um freie Kationen zu binden, bevor du das Pflanzenschutzmittel in den Tank gibst.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit XtremeClean ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (wie Schutzhandschuhe und Schutzanzug bei der Ausbringung und beim Ansetzen der Spritzbrühe) unerlässlich. Um Abdrift auf angrenzende Biotope und Oberflächengewässer zu vermeiden, solltest du die Anwendung nur bei windstillem Wetter und mit driftmindernder Düsentechnik durchführen. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, gilt die allgemeine Vorsichtsregel: Behandle keine blühenden Bestände oder Unkräuter, die aktiv von Bienen angeflogen werden, und verlege die Applikation vorzugsweise in die späten Abendstunden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
GetreidestoppelEinkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter—4 LITER_PER_HECTARE—
MaisstoppelEinkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter—4 LITER_PER_HECTARE—
BaumschulgehölzpflanzenEinkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter—330 LITER_PER_1000_LITER_WATER—
BaumschulgehölzpflanzenEinkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter—5 LITER_PER_HECTARE—
AckerbaukulturenEinkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter—2 LITER_PER_HECTARE—
BaumschulgehölzpflanzenEinkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter—2 LITER_PER_HECTARE—
RapsstoppelEinkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter—4 LITER_PER_HECTARE—
Wiesen, WeidenEinkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter—330 LITER_PER_1000_LITER_WATER—

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Stoppelbehandlung mit XtremeClean?

Du solltest warten, bis die Unkräuter und das Ausfallgetreide nach der Ernte wieder genügend neue, grüne Blattmasse gebildet haben (meist bei einer Wuchshöhe von 10–15 cm). Nur über aktive, grüne Blätter kann der Wirkstoff in ausreichender Menge aufgenommen und bis in die Wurzeln transportiert werden.

Wie wirkt sich hartes Brunnenwasser auf die Effizienz von XtremeClean aus?

Sehr hartes Wasser enthält hohe Konzentrationen an Calcium- und Magnesiumionen. Diese können sich im Spritztank an das Glyphosat-Molekül binden und dessen Aufnahme durch die Pflanze erschweren. Um dies zu verhindern, solltest du vor der Zugabe des Herbizids Ammoniumsulfat oder einen passenden Wasserkonditionierer in den Tank einmischen.

Wie lange muss es nach der Anwendung von XtremeClean trocken bleiben?

Für eine optimale Wirkung sollte nach der Behandlung eine regenfreie Zeit von mindestens 4 bis 6 Stunden eingehalten werden. Setzt der Regen zu früh ein, kann der Wirkstoff von den Blättern der Schaderreger abgewaschen werden, bevor er vollständig systemisch aufgenommen wurde.

Kann ich XtremeClean auch bei niedrigen Temperaturen im Spätherbst einsetzen?

Eine Anwendung ist auch bei kühleren Temperaturen möglich, solange die Zielpflanzen noch assimilieren und aktives Wachstum zeigen. Beachte jedoch, dass sich der Wirkungseintritt (das sichtbare Vergilben und Absterben) bei niedrigen Temperaturen deutlich verzögern kann, da der pflanzliche Stoffwechsel verlangsamt abläuft. Bei Frostgefahr solltest du auf eine Behandlung verzichten.

Wie lange muss ich nach der Behandlung warten, bis ich die Folgekultur einsäen darf?

Da Glyphosat im Boden extrem schnell an Bodenpartikel gebunden und biologisch abgebaut wird, gibt es keine nachhaltige Bodenwirkung. Bei einer normalen Vorsaatbehandlung kannst du die Einsaat meist schon wenige Tage nach der Anwendung durchführen, sobald sichergestellt ist, dass die Unkräuter den Wirkstoff vollständig aufgenommen haben. Beachte jedoch stets die spezifischen Wartezeiten der BVL-Zulassung für deine jeweilige Kultur.