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Xerton

BVL Zul.-Nr. 00A220-00

Xerton ist ein hochselektives Herbizid zur gezielten Bekämpfung von einjährigen einkeimblättrigen Schaderregern im Winterweichweizen. Mit dem bewährten Wirkstoff Ethofumesat bietet das Pflanzenschutzmittel eine zuverlässige Lösung gegen wirtschaftlich bedeutende Ungräser im herbstlichen Nachauflauf. Die flüssige Formulierung zeichnet sich durch eine hervorragende Handhabung, gute Mischbarkeit und einfache Dosierbarkeit aus.

Der Fokus der Anwendung liegt auf der Ausschaltung von Konkurrenz durch Ungräser in der kritischen frühen Entwicklungsphase der Kultur. Durch die gezielte Wirkung im Nachauflauf sichert Xerton das Ertragspotenzial des Winterweizens ab, indem es den Kulturpflanzen einen entscheidenden Wachstumsvorsprung verschafft und den Unkrautdruck im Feld nachhaltig senkt.

Wirkstoffe

Ethofumesat
417 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Xerton enthaltene Wirkstoff Ethofumesat gehört zur HRAC-Gruppe 15 (ehemals Gruppe N). Er wird sowohl über die Wurzeln als auch über die Sprossachsen der keimenden Ungräser aufgenommen. Nach der Aufnahme blockiert der Wirkstoff die Lipidbiosynthese, was zu einer Störung der Zellteilung und der Bildung der schützenden Wachsschicht (Kutikula) bei den Schaderregern führt. Da die empfindlichen Ungräser daran gehindert werden, stabile Zellmembranen und schützende Oberflächenstrukturen aufzubauen, sterben sie kurz nach der Keimung oder im frühen Nachauflaufstadium ab. Die Wirkung zeigt sich in der Praxis besonders deutlich an verkrüppelten Blättern und einem gestoppten Längenwachstum der betroffenen Schaderreger.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen wirksam vorzubeugen, solltest du Xerton stets in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept einbinden. Da Ethofumesat der HRAC-Gruppe 15 angehört, empfiehlt sich der jährliche Wechsel oder die Kombination mit Herbiziden aus anderen Wirkstoffklassen (wie z. B. HRAC-Gruppe 2 oder 3), um einseitigen Selektionsdruck zu vermeiden. Zudem solltest du ackerbauliche Maßnahmen wie eine abwechslungsreiche Fruchtfolge und eine sorgfältige Bodenbearbeitung nutzen, um den Ungrasdruck langfristig auf einem niedrigen Niveau zu halten.

Mischbarkeit & Tankmischung

Xerton lässt sich in der Praxis gut mit vielen gängigen Herbiziden und Fungiziden mischen, die für den Einsatz im herbstlichen Getreidebau zugelassen sind. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe in einem kleinen Gefäß durchführen. Achte auf eine ausreichende Wassermenge und vermeide Applikationen bei extremen Witterungsbedingungen wie Frost oder starker Sonneneinstrahlung, um die Kulturverträglichkeit nicht zu gefährden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit diesem Pflanzenschutzmittel ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (wie Schutzhandschuhe und Schutzanzug) bei der Ausbringung und beim Ansetzen der Spritzbrühe unerlässlich. Zum Schutz von Nichtzielorganismen und Gewässern ist eine Abdrift auf angrenzende Flächen unbedingt zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse vorgegeben ist, empfiehlt sich aus Vorsorgegründen eine Anwendung außerhalb des aktiven Bienenflugs in den Abendstunden, insbesondere wenn blühende Unkräuter im Bestand vorhanden sind.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterweichweizenGemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras11–230.6 LITER_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von Xerton im Winterweichweizen?

Der beste Behandlungszeitraum liegt im herbstlichen Nachauflauf der Kultur, speziell zwischen den BBCH-Stadien 11 und 23. Zu diesem Zeitpunkt sind auch die Zielungräser meist noch sehr klein und somit besonders empfindlich gegenüber dem Wirkstoff Ethofumesat.

Wie wirkt sich die Bodenfeuchtigkeit auf die Effizienz von Xerton aus?

Da Ethofumesat zu einem großen Teil über die Wurzeln der Schaderreger aufgenommen wird, ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit zum Zeitpunkt der Anwendung und in den Tagen danach sehr vorteilhaft. Sie sorgt dafür, dass der Wirkstoff im Boden mobil bleibt und optimal von den keimenden Ungräsern aufgenommen werden kann.

Kann ich Xerton auch im Frühjahr anwenden?

Nein, die Zulassung und die optimale Wirkung von Xerton sind gezielt auf den herbstlichen Nachauflauf (BBCH 11 bis 23) ausgelegt. Eine Anwendung im Frühjahr wird nicht empfohlen, da die Zielungräser dann meist schon zu weit entwickelt sind und die Kulturverträglichkeit im späteren Wachstum nicht mehr optimal gewährleistet ist.

Was muss ich beim Ansetzen der Spritzbrühe mit Xerton beachten?

Befülle den Spritztank zunächst zu etwa der Hälfte mit sauberem Wasser und schalte das Rührwerk ein. Gib dann die erforderliche Menge Xerton langsam hinzu und fülle den Tank unter ständigem Rühren vollständig auf. Die fertige Spritzbrühe solltest du nach dem Ansetzen zügig und ohne längere Standzeiten ausbringen.

Wie kann ich im System nach weiteren zugelassenen Produkten gegen diese Ungräser suchen?

Du kannst auf agronomy.farmable.tech in der Produktsuche gezielt nach dem Schaderreger „Gemeiner Windhalm“ oder „Einjähriges Rispengras“ filtern. Dort werden dir alle in Deutschland registrierten Pflanzenschutzmittel angezeigt, die für diese Indikation zugelassen sind, sodass du Wirkstoffe für ein erfolgreiches Resistenzmanagement optimal vergleichen kannst.