Wühlmausköder Arrex
Wühlmausköder Arrex ist ein hochwirksames, gebrauchsfertiges Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von Wühlmäusen (Schermäusen) in verschiedenen landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Kulturen. Hergestellt von der Detia Freyberg GmbH, basiert dieses Spezialpräparat auf einem bewährten Köderverfahren, das speziell auf das Fraßverhalten der Schaderreger abgestimmt ist. Die Formulierung sorgt für eine hohe Attraktivität und hervorragende Stabilität unter den typischen Bedingungen im Boden.
Da Wühlmäuse durch ihren unterirdischen Wurzelfraß massive Schäden an Obstbäumen, Gemüsekulturen und Zierpflanzen verursachen können, ist eine schnelle und durchschlagende Wirkung entscheidend. Wühlmausköder Arrex bietet hier eine zuverlässige Lösung, um wirtschaftliche Schäden effektiv abzuwenden und betroffene Flächen schnell wieder zu beruhigen.
Der Wirkstoff Zinkphosphid ist in einer optimalen Konzentration von 24 g/kg homogen im Köder verteilt. Dies sichert eine schnelle Wirkstoffaufnahme bereits bei geringen Verzehrmengen und macht das Produkt zu einem unverzichtbaren Baustein im professionellen Kultur- und Ertragsschutz.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der im Köder enthaltene Wirkstoff Zinkphosphid entfaltet seine Wirkung nach der Aufnahme im Magen des Nagetiers. Durch den Kontakt mit der dort vorhandenen Magensäure wird der Wirkstoff chemisch zersetzt, wodurch hochgiftiger Phosphorwasserstoff (Phosphingas) im Körper des Schaderregers freigesetzt wird. Dieses Gas blockiert die Zellatmung, indem es wichtige Enzyme der Atmungskette in den Mitochondrien hemmt. Dies führt innerhalb kurzer Zeit zu einem schnellen und für das Tier schmerzlosen Kreislaufkollaps. Da dieser Prozess im Inneren des Körpers abläuft und die Tiere meist in ihren unterirdischen Bauen verenden, wird das Risiko von Sekundärvergiftungen für Beutegreifer erheblich minimiert.
Resistenzmanagement
Da es sich bei Zinkphosphid um einen anorganischen Wirkstoff mit einem rein chemisch-physikalischen Wirkungsmechanismus (Freisetzung von Phosphingas im Magen) handelt, ist eine physiologische Resistenzbildung bei Nagetieren äußerst unwahrscheinlich. Um jedoch einer potenziellen Köderscheu vorzubeugen, solltest du stets darauf achten, dass ausreichend Ködermaterial direkt in den aktiven Gängen platziert wird, damit die Schaderreger bereits bei der ersten Aufnahme eine letale Dosis aufnehmen.
Mischbarkeit & Tankmischung
Als fester, gebrauchsfertiger Köder zur verdeckten Ausbringung im Boden ist Wühlmausköder Arrex nicht für die Mischung mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Spritzbrühen vorgesehen. Eine Tankmischung entfällt daher komplett. Achte bei der Anwendung darauf, dass der Köder trocken ausgebracht wird und nicht mit Feuchtigkeit in Berührung kommt, bevor er im Gang platziert wird, um eine vorzeitige Gasentwicklung zu verhindern.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit diesem Pflanzenschutzmittel ist der Schutz der eigenen Gesundheit oberstes Gebot. Trage während der Ausbringung immer geeignete Schutzhandschuhe, um direkten Hautkontakt zu vermeiden und gleichzeitig zu verhindern, dass menschlicher Geruch auf den Köder übertragen wird. Zum Schutz der Umwelt und der Tierwelt ist eine streng verdeckte Anwendung zwingend vorgeschrieben. Der Köder darf niemals offen an der Oberfläche ausgelegt werden, um Vögel, Haustiere und Wildtiere vor einer versehentlichen Aufnahme zu schützen. Da keine spezifische Bienen-Gefahrenklasse vorliegt, ist durch die rein unterirdische Anwendung in den Gängen ein direkter Kontakt mit Bienen und anderen Bestäubern praktisch ausgeschlossen.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| — | Allgemein | — | 0 GRAM_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wie erkennst du, ob ein Wühlmausgang aktiv bewohnt ist, bevor du den Köder auslegst?
Nutze dafür die bewährte 'Verwühlprobe': Öffne das Gangsystem an einer Stelle auf einer Länge von etwa 30 cm. Wenn der Gang noch aktiv genutzt wird, schließen die Wühlmäuse diese Öffnung meist innerhalb von ein bis zwei Stunden wieder mit Erde, da sie Zugluft und Licht meiden. Bleibt der Gang offen, ist er wahrscheinlich verlassen, und eine Köderlegung an dieser Stelle wäre wirkungslos.
Warum darfst du den Köder keinesfalls mit bloßen Händen berühren?
Das hat zwei wesentliche Gründe: Zum einen dient es deinem persönlichen Gesundheitsschutz, da Zinkphosphid hochgiftig ist. Zum anderen besitzen Wühlmäuse einen extrem feinen Geruchssinn. Wenn du den Köder ohne Handschuhe anfasst, haftet dein menschlicher Eigengeruch daran. Die Tiere wittern die Gefahr und meiden den Köder (sogenannte Köderscheu).
Was musst du nach dem Einbringen des Köders in den Gang beachten?
Nachdem du den Köder tief im Gang platziert hast, musst du die geöffnete Stelle wieder licht- und luftdicht verschließen. Verwende dazu am besten eine Grassode, ein Brett oder einen flachen Stein und dichte die Ränder mit Erde ab. Achte darauf, dass keine Erde auf den Köder fällt oder den Gang verschüttet, da die Wühlmäuse sonst mit dem Freischaufeln beschäftigt sind, anstatt den Köder aufzunehmen.
Wann ist der beste Zeitpunkt im Jahr für eine Behandlung mit Wühlmausködern?
Die besten Bekämpfungserfolge erzielst du im späten Herbst oder im zeitigen Frühjahr (vor dem Einsetzen der Hauptvegetation). In diesen Zeiträumen ist das natürliche Nahrungsangebot im Boden, wie frische Wurzeln und saftige Pflanzenteile, sehr gering. Die hungrigen Wühlmäuse nehmen den angebotenen Köder dann besonders gierig und zuverlässig an.
Wie verhält sich der Köder bei feuchtem Boden oder Regen?
Zinkphosphid reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit und beginnt sich bei Kontakt mit Wasser langsam zu zersetzen, wodurch das wirksame Gas vorzeitig entweicht. Platziere den Köder daher nur in gut geschützten, tiefen Gangsystemen und niemals in staunassen Böden oder bei starkem Regen, um die volle Lock- und Wirkkraft des Präparats zu erhalten.
Wie verhinderst du, dass Haustiere oder Vögel den Köder versehentlich aufnehmen?
Eine oberflächliche Ausbringung des Köders ist streng verboten. Du musst das Produkt zwingend verdeckt anwenden, also tief in den unterirdischen Gängen der Nagetiere platzieren. Indem du die Zugänge danach sorgfältig verschließt, stellst du sicher, dass weder Vögel noch Hunde, Katzen oder andere nützliche Wildtiere an den Köder gelangen können.