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Sonstige · Detia Freyberg GmbH

WÜHLMAUS-KÖDER RATZIA

BVL Zul.-Nr. 033366-63

WÜHLMAUS-KÖDER RATZIA von Detia Freyberg GmbH ist ein hochwirksames, gebrauchsfertiges Rodentizid zur gezielten Bekämpfung von Wühlmäusen (Ostschermaus) im professionellen Agrarbereich. Als anwendungsfertiger Köder formuliert, zeichnet sich dieses Pflanzenschutzmittel durch eine hervorragende Attraktivität für die Schaderreger aus, was eine schnelle und zuverlässige Aufnahme im Feld sichert.

Der Köder basiert auf dem bewährten Wirkstoff Zinkphosphid und ist speziell für die verdeckte Ausbringung direkt in den unterirdischen Gangsystemen der Nagetiere konzipiert. Durch diese gezielte Platzierung unter der Erdoberfläche wird sichergestellt, dass die Schaderreger direkt erreicht werden, während gleichzeitig das Risiko für Nichtzielorganismen minimiert wird.

In vielen Kulturen, insbesondere im Obst- und Gemüsebau sowie im Forst und auf Grünland, verursachen Wühlmäuse durch ihren intensiven Wurzelfraß erhebliche wirtschaftliche Schäden bis hin zum Totalausfall junger Gehölze. WÜHLMAUS-KÖDER RATZIA bietet hier eine schnelle und effektive Lösung, um Populationsspitzen effizient zu brechen und deine Kulturen nachhaltig zu schützen.

Wirkstoffe

Zinkphosphid
24 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Zinkphosphid entfaltet seine Wirkung nach der Aufnahme im Magen des Schaderregers. Durch den Kontakt mit der dort vorhandenen Magensäure kommt es zu einer chemischen Reaktion, bei der hochtoxisches Phosphingas (Phosphorwasserstoff) freigesetzt wird. Dieses Gas dringt rasch in die Blutbahn ein und blockiert die Zellatmung, indem es wichtige Enzyme der Atmungskette (insbesondere die Cytochrom-c-Oxidase) hemmt. Dieser biochemische Prozess führt innerhalb weniger Stunden zu einem akuten Sauerstoffmangel in den Organen und schließlich zum schnellen Kreislaufkollaps des Tieres. Da die Freisetzung des Gases erst im Magen erfolgt, zeigt der Köder keine sofortige Abschreckungswirkung (keine unmittelbare Giftwirkung im Maul), was die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Köderaufnahme durch den Schaderreger maximiert.

Resistenzmanagement

Bei chemischen Rodentiziden wie Zinkphosphid steht weniger die physiologische Resistenz im Vordergrund, sondern vielmehr die sogenannte Köderscheu (Verhaltensresistenz). Wenn Tiere eine nicht-tödliche Dosis aufnehmen und die Symptome mit dem Köder assoziieren, meiden sie diesen künftig konsequent. Um dies zu verhindern, musst du den Köder stets in ausreichender Menge und verdeckt direkt in die aktiven Gänge einbringen. Vermeide es zudem, den Köder mit bloßen Händen zu berühren, da menschlicher Geruch die Schaderreger abschreckt und den Bekämpfungserfolg mindert.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da es sich bei WÜHLMAUS-KÖDER RATZIA um einen festen, gebrauchsfertigen Köder zur Direktanwendung im Boden handelt, ist eine Tankmischung mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern technisch weder möglich noch zulässig. Das Produkt darf unter keinen Umständen mit Wasser vermengt oder über Spritzgeräte ausgebracht werden. Achte darauf, dass die behandelten Gangsysteme trocken bleiben und nicht unmittelbar nach der Anwendung durch intensive Beregnung oder starken Niederschlag überschwemmt werden, um die Attraktivität und Stabilität des Köders im Boden zu erhalten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Zinkphosphid-Ködern steht der Schutz von Anwender und Umwelt an oberster Stelle. Trage bei der Ausbringung stets geeignete Schutzhandschuhe, um sowohl den direkten Hautkontakt mit dem Wirkstoff als auch die Übertragung von menschlichem Geruch auf den Köder zu vermeiden. Da der Wirkstoff hochgiftig für Vögel, Wild und Haustiere ist, ist eine streng verdeckte Anwendung zwingend vorgeschrieben. Bringe die Köder tief in den Gängen aus und verschließe die Öffnungen sorgfältig, sodass kein Köder an der Erdoberfläche zurückbleibt. Da das Produkt unterirdisch angewendet wird, besteht bei sachgemäßer Anwendung kein direktes Risiko für Bienen; vermeide dennoch jegliche Verunreinigung von Oberflächengewässern.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
—Allgemein—0 GRAM_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wie stelle ich fest, ob die Wühlmausgänge überhaupt noch aktiv bewohnt sind?

Nutze dafür die bewährte Verwühlprobe: Öffne an einigen Stellen das Gangsystem auf einer Länge von etwa 30 cm. Wenn die Gänge aktiv genutzt werden, verschließen die Wühlmäuse diese Öffnungen meist innerhalb weniger Stunden (oft schon nach 1 bis 2 Stunden) wieder mit Erde. Bleibt der Gang offen, ist er wahrscheinlich verlassen und eine Köderauslegung an dieser Stelle ist nicht zielführend.

Warum darf ich den Köder nicht mit bloßen Händen anfassen?

Wühlmäuse besitzen einen extrem feinen Geruchssinn und reagieren sehr misstrauisch auf menschlichen Eigengeruch. Wenn du den Köder ohne Handschuhe berührst, überträgst du deinen Geruch auf das Produkt, was dazu führt, dass die Schaderreger den Köder meiden (Köderscheu). Trage daher immer saubere Gummi- oder Arbeitshandschuhe und nutze idealerweise eine Köderlanze oder einen Löffel zur Ausbringung.

Wann ist der beste Zeitpunkt im Jahr für die Behandlung von Wühlmäusen?

Die effektivste Bekämpfungszeit liegt im späten Herbst sowie im zeitigen Frühjahr (vor Beginn der Hauptvegetationsperiode). In diesen Phasen ist das natürliche Nahrungsangebot im Boden (wie frische Wurzeln und Knollen) knapp, wodurch die Attraktivität des Köders für die Schaderreger drastisch steigt und die Köderaufnahme maximiert wird.

Was muss ich beim Verschließen der Gänge nach der Köderauslegung beachten?

Nach dem Einbringen des Köders musst du das geöffnete Loch licht- und luftdicht verschließen, beispielsweise mit einer Gehwegplatte, einem Rasenstück oder einem Eimer. Achte darauf, dass keine Erde auf den Köder fällt, da verschüttete Köder von den Wühlmäusen oft ignoriert oder beim Freiräumen des Gangs ungenutzt herausgewühlt werden.

Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen Wühlmäuse?

Nutze einfach die Such- und Filterfunktion auf unserer Plattform. Du kannst gezielt nach der Schadgruppe 'Nager' oder direkt nach dem Schaderreger 'Wühlmaus' filtern, um eine Übersicht aller in Deutschland (BVL) registrierten Produkte, deren Wirkstoffe und die jeweiligen Anwendungsbestimmungen zu erhalten.