WildStopp
WildStopp von der FLÜGEL GmbH ist ein bewährtes, biologisch basiertes Pflanzenschutzmittel zur Abwehr von Wildschäden in verschiedenen Kulturen wie Forst-, Obst- und Zierpflanzen. Als Formulierung basiert das Produkt auf hochwertigem Blutmehl (998 g/kg) und wird als Repellent (Vergrämungsmittel) eingesetzt. Es schützt junge Triebe, Rinde und Knospen effektiv vor dem Verbiss und Schälen durch Schaderreger wie Wildkaninchen, Feldhasen und anderes Wild.
Durch seine natürliche Zusammensetzung eignet sich WildStopp hervorragend für den integrierten und ökologischen Landbau sowie für die forstliche Praxis. Die Anwendung erfolgt meist im Streich- oder Spritzverfahren, wodurch ein langanhaltender Schutzfilm auf den gefährdeten Pflanzenteilen entsteht. Das Produkt hat sich im Markt als zuverlässige Barriere etabliert, um wertvolle Kulturen in kritischen Wachstumsphasen vor wirtschaftlich folgenschwerem Wildverbiss zu bewahren.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Die Wirkungsweise von WildStopp basiert auf einem rein sensorischen Abwehrmechanismus. Der aktive Wirkstoff Blutmehl verströmt nach der Anwendung einen spezifischen Geruch, der von pflanzenfressenden Säugetieren (wie Hasen, Kaninchen und Schalenwild) mit Gefahr oder der Anwesenheit von Beutegreifern assoziiert wird. Dieser natürliche Meideinstinkt führt dazu, dass die behandelten Kulturen vom Wild konsequent gemieden werden, ohne dass die Tiere dabei Schaden nehmen. Da es sich um eine olfaktorische und gustatorische Barriere handelt, greift der Wirkstoff nicht in biochemische Prozesse der Kultur ein. Die abschreckende Wirkung setzt sofort nach dem Antrocknen des Belags ein und bleibt über einen längeren Zeitraum bestehen, da der Geruch für das feine Riechorgan des Wildes auch dann noch wahrnehmbar ist, wenn er für den Menschen bereits verflogen ist.
Resistenzmanagement
Da WildStopp auf einem rein sensorischen Vergrämungseffekt beruht und keine biochemischen Zielstrukturen im Schaderreger blockiert, ist die Entwicklung einer physiologischen Resistenz ausgeschlossen. Um jedoch einer Gewöhnung (Habituation) des Wildes an den Geruch vorzubeugen, empfiehlt es sich, die Anwendung strategisch zu planen. Du solltest das Mittel mit mechanischen Schutzmaßnahmen (wie Einzelschutzhüllen oder Zäunen) kombinieren oder im Wechsel mit anderen Repellentien einsetzen, die auf unterschiedlichen Wirkprinzipien basieren.
Mischbarkeit & Tankmischung
WildStopp wird in der Praxis in der Regel als Soloprodukt angewendet, um die optimale Haftung und Geruchsentfaltung des Blutmehls auf der Pflanzenoberfläche nicht zu beeinträchtigen. Von Mischungen mit klassischen Fungiziden oder Insektiziden wird generell abgeraten, da dies die physikalischen Eigenschaften des Spritzbelags negativ verändern kann. Achte bei der Ansetzung der Brühe auf sauberes Wasser und rühre die Mischung kontinuierlich gut durch, um ein Verstopfen der Düsen zu verhindern. Eine Anwendung sollte auf trockenen Pflanzenoberflächen erfolgen, damit der Schutzfilm optimal antrocknen und regenfest werden kann.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Obwohl WildStopp auf einem natürlichen Wirkstoff basiert, solltest du bei der Ausbringung die übliche persönliche Schutzausrüstung tragen, um Haut- und Augenkontakt sowie das Einatmen von Spritznebel zu vermeiden. Da für dieses Produkt keine spezifische Bienengefährlichkeitsklasse in den Zulassungsdaten angegeben ist, gilt die allgemeine Vorsichtsmaßnahme: Vermeide Anwendungen direkt auf blühenden Kulturen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind. Bringe das Mittel bevorzugt in den Abendstunden aus, um Nichtzielorganismen zu schonen, und achte darauf, dass kein Eintrag in angrenzende Gewässer erfolgt.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Zierpflanzen | Wildkaninchen, Feldhase, Wild | — | 20 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Zierpflanzen | Wildkaninchen, Feldhase, Wild | — | 0.5 GRAM_PER_PLANT | — |
| Laubholz | Rehwild | — | 4 GRAM_PER_PLANT | — |
| Nadelholz | Rehwild | — | 4 GRAM_PER_PLANT | — |
| Zierpflanzen | Wildkaninchen, Feldhase, Wild | — | 0.75 GRAM_PER_PLANT | — |
| Zierpflanzen | Wildkaninchen, Feldhase, Wild | — | 0.5 GRAM_PER_PLANT | — |
| Zierpflanzen | Wildkaninchen, Feldhase, Wild | — | 0.75 GRAM_PER_PLANT | — |
| Zierpflanzen | Wildkaninchen, Feldhase, Wild | — | 0.5 GRAM_PER_PLANT | — |
| Zierpflanzen | Wildkaninchen, Feldhase, Wild | — | 0.5 GRAM_PER_PLANT | — |
| Obstgehölze | Wildkaninchen, Feldhase, Wild | — | 0.75 GRAM_PER_PLANT | — |
| Obstgehölze | Wildkaninchen, Feldhase, Wild | — | 0.5 GRAM_PER_PLANT | — |
| Obstgehölze | Wildkaninchen, Feldhase, Wild | — | 0.5 GRAM_PER_PLANT | — |
| Laubholz | Wildkaninchen, Feldhase, Wild | — | 0.75 GRAM_PER_PLANT | — |
| Nadelholz | Wildkaninchen, Feldhase, Wild | — | 0.75 GRAM_PER_PLANT | — |
| Laubholz | Wildkaninchen, Feldhase, Wild | — | 0.5 GRAM_PER_PLANT | — |
| Nadelholz | Wildkaninchen, Feldhase, Wild | — | 0.5 GRAM_PER_PLANT | — |
| Laubholz | Wildkaninchen, Feldhase, Wild | — | 0.5 GRAM_PER_PLANT | — |
| Nadelholz | Wildkaninchen, Feldhase, Wild | — | 0.5 GRAM_PER_PLANT | — |
| Obstgehölze | Wildkaninchen, Feldhase, Wild | — | 20 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Laubholz | Wildkaninchen, Feldhase, Wild | — | 20 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Nadelholz | Wildkaninchen, Feldhase, Wild | — | 20 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Obstgehölze | Wildkaninchen, Feldhase, Wild | — | 20 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wie lange hält die Schutzwirkung von WildStopp nach der Anwendung an?
Die Dauer der Schutzwirkung hängt stark von der Witterung und dem Neuzuwachs der Kultur ab. In der Regel bietet der angetrocknete Belag einen zuverlässigen Schutz über mehrere Wochen bis Monate. Bei starkem Neuzuwachs im Frühjahr solltest du die Behandlung eventuell wiederholen, um die neu entstandenen Triebe zu schützen.
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Ausbringung von WildStopp?
Du solltest WildStopp vorbeugend auftragen, bevor die ersten Wildschäden zu erwarten sind – idealerweise im Herbst vor dem Winterverbiss oder im zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb. Achte darauf, dass die Kulturen bei der Behandlung trocken sind, damit das Mittel optimal haftet.
Kann ich WildStopp auch im Haus- und Kleingartenbereich anwenden?
Ja, sofern die entsprechende Zulassung für die jeweilige Kultur im Haus- und Kleingartenbereich vorliegt. Es eignet sich hervorragend, um Ziergehölze oder junge Obstbäume im Garten vor Kaninchen- und Hasenfraß zu schützen.
Was musst du beim Anmischen des Pulvers beachten?
Da es sich um ein hochkonzentriertes Blutmehlpulver handelt, solltest du das Pulver langsam unter ständigem Rühren in das Wasser einstreuen, um Klumpenbildung zu vermeiden. Verwende am besten lauwarmes Wasser und lass die Mischung vor der Anwendung kurz quellen.
Wie verhält sich WildStopp bei Regen?
Sobald der Spritz- oder Streichbelag auf der Kultur vollständig abgetrocknet ist, besitzt WildStopp eine gute Regenbeständigkeit. Extrem langanhaltende oder intensive Niederschläge können den Belag jedoch allmählich abwaschen, weshalb du die behandelten Flächen regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf nachbehandeln solltest.
Schadet der Geruch von WildStopp meinen Haustieren?
Nein, der Geruch ist für Haustiere wie Hunde oder Katzen nicht schädlich, kann aber deren Neugier wecken. Es wird empfohlen, Haustiere während der Anwendung und bis zum vollständigen Abtrocknen des Belags von den behandelten Flächen fernzuhalten.