VALDOR SOLO
VALDOR SOLO ist ein hochwirksames, boden- und blattaktives Herbizid, das sich im Weinbau sowie auf Nichtkulturlandflächen als verlässlicher Standard zur langanhaltenden Unkrautkontrolle etabliert hat. Formuliert als wasserdispergierbares Granulat (WG) bietet das Pflanzenschutzmittel eine hervorragende Handhabung und schnelle Löslichkeit. Es wurde speziell entwickelt, um ein breites Spektrum an unerwünschten Begleitfloren sauber und dauerhaft zu unterdrücken.
Das Wirkungsspektrum umfasst sowohl einjährige einkeimblättrige als auch zweikeimblättrige Unkräuter. Ein besonderer Vorteil dieses Herbizids ist seine ausgeprägte Wirkung gegen schwer bekämpfbare Schaderreger wie den Acker-Schachtelhalm. Durch die Kombination aus schneller Blattwirkung und einer dauerhaften Bodenwirkung über mehrere Monate hinweg wird das Auflaufen neuer Unkrautsamen effektiv verhindert, was dir eine langanhaltende Sauberkeit in deinen Kulturen sichert.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der enthaltene Wirkstoff Flazasulfuron gehört zur chemischen Gruppe der Sulfonylharnstoffe und ist im HRAC-System in die Gruppe 2 (ehemals Gruppe B) eingestuft. Er wirkt als selektiver Inhibitor des Enzyms Acetolactatsynthase (ALS). Dieses Enzym ist für die Biosynthese der essenziellen, verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin in den Pflanzen unerlässlich. Nach der Aufnahme über die Blätter und Wurzeln wird der Wirkstoff rasch in der Pflanze transportiert und sammelt sich im meristematischen Gewebe an. Dort blockiert er die Aminosäuresynthese, was zu einem sofortigen Wachstumsstopp der empfindlichen Schaderreger führt. Sichtbare Symptome wie Chlorosen, Nekrosen und das Absterben der Unkräuter zeigen sich je nach Witterung innerhalb weniger Tage bis Wochen.
Resistenzmanagement
Um der Entstehung von Resistenzen bei Unkräutern vorzubeugen, solltest du VALDOR SOLO stets im Rahmen eines integrierten Unkrautmanagements einsetzen. Da der Wirkstoff Flazasulfuron der HRAC-Gruppe 2 angehört, ist ein konsequenter Wirkstoffwechsel mit Herbiziden aus anderen Wirkstoffklassen dringend zu empfehlen. Vermeide die wiederholte, alleinige Anwendung von ALS-Hemmern auf derselben Fläche und nutze mechanische Maßnahmen zur Bodenbearbeitung, um den Selektionsdruck zu minimieren.
Mischbarkeit & Tankmischung
VALDOR SOLO zeichnet sich durch eine gute Mischbarkeit mit vielen gängigen Pflanzenschutzmitteln aus. Bei der Bekämpfung bereits stark aufgelaufener Unkräuter kann eine Tankmischung mit einem zugelassenen Kontaktherbizid sinnvoll sein, um den schnellen Blatteffekt zu unterstützen. Achte bei der Zubereitung der Spritzbrühe stets auf eine ausreichende Wasserqualität und rühre die Mischung kontinuierlich. Vor dem Ansetzen größerer Mengen empfiehlt sich ein physischer Mischungstest im Kleinen, um Unverträglichkeiten im Tank auszuschließen.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit diesem Pflanzenschutzmittel steht der Schutz von Anwender und Umwelt an erster Stelle. Trage während des Ansetzens der Spritzbrühe und der Ausbringung stets die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzanzug. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern die Anwendung nicht in blühende Bestände legen und Behandlungen bevorzugt in den Abendstunden durchführen, wenn kein Bienenflug mehr stattfindet. Vermeide zudem jegliche Abdrift auf angrenzende Gewässer oder Saumstrukturen, um aquatische Organismen und die lokale Flora zu schonen.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Zierkoniferen | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.2 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Zierkoniferen | Acker-Schachtelhalm | — | 0.06 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Nadelholz | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.2 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Weinrebe | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 7–99 | 200 GRAM_PER_HECTARE | 90T |
Häufige Fragen
Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von VALDOR SOLO im Weinbau?
Die Anwendung erfolgt idealerweise im zeitigen Frühjahr auf feuchten Boden, bevor die Unkräuter keimen oder wenn sie sich noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium befinden. So nutzt du die hervorragende Bodenwirkung des Wirkstoffs optimal aus.
Wie wirkt sich die Bodenfeuchtigkeit auf die Wirksamkeit des Herbizids aus?
Eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit zum Zeitpunkt der Applikation oder kurz danach ist entscheidend für die Aktivierung des Wirkstoffs im Boden. Sie sorgt dafür, dass Flazasulfuron in die Keimzone der Unkräuter transportiert wird und dort seine langanhaltende Barrierewirkung entfalten kann.
Kann ich VALDOR SOLO auch auf gepflasterten Flächen oder Wegen anwenden?
Die Anwendung auf Nichtkulturland ist streng reglementiert. Du darfst das Pflanzenschutzmittel nur auf den dafür explizit zugelassenen Flächen einsetzen. Auf abschwemmgefährdeten, versiegelten Flächen wie Pflaster oder Asphalt ist die Anwendung generell untersagt, um Einträge in die Kanalisation und Gewässer zu verhindern.
Was muss ich bei der Bekämpfung von Acker-Schachtelhalm beachten?
Da der Acker-Schachtelhalm ein tiefwurzelnder Schaderreger ist, erfordert die Regulierung Geduld. VALDOR SOLO wird systemisch aufgenommen und schädigt die Pflanze von innen heraus. Für einen optimalen Bekämpfungserfolg sollte der Schachtelhalm zum Behandlungszeitpunkt bereits ausreichend Wedelmasse gebildet haben, um genügend Wirkstoff aufzunehmen.
Wie lange hält die Bodenwirkung nach einer Behandlung an?
Je nach Bodenart, Niederschlagsmenge und Unkrautdruck kann die Bodenwirkung mehrere Monate anhalten. Sie verhindert zuverlässig das Auflaufen neuer einjähriger Unkräuter und reduziert den Aufwand für Folgebehandlungen in deinen Kulturen erheblich.
Wie finde ich heraus, ob VALDOR SOLO für meine spezifische Kultur auf agronomy.farmable.tech registriert ist?
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