Trinity
Trinity ist ein leistungsstarkes Boden- und Blattherbizid von ADAMA, das speziell für den Einsatz im Herbst in Wintergetreidekulturen entwickelt wurde. Als flüssiges Suspensionskonzentrat (SC) formuliert, kombiniert dieses Pflanzenschutzmittel drei bewährte Wirkstoffe, um ein breites Spektrum an einjährigen einkeimblättrigen und zweikeimblättrigen Schaderregern bereits im Keimblattstadium effektiv zu erfassen.
Durch die Kombination von Chlortoluron, Diflufenican und Pendimethalin bietet Trinity eine hervorragende Dauerwirkung über den Boden, die auch später auflaufende Unkrautwellen zuverlässig unterdrückt. Es sichert den Kulturen einen unkrautfreien Start in die Vegetationsperiode und nimmt ihnen frühzeitig die Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe, was die Basis für ertragreiche Bestände im kommenden Jahr legt.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Die herausragende Wirksamkeit von Trinity beruht auf dem synergetischen Zusammenspiel dreier unterschiedlicher Wirkmechanismen. Pendimethalin gehört zur HRAC-Gruppe 3 (K1) und hemmt die Mikrotubuli-Bildung in den Zellen, was die Zellteilung blockiert und das Wachstum der Keimlinge stoppt. Diflufenican (HRAC-Gruppe 12 / F1) blockiert die Phytoen-Desaturase (PDS), einen Schlüsselschritt in der Carotinoid-Biosynthese, was zu einem Abbau des Chlorophylls und dem typischen Ausbleichen (Bleaching) der Unkräuter führt. Ergänzt wird dieses Trio durch Chlortoluron (HRAC-Gruppe 5 / C2), das den Elektronentransport im Photosystem II blockiert und so die Photosynthese der Schaderreger unterbricht. Da die Wirkstoffe sowohl über die Wurzeln, die Hypokotyle als auch über die Blätter aufgenommen werden, entfaltet Trinity eine umfassende Wirkung sowohl vor als auch direkt nach dem Auflaufen der Unkräuter.
Resistenzmanagement
Durch die Kombination dreier Wirkstoffe aus völlig unterschiedlichen HRAC-Klassen (3, 5 und 12) ist Trinity ein exzellentes Werkzeug für das Resistenzmanagement. Um der Selektion resistenter Biotypen – insbesondere beim Gemeinen Windhalm – aktiv vorzubeugen, solltest du dieses Pflanzenschutzmittel im Rahmen einer weiten Fruchtfolge einsetzen und den Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen im Frühjahr konsequent durchführen.
Mischbarkeit & Tankmischung
Trinity zeigt sich in der Praxis als sehr gut mischbar mit gängigen Herbst-Insektiziden sowie flüssigen Blattdüngern. Achte bei der Herstellung der Spritzbrühe darauf, den Tank mindestens zur Hälfte mit sauberem Wasser zu füllen, Trinity unter ständigem Rühren als erste Komponente vollständig zu lösen und die Mischung zügig auszubringen. Die Zugabe von Additiven ist in der Regel nicht erforderlich, da die Formulierung bereits für eine optimale Benetzung optimiert ist.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit Trinity ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA) bei der Handhabung des Konzentrats obligatorisch. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern die Anwendung generell nicht in blühende Bestände legen und Behandlungen bevorzugt in den windstillen Abendstunden durchführen, wenn kein Bienenflug stattfindet. Um Einträge in Oberflächengewässer und Risiken für aquatische Organismen zu vermeiden, sind die allgemeinen Abstandsauflagen und der Einsatz abdriftmindernder Düsentechnik strikt zu beachten.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Winterweichweizen | Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterhartweizen | Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 10–13 | 2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterroggen | Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 10–13 | 2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Wintergerste | Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterroggen | Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Wintertriticale | Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 10–13 | 2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Wintergerste | Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 10–13 | 2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Wintertriticale | Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterweichweizen | Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 10–13 | 2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterhartweizen | Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 2 LITER_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von Trinity im Herbst?
Der beste Anwendungszeitraum liegt im frühen Nachauflauf der Kulturen (BBCH-Stadium 10 bis 13), wenn die Unkräuter gerade keimen oder sich im Keimblattstadium befinden. Zu diesem Zeitpunkt nutzen die Wirkstoffe die Bodenfeuchtigkeit optimal aus, und die jungen Schaderreger nehmen das Herbizid besonders leicht auf.
Welche Bodenbedingungen sind für eine optimale Wirkung von Trinity erforderlich?
Da zwei der drei Wirkstoffe (Pendimethalin und Diflufenican) stark über den Boden wirken, ist ein feuchtes, feinkrümeliges und gut abgesetztes Saatbett ideal. Zu viel organisches Material, Strohschichten oder grobe Kluten an der Oberfläche können die Wirkstoffverteilung stören und die Dauerwirkung beeinträchtigen.
Kann ich Trinity auch bei Frost oder sehr niedrigen Temperaturen spritzen?
Du solltest Trinity nicht bei starkem Frost oder auf gefrorenem Boden ausbringen. Leichte Nachtfröste nach der Anwendung sind meist unproblematisch, solange die Kulturen tagsüber bei frostfreien Temperaturen assimilieren können und nicht unter extremem Stress wie Staunässe stehen.
Wie verhält sich Trinity beim Nachbau von Folgekulturen im Schadfall?
Sollte ein Umbruch der Kultur im Winter notwendig werden, ist aufgrund der Bodenaktivität von Pendimethalin und Diflufenican eine tiefe Bodenbearbeitung (Pflügen) zwingend erforderlich. Danach können im Frühjahr in der Regel Sommergetreide oder Mais nachgesät werden; empfindliche Kulturen wie Rüben solltest du vermeiden.
Warum ist Trinity besonders wertvoll im Kampf gegen herbizidresistenten Windhalm?
Viele Windhalm-Populationen weisen bereits Resistenzen gegen klassische ALS-Hemmer (Sulfonylharnstoffe) auf. Trinity nutzt mit Chlortoluron, Pendimethalin und Diflufenican drei Wirkmechanismen, die von diesen Resistenzen nicht betroffen sind, und bricht so den Selektionsdruck im Herbst effektiv.
Wie finde ich im Agronomy-Hub weitere zugelassene Produkte für meine Kulturen?
Du kannst im Hub ganz einfach nach deiner spezifischen Kultur filtern und die Schaderreger-Datenbank nutzen, um gezielt Pflanzenschutzmittel zu vergleichen, die für dieselbe Indikation im Herbst zugelassen sind.