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Sonstige · Zenith Crop Sciences Bulgaria LTD

Trepach

BVL Zul.-Nr. 008627-00

Trepach ist ein hochselektives, systemisches Nachauflauf-Herbizid zur gezielten Ausschaltung von einjährigen und ausdauernden Schadgräsern. Formuliert als Emulsionskonzentrat (EC), garantiert das Pflanzenschutzmittel eine schnelle Wirkstoffaufnahme über das Blattwerk und eine hervorragende Verteilung in der gesamten Pflanze. Es ist in Deutschland für den Einsatz in wichtigen zweikeimblättrigen Kulturen wie Winterraps und Ackerbohnen registriert und stellt ein wichtiges Werkzeug zur Ertragssicherung dar.

Das Wirkungsspektrum von Trepach umfasst die bedeutendsten grasartigen Schaderreger im Ackerbau. Hierzu zählen neben einjährigen einkeimblättrigen Unkräutern vor allem auflaufendes Ausfallgetreide aus der Vorfrucht sowie die hartnäckige Gemeine Quecke. Durch die schnelle systemische Verteilung im Saftstrom der Schadgräser werden auch unterirdische Überdauerungsorgane erfasst, was einen nachhaltigen Bekämpfungserfolg sichert.

Mit einem flexiblen Anwendungsfenster vom 3-Blatt-Stadium bis zum Erscheinen des Fahnenblattes der Kulturen (BBCH 13 bis 39) lässt sich Trepach optimal an die jeweiligen Praxisbedingungen und den Auflauf der Schadgräser anpassen. Die Formulierung sorgt für eine hohe Regenfestigkeit bereits kurze Zeit nach der Applikation und ermöglicht so ein verlässliches Feldmanagement auch in wechselhaften Witterungsperioden.

Wirkstoffe

Quizalofop-P-ethyl
50 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Trepach enthaltene Wirkstoff Quizalofop-P-ethyl gehört zur chemischen Familie der Aryloxyphenoxypropionate (den sogenannten "Fops") und wird in die HRAC-Gruppe 1 (ehemals Gruppe A) eingestuft. Er wirkt als selektiver Inhibitor des Enzyms Acetyl-CoA-Carboxylase (ACCase), welches eine Schlüsselrolle bei der Fettsäuresynthese von einkeimblättrigen Pflanzen spielt. Durch die Blockade dieses Enzyms wird der Aufbau von Zellmembranen in den Schadgräsern unterbunden, was zu einem schnellen Wachstumsstopp führt. Nach der Applikation wird der Wirkstoff rasch über die Blätter aufgenommen und systemisch sowohl akropetal als auch basipetal in die aktiven Wachstumszonen (Meristeme) von Trieben und Wurzeln transportiert. Zweikeimblättrige Kulturen wie Winterraps und Ackerbohnen besitzen eine natürliche Toleranz gegenüber diesem Wirkstoff, da ihre plastidäre ACCase strukturell anders aufgebaut und somit unempfindlich gegenüber Quizalofop-P-ethyl ist.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen bei empfindlichen Schadgräsern – insbesondere bei Acker-Fuchsschwanz, Windhalm und Weidelgras-Arten – aktiv vorzubeugen, solltest du Trepach stets im Rahmen eines vorausschauenden Resistenzmanagements einsetzen. Vermeide die wiederholte, alleinige Anwendung von ACCase-Hemmern auf derselben Fläche. Integriere stattdessen Wirkstoffe mit anderen Mechanismen (z. B. HRAC-Gruppe 3 oder 15) in die Spritzfolge und nutze alle pflanzenbaulichen Möglichkeiten wie eine weite Fruchtfolge, gezielte Bodenbearbeitung und die Förderung einer konkurrenzstarken Kultur.

Mischbarkeit & Tankmischung

Trepach zeichnet sich durch eine gute physikalische Mischbarkeit mit einer Vielzahl von gängigen Fungiziden und Insektiziden aus. Bei geplanten Mischungen mit Herbiziden gegen zweikeimblättrige Unkräuter ist jedoch Vorsicht geboten, da antagonistische Effekte die Gräserwirkung mindern können. Achte bei der Erstellung von Tankmischungen stets auf die richtige Reihenfolge beim Befüllen der Spritze, verwende ausreichend Wasser für eine homogene Benetzung und vermeide Applikationen unter extremen Stressbedingungen für die Kultur.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Trepach ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (Arbeitskleidung, Schutzhandschuhe und Augenschutz) beim Ansetzen der Spritzbrühe und während der Ausbringung unerlässlich. Zum Schutz von Gewässern und Nichtzielorganismen sind Abdriften auf angrenzende Flächen und Oberflächengewässer durch den Einsatz abdriftmindernder Technik strikt zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, sollte zum Schutz von Bestäubern auf eine Anwendung in blühende Bestände oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Trachtsuche sind, verzichtet werden; weiche hierzu bevorzugt auf die Abendstunden aus.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterrapsGemeine Quecke13–192.5 LITER_PER_HECTARE—
WinterrapsAusfallgetreide13–191 LITER_PER_HECTARE—
ZuckerrübeGemeine Quecke13–392.5 LITER_PER_HECTARE110T
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter13–191.5 LITER_PER_HECTARE—
WinterrapsGemeine Quecke13–192.5 LITER_PER_HECTARE—
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter13–191.5 LITER_PER_HECTARE—
WinterrapsAusfallgetreide13–191 LITER_PER_HECTARE—
ZuckerrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter13–391.25 LITER_PER_HECTARE110T

Häufige Fragen

Wie schnell wirkt Trepach nach der Behandlung auf die Schadgräser?

Nach der Anwendung stoppt das Wachstum der empfindlichen Gräser meist schon innerhalb von 48 Stunden. Erste sichtbare Symptome wie Verfärbungen an den jüngsten Blättern und Trieben zeigen sich nach etwa 7 bis 10 Tagen. Das vollständige Absterben der Schadgräser kann je nach Witterung 2 bis 3 Wochen dauern, da der Wirkstoff systemisch bis in die Wurzeln transportiert werden muss.

Was musst du bei der Bekämpfung der Gemeinen Quecke besonders beachten?

Für eine erfolgreiche Bekämpfung der Gemeinen Quecke benötigt die Pflanze ausreichend Blattmasse, damit genügend Wirkstoff aufgenommen und in die unterirdischen Rhizome transportiert werden kann. Ideal ist eine Behandlung, wenn die Quecke eine Höhe von etwa 15–20 cm erreicht hat. Nutze in diesem Fall die höhere zugelassene Aufwandmenge, um eine nachhaltige Wirkung bis in die Wurzelspitzen zu garantieren.

Welchen Einfluss hat das Wetter auf die Wirkung dieses Pflanzenschutzmittels?

Optimale Bedingungen für die Anwendung sind milde Temperaturen, eine hohe Luftfeuchtigkeit und aktives Wachstum der Schadgräser. Unter Stress (z. B. bei extremer Trockenheit, Frost oder starker Hitze) bilden Gräser eine dicke Wachsschicht aus, was die Aufnahme erschwert. Achte darauf, dass nach der Spritzung mindestens ein bis zwei Stunden Regenfreiheit herrscht, damit der Wirkstoff vollständig in das Blattgewebe einziehen kann.

Kannst du Trepach mit anderen Pflanzenschutzmitteln in einer Tankmischung ausbringen?

Mischungen mit vielen Fungiziden und Insektiziden sind in der Praxis gut verträglich. Bei der Kombination mit bestimmten Herbiziden gegen zweikeimblättrige Unkräuter kann jedoch ein Antagonismus auftreten, der die Gräserwirkung abschwächt. Um die volle Wirkung abzusichern, empfiehlt es sich, im Zweifel eine separate Behandlung im Abstand von einigen Tagen durchzuführen oder vorab die Verträglichkeit der spezifischen Mischpartner zu prüfen.

Wie lässt sich das Risiko von Resistenzen bei der Anwendung von Trepach minimieren?

Da der Wirkstoff Quizalofop-P-ethyl zur HRAC-Gruppe 1 (ACCase-Hemmer) gehört, besteht bei einseitiger Nutzung ein hohes Risiko für die Selektion resistenter Biotypen (z. B. bei Acker-Fuchsschwanz). Du solltest dieses Pflanzenschutzmittel daher immer in ein integriertes Konzept einbinden. Wechsle den Wirkstoff mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen ab und nutze ackerbauliche Maßnahmen wie eine abwechslungsreiche Fruchtfolge und mechanische Bodenbearbeitung.

Warum ist die Einhaltung der Wartezeit von 110 Tagen so wichtig?

Die Wartezeit von 110 Tagen stellt sicher, dass bis zur Ernte von Winterraps oder Ackerbohnen alle Wirkstoffrückstände in der Kultur unter die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte abgebaut sind. Plane deine Anwendung daher rechtzeitig im zulässigen BBCH-Fenster ein, um Konflikte mit dem geplanten Erntetermin zu vermeiden.