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Sonstige · terrasan

toom Rasendünger plus Moosvernichter

BVL Zul.-Nr. 006275-63

toom Rasendünger plus Moosvernichter von terrasan ist eine bewährte Kombination aus einem Rasendünger und einem hochwirksamen Moosvernichter auf Basis von Eisen-II-sulfat. Dieses granulierte Pflanzenschutzmittel wurde speziell für die Pflege und Regeneration von Zier- und Sportrasenflächen (Kultur "Zierrasen") entwickelt. Es zielt direkt auf die Beseitigung von störenden Moosen ab, während es gleichzeitig die Gräser mit wichtigen Nährstoffen versorgt, um Lücken im Rasen rasch wieder zu schließen.

Durch die Kombination von Nährstoffzufuhr und gezielter Moosbekämpfung nimmt das Produkt eine wichtige Rolle in der praktischen Rasenpflege ein. Die Formulierung als streufähiges Granulat ermöglicht eine gleichmäßige Ausbringung per Hand oder mit dem Streuwagen. Dies sorgt für ein homogenes Wirkungsbild auf der gesamten Rasenfläche und stärkt die Konkurrenzkraft der Gräser nachhaltig gegen erneuten Moosbefall.

Wirkstoffe

Eisen-II-sulfat
266 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Eisen-II-sulfat wirkt als starkes Kontaktgift auf Moose. Da Moose im Gegensatz zu höheren Kulturen keine schützende Wachsschicht (Kutikula) besitzen, dringt das Eisen-II-sulfat extrem schnell in die Pflanzenzellen ein. Dort führt es zu einer raschen Oxidation, zerstört die Zellmembranen und unterbricht die Photosynthese. Innerhalb weniger Tage verfärbt sich das Moos tiefschwarz und stirbt vollständig ab. Die Gräser des Rasens hingegen besitzen eine ausgeprägte Kutikula, die das Eindringen des Wirkstoffs in schädlichen Mengen verhindert. Stattdessen nehmen sie das Eisen als wertvollen Mikronährstoff über die Wurzeln auf. Eisen ist ein essenzieller Baustein für die Chlorophyllsynthese, weshalb der Rasen nach der Anwendung eine tiefgrüne Farbe entwickelt und das Wachstum angeregt wird.

Resistenzmanagement

Aufgrund des rein physikalisch-chemischen und unspezifischen Wirkungsmechanismus von Eisen-II-sulfat auf die Zellstrukturen der Moose ist eine Resistenzbildung nach derzeitigem wissenschaftlichen Stand praktisch ausgeschlossen. Ein klassisches Resistenzmanagement mit Wirkstoffwechseln ist daher nicht erforderlich. Um Moos jedoch langfristig und nachhaltig aus dem Rasen zu verdrängen, solltest du die Anwendung stets mit kulturtechnischen Maßnahmen wie Aerifizieren, Vertikutieren und einer bedarfsgerechten Kalkung zur Regulierung des Boden-pH-Werts kombinieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da es sich bei diesem Produkt um ein festes, granuliertes Kombinationspräparat handelt, ist eine klassische Tankmischung in der Spritze mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern nicht möglich und auch nicht vorgesehen. Für eine optimale Wirkung sollte das Granulat auf taunassen Rasen ausgebracht werden, damit es gut an den Moosblättchen haftet. Falls innerhalb von zwei Tagen nach der Anwendung kein Regen fällt, solltest du die Fläche gründlich wässern, um die Düngewirkung zu aktivieren und Verbrennungen an den Gräsern zu vermeiden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Ausbringen des Granulats solltest du geeignete Arbeitskleidung, feste Schuhe und Schutzhandschuhe tragen, um direkten Hautkontakt und Staubbildung zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse in den Zulassungsdaten hinterlegt ist, empfiehlt sich aus Vorsorgegründen eine Anwendung in den Abendstunden oder außerhalb des aktiven Bienenflugs, falls blühende Beikräuter im Rasen vorhanden sind. Achte penibel darauf, dass das Produkt nicht auf Steinplatten, Beton, Terrassen oder Kleidung gelangt, da Eisen-II-sulfat in Verbindung mit Feuchtigkeit extrem hartnäckige, rostbraune Flecken verursacht.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenMoose—30 GRAM_PER_SQUARE_METER—
RasenMoose—30 GRAM_PER_SQUARE_METER—

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt im Jahr, um das Produkt auf deinem Rasen anzuwenden?

Die beste Anwendungszeit liegt im Frühjahr (April/Mai) oder im Frühherbst (September), wenn die Temperaturen moderat sind (idealerweise zwischen 10 °C und 20 °C) und der Rasen sich in einer aktiven Wachstumsphase befindet. Vermeide die Anwendung bei extremer Hitze, Trockenheit oder Frost.

Wie verhältst du dich, wenn das Moos nach der Behandlung schwarz geworden ist?

Sobald das Moos nach etwa 10 bis 14 Tagen vollständig abgestorben und schwarz gefärbt ist, solltest du es gründlich aus dem Rasen herausrechen oder die Fläche vertikutieren. Dadurch schaffst du Platz und Licht für die Gräser, damit diese die entstandenen Lücken rasch wieder besiedeln können.

Warum darf das Granulat nicht mit Gehwegplatten oder Terrassen in Berührung kommen?

Der Wirkstoff Eisen-II-sulfat reagiert mit Wasser und Sauerstoff zu Eisenoxid (Rost). Wenn Granulatkörner auf Stein, Beton, Holz oder Fliesen gelangen und feucht werden, entstehen tief sitzende, rostbraune Flecken, die sich nur sehr schwer oder gar nicht mehr entfernen lassen. Kehre versehentlich verstreutes Granulat sofort trocken ab.

Darfst du deinen Rasen direkt nach der Anwendung betreten oder Haustiere darauf lassen?

Du solltest die behandelte Fläche erst wieder betreten, wenn das Granulat durch Regen oder gründliches Wässern vollständig in die Grasnarbe eingewaschen wurde und der Rasen wieder abgetrocknet ist. Dies verhindert, dass Wirkstoffpartikel an Schuhen oder Tierpfoten haften bleiben und auf empfindliche Beläge verschleppt werden.

Wie unterstützt du die Wirkung des Moosvernichters durch die richtige Schnitthöhe des Rasens?

Mähe deinen Rasen etwa 3 bis 4 Tage vor der Anwendung auf eine normale Schnitthöhe von ca. 4 bis 5 cm. Dadurch wird die Moosfläche freigelegt und das Granulat kann optimal auf den Moosnestern haften bleiben, ohne im zu hohen Gras hängenzubleiben.