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Sonstige · Albaugh TKI d.o.o.

Templier

BVL Zul.-Nr. 008028-00

Templier ist ein hochkonzentriertes, selektives Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen einkeimblättrigen und zweikeimblättrigen Unkräutern in Mais (Zea mays). Mit dem bewährten Wirkstoff Nicosulfuron (750 g/kg) formuliert als wasserdispergierbares Granulat (WG), bietet dieses Pflanzenschutzmittel eine zuverlässige Lösung zur Unkrautkontrolle im Nachauflauf. Es zeichnet sich durch eine schnelle Aufnahme über die Blätter und eine anschließende systemische Verteilung in der gesamten Pflanze aus.

Das Wirkungsspektrum umfasst wichtige Ungräser wie die Hühnerhirse sowie eine Vielzahl einjähriger zweikeimblättriger Schaderreger. Durch die gezielte Anwendung im frühen bis mittleren Nachauflauf der Kultur wird die Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe frühzeitig ausgeschaltet, was die Jugendentwicklung des Maises optimal absichert.

Dank der modernen Formulierung lässt sich das Produkt hervorragend dosieren und löst sich schnell und rückstandsfrei im Spritztank auf. Templier ist ein wichtiger Baustein in modernen Herbizidstrategien im Maisanbau, der Flexibilität und Leistung miteinander verbindet.

Wirkstoffe

Nicosulfuron
750 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Nicosulfuron gehört zur chemischen Gruppe der Sulfonylharnstoffe und ist im HRAC-System der Gruppe B (bzw. Gruppe 2) zugeordnet. Er wirkt als Inhibitor des Enzyms Acetolactat-Synthase (ALS). Dieses Enzym ist für die Biosynthese der essenziellen, verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin in den Pflanzen unerlässlich. Nach der Aufnahme über das Blattwerk wird der Wirkstoff rasch in die meristematischen Gewebe der Schaderreger transportiert. Durch die Blockade der ALS-Synthese kommt das Zellwachstum und die Zellteilung innerhalb kürzester Zeit zum Stillstand. Symptome wie Chlorosen an den jüngsten Blättern, gefolgt von Nekrosen und dem vollständigen Absterben der Unkräuter, zeigen sich je nach Witterung innerhalb von ein bis drei Wochen.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen bei wichtigen Schaderregern wie der Hühnerhirse oder bestimmten zweikeimblättrigen Unkräutern vorzubeugen, solltest du Templier stets im Rahmen eines integrierten Wirkstoffwechsels einsetzen. Vermeide den wiederholten, alleinigen Einsatz von ALS-Inhibitoren (HRAC-Gruppe B) auf derselben Fläche. Die Kombination oder der jährliche Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen – beispielsweise aus den HRAC-Gruppen F2 (HPPD-Inhibitoren) oder O (synthetische Auxine) – sichert die langfristige Wirksamkeit dieses wichtigen Werkzeugs im Maisanbau.

Mischbarkeit & Tankmischung

Templier ist im Allgemeinen gut mit vielen gängigen Maisherbiziden und Blattdüngern mischbar. Da Nicosulfuron vor allem über das Blatt wirkt, kann die Zugabe eines zugelassenen, nicht-ionischen Netzmittels oder Additivs die Benetzung und Wirkstoffaufnahme insbesondere unter trockenen Bedingungen deutlich verbessern. Vermeide Mischungen mit organischen Phosphor-Insektiziden, da dies zu phytotoxischen Reaktionen bei der Kultur führen kann. Achte darauf, die Spritze gründlich zu reinigen und weiches bis mittelschweres Wasser für die Spritzbrühe zu verwenden, um eine optimale physikalische Stabilität der Mischung zu gewährleisten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Templier ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz bei der Handhabung des Konzentrats, obligatorisch. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse in den Zulassungsdaten angegeben ist, solltest du aus Gründen des vorsorgenden Umweltschutzes Anwendungen in blühenden Beständen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, vermeiden und die Behandlung bevorzugt in den Abendstunden durchführen. Achte zudem penibel darauf, dass keine Abdrift auf angrenzende Gewässer oder Nichtzielflächen gelangt, um aquatische Organismen und die umliegende Flora zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–1854 GRAM_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von Templier im Mais?

Der beste Behandlungszeitraum liegt im Nachauflauf der Kultur zwischen den BBCH-Stadien 12 und 18 (2- bis 8-Blattstadium des Maises). Achte darauf, dass die zu bekämpfenden Unkräuter und Ungräser bereits aufgelaufen sind und sich im aktiven Wachstum befinden, da der Wirkstoff hauptsächlich über das Blatt aufgenommen wird.

Kann ich Templier bei extremen Wetterbedingungen spritzen?

Nein, du solltest extreme Bedingungen unbedingt vermeiden. Spritze nicht bei Temperaturen über 25 °C, starker Sonneneinstrahlung oder wenn die Kultur unter Stress steht (z. B. durch Frost, Trockenheit oder Staunässe). Warme, wüchsige Bedingungen mit ausreichender Luftfeuchtigkeit fördern hingegen die Wirkstoffaufnahme und beschleunigen den Bekämpfungserfolg.

Warum ist die Zugabe eines Additivs bei der Behandlung mit Templier ratsam?

Da Templier als wasserdispergierbares Granulat formuliert ist und der Wirkstoff primär über das Blatt wirkt, verbessert ein geeignetes, nicht-ionisches Netzmittel die Haftung und Verteilung der Spritzbrühe auf der Blattoberfläche. Besonders bei einer ausgeprägten Wachsschicht der Unkräuter unter trockenen Bedingungen sichert dies eine schnelle und vollständige Wirkstoffaufnahme.

Welche Kulturen kann ich nach dem Umbruch eines mit Templier behandelten Maisbestandes anbauen?

Sollte ein vorzeitiger Umbruch des Maisbestandes notwendig werden, können nach einer tiefen Bodenbearbeitung in der Regel wieder Mais oder bestimmte Gräser nachgebaut werden. Für empfindliche Folgekulturen wie zweikeimblättrige Zwischenfrüchte oder Gemüse solltest du die spezifischen Wartezeiten und Bodenbearbeitungshinweise beachten, um Schäden durch Wirkstoffrückstände im Boden zu vermeiden.

Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech passende Mischpartner für Templier?

Du kannst in unserer Produktdatenbank gezielt nach registrierten Pflanzenschutzmitteln für den Maisanbau suchen. Filtere einfach nach der Kultur 'Mais' und vergleiche die Wirkstoffgruppen (z. B. HPPD-Inhibitoren), um einen idealen Mischpartner für ein breiteres Wirkungsspektrum und ein aktives Resistenzmanagement zu finden.

Was muss ich bei der Reinigung der Spritze nach der Anwendung beachten?

Da Sulfonylharnstoffe bereits in geringsten Spuren Schäden an empfindlichen Folgekulturen (wie Raps oder Rüben) verursachen können, musst du die Feldspritze nach der Anwendung von Templier extrem gründlich reinigen. Nutze dafür einen speziellen Spritzenreiniger und spüle den Tank, die Leitungen sowie die Düsen mehrfach intensiv mit klarem Wasser aus.