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Sonstige · Nissan Chemical

Targa Max

BVL Zul.-Nr. 007667-00

Targa Max von Nissan Chemical ist ein hochselektives, systemisches Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von einkeimblättrigen Unkräutern (Ungräsern) in einer Vielzahl von zweikeimblättrigen Kulturen. Durch seine breite Zulassung in wichtigen Kulturen wie Raps, Kartoffeln, Sojabohnen, Ackerbohnen, Futter- und Zuckerrüben sowie Karotten stellt dieses Herbizid ein unverzichtbares Werkzeug im modernen Acker- und Gemüsebau dar.

Die Formulierung zeichnet sich durch eine schnelle Aufnahme über die Blätter der Schaderreger aus. Bereits kurz nach der Anwendung wird der Wirkstoff systemisch in der gesamten Pflanze, einschließlich der Wurzeln und Rhizome, verteilt. Dies ermöglicht eine nachhaltige Wirkung sowohl gegen einjährige einkeimblättrige Unkräuter als auch gegen hartnäckige, ausdauernde Arten wie die Gemeine Quecke.

Dank der hervorragenden Kulturverträglichkeit kann Targa Max flexibel innerhalb der zugelassenen BBCH-Stadien eingesetzt werden, ohne das Ertragspotenzial der Hauptkultur zu gefährden. Es ist ein bewährter Baustein, um die Konkurrenz durch Ungräser frühzeitig auszuschalten und die Bestände sauber zu halten.

Wirkstoffe

Quizalofop-P
100 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Targa Max enthaltene Wirkstoff Quizalofop-P gehört zur chemischen Klasse der Aryloxyphenoxypropionate (Fops) und wird der HRAC-Gruppe 1 (ehemals Gruppe A) zugeordnet. Der Wirkungsmechanismus basiert auf der selektiven Hemmung des Enzyms Acetyl-CoA-Carboxylase (ACCase) in einkeimblättrigen Pflanzen. Dieses Enzym ist essenziell für die Fettsäurebiosynthese, die wiederum für den Aufbau von Zellmembranen in den Meristemen der Ungräser benötigt wird. Nach der Applikation dringt der Wirkstoff rasch in das Blattgewebe ein und wird im Phloem und Xylem zu den aktiven Wachstumszonen (Vegetationskegeln) transportiert. Dort führt die Blockade der Fettsäuresynthese zu einem schnellen Wachstumsstopp. Innerhalb weniger Tage verfärben sich die jüngsten Blätter der Schaderreger gelblich oder rötlich und sterben ab, gefolgt vom vollständigen Zerfall der gesamten Ungraspflanze inklusive der unterirdischen Ausläufer.

Resistenzmanagement

Um das Risiko einer Resistenzentwicklung gegen ACCase-Inhibitoren (HRAC-Gruppe 1) zu minimieren, solltest du Targa Max stets in ein integriertes Unkrautmanagement einbinden. Vermeide den wiederholten, alleinigen Einsatz von Wirkstoffen aus dieser Gruppe auf derselben Fläche. Kombiniere die mechanische Bodenbearbeitung mit einem gezielten Fruchtfolgewechsel und wechsle bei nachfolgenden Behandlungen auf Herbizide mit anderen Wirkmechanismen, um selektierten Populationen von vornherein die Lebensgrundlage zu entziehen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Targa Max ist im Allgemeinen gut mit vielen gängigen Fungiziden und Insektiziden mischbar. Bei geplanten Tankmischungen mit anderen Herbiziden, insbesondere gegen zweikeimblättrige Unkräuter, kann es jedoch zu antagonistischen Effekten kommen, welche die Wirkung gegen die Ungräser abschwächen. Achte darauf, im Zweifel eine zeitlich versetzte Anwendung durchzuführen. Verwende stets sauberes Spritzwasser und halte die empfohlene Reihenfolge beim Befüllen des Tanks ein. Die Zugabe von zugelassenen Additiven kann die Benetzung und Wirkstoffaufnahme unter trockenen Bedingungen optimieren.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Targa Max ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, obligatorisch. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse vorgegeben ist, solltest du aus Vorsorgegründen Anwendungen in blühenden Beständen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, vermeiden und die Behandlung vorzugsweise in die späten Abendstunden verlegen. Um aquatische Organismen und Bodenlebewesen zu schonen, sind Abdriften auf angrenzende Gewässer oder Saumstrukturen durch den Einsatz abdriftmindernder Düsentechnik konsequent zu vermeiden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
SojabohneEinjährige einkeimblättrige Unkräuter49–590.6 LITER_PER_HECTARE77T
AckerbohneGemeine Quecke11–391.25 LITER_PER_HECTARE42T
WinterrapsGemeine Quecke10–391.25 LITER_PER_HECTARE90T
WinterrapsGemeine Quecke10–391.25 LITER_PER_HECTARE90T
FuttererbseGemeine Quecke11–391.25 LITER_PER_HECTARE35T
ZuckerrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter10–390.6 LITER_PER_HECTARE60T
ZuckerrübeGemeine Quecke10–391.25 LITER_PER_HECTARE60T
KartoffelEinjährige einkeimblättrige Unkräuter10–390.6 LITER_PER_HECTARE49T
AckerbohneEinjährige einkeimblättrige Unkräuter11–390.6 LITER_PER_HECTARE42T
SojabohneGemeine Quecke49–591.25 LITER_PER_HECTARE77T
MöhreGemeine Quecke10–491.25 LITER_PER_HECTARE42T
KartoffelGemeine Quecke10–391 LITER_PER_HECTARE49T
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter10–390.6 LITER_PER_HECTARE90T
FutterrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter10–390.6 LITER_PER_HECTARE60T
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter10–390.6 LITER_PER_HECTARE90T
MöhreEinjährige einkeimblättrige Unkräuter10–490.6 LITER_PER_HECTARE42T
FuttererbseEinjährige einkeimblättrige Unkräuter11–390.6 LITER_PER_HECTARE35T
SojabohneGemeine Quecke11–291.25 LITER_PER_HECTARE77T
FutterrübeGemeine Quecke10–391.25 LITER_PER_HECTARE60T
SojabohneEinjährige einkeimblättrige Unkräuter11–290.6 LITER_PER_HECTARE77T

Häufige Fragen

Wie erkennst du, ob Targa Max bereits Wirkung zeigt?

Erste Symptome zeigen sich meist nach 7 bis 10 Tagen. Die Herzblätter der Ungräser verfärben sich rötlich bis nekrotisch und lassen sich leicht aus der Blattscheide herausziehen. Das Wachstum stoppt jedoch fast unmittelbar nach der Spritzung, sodass die Konkurrenz für deine Kultur sofort nachlässt.

Was solltest du bei der Bekämpfung der Gemeinen Quecke besonders beachten?

Für eine erfolgreiche Bekämpfung der Gemeinen Quecke müssen die Pflanzen genügend Blattmasse gebildet haben (ca. 15–20 cm Höhe), damit ausreichend Wirkstoff aufgenommen und in die Rhizome transportiert werden kann. Vermeide eine Bodenbearbeitung direkt vor oder unmittelbar nach der Behandlung, um den Saftstrom in den Rhizomen nicht zu unterbrechen.

Welchen Einfluss hat die Witterung auf den Behandlungserfolg?

Targa Max wirkt am besten bei wüchsigem Wetter mit milden Temperaturen und ausreichender Luftfeuchtigkeit, da die Ungräser dann voll im Stoffwechsel stehen. Bei extremer Trockenheit, Frost oder starker Wachsschicht auf den Blättern solltest du die Behandlung verschieben, da die Wirkstoffaufnahme dann stark eingeschränkt ist.

Kann Targa Max auch bei Taufeuchte appliziert werden?

Eine leichte Taufeuchte kann die Aufnahme begünstigen, solange die Spritzbrühe nicht von den Blättern abtropft. Bei starkem Tau oder drohendem Regen unmittelbar nach der Spritzung (Regenfestigkeit wird meist nach 1 bis 2 Stunden erreicht) solltest du mit der Anwendung warten, um Wirkungsverluste zu vermeiden.

Wie integrierst du Targa Max am besten in eine Tankmischung zur Rüben- oder Rapsbehandlung?

Wenn du Targa Max mit Herbiziden gegen zweikeimblättrige Unkräuter mischen möchtest, kläre vorab die Verträglichkeit. Oft empfiehlt sich ein zeitlicher Abstand von 3 bis 5 Tagen zwischen der Gräser- und der Breitblatt-Behandlung, um Antagonismen zu vermeiden und die volle Kulturverträglichkeit zu sichern.

Warum ist die Einhaltung der BBCH-Stadien bei diesem Pflanzenschutzmittel so wichtig?

Die Einhaltung der zugelassenen BBCH-Stadien stellt sicher, dass die Kultur das Herbizid ohne Schäden verstoffwechseln kann und keine unzulässigen Rückstände im Erntegut verbleiben. Zudem ist die Wirkung auf die Schaderreger in den frühen Entwicklungsstadien der Ungräser am effizientesten.