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Sonstige · Bayer CropScience Deutschland GmbH

SYMPARA

BVL Zul.-Nr. 025662-60

SYMPARA ist ein leistungsstarkes, systemisches Fungizid von Bayer CropScience, das speziell für den breiten Einsatz in Getreide, Mais und Raps entwickelt wurde. Durch die Kombination zweier bewährter Triazol-Wirkstoffe bietet das Pflanzenschutzmittel einen hervorragenden Schutz vor einer Vielzahl wirtschaftlich bedeutender Schaderreger. Die flüssige Formulierung sorgt für eine schnelle Aufnahme und eine gleichmäßige Verteilung in der Kultur, was eine langanhaltende Schutzwirkung garantiert.

Das Wirkungsspektrum umfasst wichtige pilzliche Schaderreger wie Rostpilze (Gelb-, Braun- und Zwergrost), Septoria-Blattdürre, DTR-Blattdürre sowie Netzflecken und Rhynchosporium-Blattflecken in Getreide. Darüber hinaus zeigt SYMPARA eine starke Wirkung gegen Sclerotinia sclerotiorum im Raps sowie gegen ertragsmindernde Fusarium-Arten, was es zu einem flexiblen Baustein in deiner Pflanzenschutzstrategie macht.

Wirkstoffe

Prothioconazol
125 g/L · Wirkstoff
Tebuconazol
125 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die Wirkung von SYMPARA basiert auf den beiden aktiven Wirkstoffen Prothioconazol und Tebuconazol. Beide gehören zur chemischen Klasse der Triazole (FRAC-Gruppe 3, Demethylierungs-Inhibitoren / DMI). Sie greifen gezielt in die Biosynthese von Ergosterol ein, einem essenziellen Baustein der Pilzzellmembran. Durch die Hemmung des Enzyms Sterol-14α-Demethylase wird der Aufbau funktionsfähiger Zellmembranen im Pilz gestört, was das Myzelwachstum stoppt und letztlich zum Absterben des Schaderregers führt. Dank der systemischen Eigenschaften werden die Wirkstoffe nach der Anwendung rasch von den grünen Pflanzenteilen aufgenommen und akropetal (mit dem Saftstrom nach oben) in der Kultur verteilt. Dies gewährleistet sowohl eine präventive Schutzwirkung gegen neu anfliegende Sporen als auch eine kurative Wirkung, indem bereits bestehende, unsichtbare Infektionen im Gewebe gestoppt werden.

Resistenzmanagement

Da beide Wirkstoffe in SYMPARA zur FRAC-Gruppe 3 gehören, ist ein konsequentes Resistenzmanagement unerlässlich, um die langfristige Wirksamkeit zu sichern. Du solltest dieses Pflanzenschutzmittel im Rahmen einer Spritzfolge abwechselnd mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen einsetzen, beispielsweise mit Carboxamiden (SDHI) oder Strobilurinen. Vermeide wiederholte Solo-Anwendungen von DMIs in derselben Saison und halte dich stets an die empfohlenen Aufwandmengen, um die Selektion resistenter Pilzstämme zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

SYMPARA zeichnet sich durch eine gute physikalische und biologische Mischbarkeit mit gängigen Herbiziden, Insektiziden, Wachstumsreglern und Blattdüngern aus. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du jedoch stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine kleine Mischprobe (Kübeltest) durchführen. Achte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und vermeide Mischungen unter extremen Witterungsbedingungen wie starker Hitze oder Frostgefahr, um die Kulturverträglichkeit nicht zu gefährden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit SYMPARA ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, obligatorisch. Um Nichtzielorganismen und die Umwelt zu schonen, solltest du Abdrift auf angrenzende Flächen und Gewässer strikt vermeiden. Da keine spezifische Bieneneinstufung vorliegt, gilt die allgemeine Vorsichtsmaßnahme: Wende das Mittel nicht an blühenden Kulturen oder an Orten an, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind. Verlege die Behandlung vorzugsweise in die späten Abendstunden, wenn der Bienenflug beendet ist.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WeizenBraunrost (Puccinia recondita)25–691 LITER_PER_HECTARE—
RoggenEchter Mehltau (Erysiphe graminis)25–611 LITER_PER_HECTARE—
RoggenBlattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis)25–611 LITER_PER_HECTARE—
WeizenEchter Mehltau (Erysiphe graminis)25–611 LITER_PER_HECTARE—
GersteMinderung nichtparasitärer Blattflecken37–611 LITER_PER_HECTARE—
WeizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)25–611 LITER_PER_HECTARE—
WeizenDTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repentis)25–611 LITER_PER_HECTARE—
GersteBlattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis)25–611 LITER_PER_HECTARE—
RoggenBraunrost (Puccinia recondita)25–691 LITER_PER_HECTARE—
GersteZwergrost (Puccinia hordei)25–611 LITER_PER_HECTARE—
WeizenGelbrost (Puccinia striiformis)25–611 LITER_PER_HECTARE—
MaisFusarium-Arten33–691 LITER_PER_HECTARE—
GersteNetzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres)25–611 LITER_PER_HECTARE—
RapsSclerotinia sclerotiorum—1 LITER_PER_HECTARE—
GersteEchter Mehltau (Erysiphe graminis)25–611 LITER_PER_HECTARE—
WeizenFusarium-Arten61–691 LITER_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung gegen Fusarium in Getreide?

Um Fusarium-Arten effektiv zu bekämpfen, solltest du die Behandlung gezielt während der Blüte (BBCH-Stadium 59 bis 69) durchführen. Eine Applikation in diesem engen Zeitfenster schützt die Ähre direkt vor Infektionen, die besonders bei feucht-warmer Witterung während der Blüte auftreten.

Kann ich SYMPARA auch zur Minderung von nichtparasitären Blattflecken einsetzen?

Ja, das Produkt ist offiziell für die Minderung nichtparasitärer Blattflecken (z. B. physiologische Flecken in Gerste) zugelassen. Die physiologische Vitalisierung durch die Wirkstoffe hilft der Kultur, oxidativen Stress besser zu bewältigen, wodurch das Auftreten dieser Flecken reduziert wird.

Wie verhält sich SYMPARA bei kühlen Temperaturen im Frühjahr?

Die systemische Wirkung setzt ein, sobald die Kultur aktiv wächst (meist ab ca. 8–10 °C). Bei sehr kühlen Temperaturen verzögert sich die Aufnahme und Verteilung in der Kultur. Warte daher für eine optimale Wirkung auf milde, wüchsige Tage ohne Nachtfrostgefahr.

Warum ist die Kombination aus Prothioconazol und Tebuconazol so vorteilhaft?

Die beiden Wirkstoffe ergänzen sich perfekt in ihrem Wirkungsspektrum und ihrer Dynamik. Während Tebuconazol eine sehr schnelle Initialwirkung (Stopp-Effekt) zeigt, sorgt Prothioconazol für eine hervorragende Dauerwirkung und eine breite Absicherung gegen schwierige Schaderreger wie Septoria und Fusarium.

Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech weitere zugelassene Produkte für meine Kultur?

Nutze einfach die Such- und Filterfunktion auf unserer Plattform. Du kannst gezielt nach deiner Kultur (z. B. Winterweizen oder Raps) und dem spezifischen Schaderreger filtern, um eine Übersicht aller in Deutschland registrierten Pflanzenschutzmittel und deren Anwendungsbestimmungen zu erhalten.

Was muss ich bei der Anwendung in Raps gegen Sclerotinia beachten?

Die Behandlung gegen Sclerotinia (Weißstängeligkeit) im Raps sollte idealerweise zur Vollblüte (BBCH-Stadium 65) erfolgen. Achte auf eine gute Benetzung der gesamten Kultur, damit die herabfallenden Blütenblätter, die als Nährboden für den Pilz dienen, optimal mit dem Wirkstoffdepot in Kontakt kommen.