Successor T
Successor T ist ein bewährtes, boden- und blattwirksames Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern und Ungräsern, insbesondere der Hühnerhirse, im Maisanbau. Als Suspensionskonzentrat (SC) formuliert, kombiniert das Pflanzenschutzmittel zwei komplementäre Wirkstoffe, um eine breite und langanhaltende Wirkung im frühen Nachauflauf zu gewährleisten.
Durch die geschickte Kombination der Wirkstoffe erfasst das Mittel sowohl keimende als auch bereits aufgelaufene Schaderreger im frühen Entwicklungsstadium der Kultur. Dies macht es zu einem wichtigen Baustein für ein sauberes Feld in der kritischen Jugendentwicklung des Maises, in der die Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe besonders ertragsentscheidend ist.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Die Wirkung von Successor T basiert auf zwei unterschiedlichen biochemischen Mechanismen. Der Wirkstoff Pethoxamid gehört zur HRAC-Gruppe 15 (ehemals K3) und hemmt die Synthese von sehr langkettigen Fettsäuren (VLCFA). Dies stört die Zellteilung und das Streckungswachstum im Keimling, wodurch empfindliche Ungräser und Unkräuter bereits vor oder kurz nach dem Durchstoßen der Bodenoberfläche absterben. Terbuthylazin ergänzt dieses Spektrum als Wirkstoff der HRAC-Gruppe 5 (ehemals C1). Es blockiert den Elektronentransport im Photosystem II der Pflanzen, was zu einer Hemmung der Photosynthese und zur Bildung schädlicher Sauerstoffradikale führt. Die betroffenen Unkräuter zeigen rasch Chlorosen und sterben schließlich ab. Die Kombination beider Wirkmechanismen sorgt für eine hervorragende Synergie über Boden und Blatt.
Resistenzmanagement
Um der Entstehung von Resistenzen wirksam vorzubeugen, solltest du Successor T im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzkonzepts einsetzen. Da das Mittel Wirkstoffe aus zwei unterschiedlichen HRAC-Gruppen (15 und 5) kombiniert, ist das inhärente Resistenzrisiko bereits minimiert. Dennoch empfiehlt es sich, in der Fruchtfolge auch Herbizide mit anderen Wirkmechanismen abzuwechseln und mechanische Regulierungsmaßnahmen zu integrieren, um den Selektionsdruck auf Schaderreger wie die Hühnerhirse dauerhaft niedrig zu halten.
Mischbarkeit & Tankmischung
Successor T zeichnet sich durch eine gute physikalische und chemische Mischbarkeit mit vielen gängigen Maisherbiziden und Blattdüngern aus. Bei geplanten Tankmischungen solltest du stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine kleine Mischprobe auf physikalische Verträglichkeit durchführen. Achte auf eine ausreichende Wassermenge und vermeide Behandlungen bei extremer Hitze oder starker Sonneneinstrahlung, um die Kulturverträglichkeit zu maximieren.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, unerlässlich. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern Anwendungen grundsätzlich nicht in blühende Bestände oder an Orten durchführen, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind; weiche vorzugsweise auf die Abendstunden aus. Um Einträge in Oberflächengewässer und empfindliche Saumbiotope zu vermeiden, sind die allgemeinen Abstandsauflagen und der Einsatz driftmindernder Technik strikt einzuhalten.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Mais | Hühnerhirse, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 10–14 | 4 LITER_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von Successor T im Mais?
Der beste Behandlungszeitraum liegt im frühen Nachauflauf der Kultur zwischen den BBCH-Stadien 10 (Erstarken des Keimlings) und 14 (4-Blatt-Stadium). Zu diesem Zeitpunkt sind auch die meisten Unkräuter und die Hühnerhirse im empfindlichsten Keimblatt- bis frühen Laubblattstadium, was die höchste biologische Wirksamkeit garantiert.
Welche Bodenbedingungen begünstigen die Wirkung des Mittels?
Da Pethoxamid und Terbuthylazin zu einem wesentlichen Teil über den Boden aufgenommen werden, ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit zum Anwendungszeitpunkt oder kurz danach ideal. Ein feuchtes, feinkrümeliges Saatbett sorgt dafür, dass sich der Wirkstofffilm gleichmäßig verteilt und von den keimenden Schaderregern optimal aufgenommen werden kann.
Kann ich Successor T auch auf sehr leichten oder sandigen Böden einsetzen?
Ja, der Einsatz ist generell möglich, allerdings solltest du auf extrem leichten, sandigen Böden mit geringem Humusgehalt vorsichtig dosieren und auf ausreichende Kulturverträglichkeit achten. Bei Starkregen kurz nach der Anwendung auf solchen Böden besteht das Risiko, dass Wirkstoffe in die Wurzelzone des Maises eingewaschen werden, was zu vorübergehenden Aufhellungen führen kann.
Wie verhalte ich mich bei der Nachbauplanung nach dem Einsatz von Successor T?
Nach dem regulären Anbau von Mais im selben Kalenderjahr gibt es für die üblichen Folgekulturen im Herbst (wie Wintergetreide) in der Regel keine Einschränkungen, sofern vor der Einsaat eine gründliche Bodenbearbeitung (z. B. Pflügen) stattfindet. Bei vorzeitigem Umbruch der Kultur solltest du dich an die spezifischen Richtlinien halten, um Schäden an der Folgekultur zu vermeiden.
Warum ist die Kombination der beiden Wirkstoffe in Successor T so vorteilhaft?
Die Kombination aus Pethoxamid und Terbuthylazin bietet dir ein breites Wirkungsspektrum, das sowohl Gräser (wie Hühnerhirse) als auch zweikeimblättrige Unkräuter erfasst. Zudem verringert die Nutzung zweier unterschiedlicher Wirkmechanismen (HRAC 15 und HRAC 5) das Risiko von Resistenzbildungen erheblich und sorgt für eine verlässliche Dauerwirkung über den Boden.
Wie finde ich im Agronomy-Hub weitere zugelassene Produkte gegen Hühnerhirse?
Du kannst im Hub gezielt nach dem Schaderreger „Hühnerhirse“ filtern und die Suche auf die Kultur „Mais“ einschränken. Dort werden dir alle aktuell in Deutschland zugelassenen Pflanzenschutzmittel inklusive ihrer Wirkstoffe und Anwendungsbestimmungen übersichtlich angezeigt, sodass du deine Spritzfolge optimal planen kannst.