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Sonstige · Evergreen Garden Care

Substral 3in1 Komplett-Rasendünger

BVL Zul.-Nr. 008468-00

Substral 3in1 Komplett-Rasendünger ist eine etablierte Systemlösung für die anspruchsvolle Rasenpflege im Haus- und Kleingartenbereich. Das Produkt kombiniert eine hochwertige Rasendüngung mit einer gezielten Herbizidwirkung gegen zweikeimblättrige Unkräuter und einer hocheffizienten Moosbekämpfung. Als Granulat formuliert, ermöglicht es eine gleichmäßige Ausbringung von Nährstoffen und Wirkstoffen in einem einzigen Arbeitsgang, was den Pflegeaufwand erheblich reduziert.

Die Kombination aus drei bewährten herbiziden Wirkstoffen deckt ein breites Spektrum an typischen Rasenunkräutern ab, darunter Löwenzahn, Klee-Arten und Wegerich. Gleichzeitig sorgt der hohe Anteil an Eisen-II-sulfat für eine schnelle Austrocknung und Verfärbung von Moosnestern, während der enthaltene Dünger die Regeneration und das Schließen der entstandenen Lücken in der Kultur beschleunigt.

Wirkstoffe

2,4-D
2.14 g/kg · Wirkstoff
Dicamba
0.86 g/kg · Wirkstoff
Eisen-II-sulfat
182 g/kg · Wirkstoff
Fluroxypyr
0.82 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die im Pflanzenschutzmittel enthaltenen herbiziden Wirkstoffe 2,4-D, Dicamba und Fluroxypyr gehören zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine). Sie imitieren das pflanzliche Wachstumshormon Indol-3-essigsäure. Nach der Aufnahme über das Blatt und die Wurzel kommt es in den zweikeimblättrigen Unkräutern zu einem unkontrollierten, übermäßigen Wachstum, das schließlich zum Zusammenbruch des Leitgewebes und zum Absterben der Schaderreger führt. Da einkeimblättrige Gräser diese Wirkstoffe metabolisch abbauen können, bleibt die Kultur unbeschädigt. Der Wirkstoff Eisen-II-sulfat wirkt primär kontaktaktiv auf Moose. Durch den direkten Kontakt entzieht das Salz den Mooszellen Wasser (Plasmolyse) und führt zu einer schnellen Oxidation der Zellstrukturen. Das Moos stirbt ab, verfärbt sich schwarz und kann anschließend leicht mechanisch entfernt werden. Gleichzeitig dient das Eisen als wichtiger Mikronährstoff, der die Chlorophyllbildung im Rasen anregt und für ein sattes Grün sorgt.

Resistenzmanagement

Um einer Resistenzbildung bei zweikeimblättrigen Unkräutern vorzubeugen, nutzt dieses Pflanzenschutzmittel eine Kombination aus drei verschiedenen Wirkstoffen der HRAC-Gruppe 4, die an unterschiedlichen Rezeptoren des Auxin-Signalwegs ansetzen. Da es sich um eine Fertigmischung handelt, ist das Risiko einer Selektion resistenter Biotypen bereits minimiert. Dennoch solltest du die Anwendung auf maximal eine Behandlung pro Saison beschränken und in den Folgejahren bei Bedarf mechanische Maßnahmen oder Herbizide mit anderem Wirkungsmechanismus integrieren, um die langfristige Wirksamkeit der synthetischen Auxine zu sichern.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da es sich bei diesem Pflanzenschutzmittel um ein festes Granulat handelt, ist eine klassische Tankmischung in einer Feldspritze nicht vorgesehen und technisch nicht durchführbar. Das Produkt sollte ausschließlich trocken mit einem geeigneten Streuwagen oder per Hand ausgebracht werden. Achte darauf, das Granulat nicht mit flüssigen Pflanzenschutzmitteln oder anderen Düngemitteln im Streubehälter zu vermischen, um Entmischungen und ungleichmäßige Applikationen zu vermeiden. Für eine optimale Wirkung sollte die Anwendung auf taufeuchtem Rasen erfolgen, gefolgt von einer Beregnung nach ein bis zwei Tagen, falls kein Regen fällt.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Granulat solltest du die übliche persönliche Schutzausrüstung tragen, insbesondere Schutzhandschuhe und festes Schuhwerk, um direkten Hautkontakt zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährlichkeitsklasse angegeben ist, gilt die allgemeine Vorsichtsmaßnahme, das Produkt nicht auf blühende Unkräuter auszubringen; mähe die Kultur am besten vor der Anwendung, um blühende Blütenstände zu entfernen und Bienen zu schützen. Vermeide zudem jeglichen Eintrag in Oberflächengewässer oder angrenzende Beete, da die enthaltenen Herbizide und das Eisen-II-sulfat aquatische Organismen sowie empfindliche Zierpflanzen schädigen können.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenMoose, Zweikeimblättrige Unkräuter—35 GRAM_PER_SQUARE_METER—

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt im Jahr, um das Produkt auf deinem Rasen auszubringen?

Die Anwendung ist während der gesamten Vegetationsperiode von Frühjahr bis Herbst bei wüchsigem Wetter optimal. Achte darauf, dass die Temperaturen konstant über 10 °C liegen, da die herbiziden Wirkstoffe bei aktivem Stoffwechsel der Unkräuter deutlich besser aufgenommen und transportiert werden.

Wie bereitest du deinen Rasen optimal auf die Behandlung vor?

Mähe deinen Rasen etwa drei bis vier Tage vor der geplanten Anwendung. Dadurch haben die Unkräuter genügend Blattfläche regeneriert, um die Wirkstoffe optimal aufzunehmen. Der Rasen sollte bei der Ausbringung taufeucht sein, damit das Granulat gut an den Blättern der Schaderreger haften bleibt.

Was musst du bezüglich der Bewässerung nach der Ausbringung beachten?

Nach der Anwendung sollte es mindestens 24 Stunden lang nicht regnen, und du solltest den Rasen in dieser Zeit auch nicht künstlich beregnen, damit die Wirkstoffe nicht von den Unkrautblättern abgewaschen werden. Nach etwa zwei Tagen ist eine kräftige Bewässerung jedoch ratsam, um die Düngerkomponenten in den Boden einzuspülen.

Wann darfst du den Rasen nach der Anwendung wieder betreten oder mähen?

Betrete den Rasen erst wieder, wenn das Granulat durch Regen oder Bewässerung vollständig in die Grasnarbe eingespült wurde und die Oberfläche abgetrocknet ist. Mit dem nächsten Rasenmähen solltest du mindestens sieben Tage warten, um den Unkräutern genügend Zeit zu geben, die systemischen Wirkstoffe bis in die Wurzeln zu transportieren.

Wie gehst du mit dem anfallenden Schnittgut nach der Behandlung um?

Das Schnittgut der ersten beiden Schnitte nach der Anwendung sollte nicht zum Mulchen verwendet und nicht auf den Kompost gegeben werden. Die enthaltenen Herbizidrückstände könnten sich dort nur langsam abbauen und empfindliche Kulturen im Garten schädigen, wenn du den Kompost später dort ausbringst.

Was passiert, wenn das Granulat versehentlich auf deine Terrassenplatten oder Gehwege gelangt?

Da das Produkt Eisen-II-sulfat enthält, führt Feuchtigkeit auf Stein-, Beton- oder Holzplatten sofort zu rostbraunen Flecken. Kehre versehentlich verstreutes Granulat daher umgehend trocken ab und vermeide es, das Produkt bei Wind in der Nähe von gepflasterten Flächen auszubringen.