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Sonstige · STEFES GmbH

STEMAT

BVL Zul.-Nr. 006766-60

STEMAT von STEFES GmbH ist ein bewährtes, selektives Herbizid zur gezielten Bekämpfung von wichtigen breitblättrigen Unkräutern in Rübenkulturen (Zuckerrüben und Futterrüben). Als flüssiges Suspensionskonzentrat (SC) formuliert, lässt sich das Pflanzenschutzmittel hervorragend dosieren und gleichmäßig im Spritztank verteilen. Es bildet das Fundament für ein sauberes Feld in der kritischen frühen Entwicklungsphase der Kulturen.

Der Fokus der Wirkung liegt auf schwer bekämpfbaren Unkrautarten, die in Rübenbeständen rasch die Oberhand gewinnen können. Durch die gezielte Formulierung wird eine hohe Kulturverträglichkeit gewährleistet, während gleichzeitig empfindliche Schaderreger im Keimblatt- bis frühen Laubblattstadium effektiv erfasst werden. Dies macht STEMAT zu einem unverzichtbaren Baustein im modernen Rübenanbau.

Wirkstoffe

Ethofumesat
500 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Ethofumesat gehört zur HRAC-Gruppe 15 (ehemals Gruppe N) und wirkt als Hemmstoff der Biosynthese von Lipiden und sehr langkettigen Fettsäuren (VLCFA). Dies führt zu einer Störung der Zellteilung und verhindert die ordnungsgemäße Ausbildung der schützenden Wachsschicht (Kutikula) bei den auflaufenden Unkräutern. Die Aufnahme erfolgt sowohl über die Wurzeln als auch über die Sprossachse (Hypokotyl) der keimenden Unkräuter, weniger über die Blätter. Dadurch entfaltet STEMAT eine hervorragende Bodenwirkung, die auch nachfolgende Unkrautwellen unterdrückt. Die betroffenen Schaderreger zeigen typische Symptome wie Wachstumsstopp, Deformationen der Blätter und sterben schließlich ab.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen wirksam vorzubeugen, solltest du STEMAT stets im Rahmen eines integrierten Unkrautmanagements einsetzen. Da Ethofumesat einen spezifischen Wirkungsmechanismus besitzt, empfiehlt sich der wechselnde Einsatz oder die Kombination mit Herbiziden anderer HRAC-Klassen (wie z. B. HRAC-Gruppe 5). Achte darauf, die maximale Anzahl der Anwendungen pro Saison nicht zu überschreiten und mechanische Maßnahmen zur Unkrautregulierung in deine Strategie einzubeziehen.

Mischbarkeit & Tankmischung

STEMAT zeichnet sich durch eine sehr gute Mischbarkeit mit anderen rübenspezifischen Herbiziden aus, insbesondere mit Produkten auf Basis von Metamitron oder Phenmedipham. Bei der Herstellung von Tankmischungen solltest du stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe durchführen. Verwende ausreichend Wasser und achte auf eine gleichmäßige Benetzung, wobei der Zusatz von geeigneten Formulierungshilfsmitteln (Adjuvantien) die Benetzung und Wirkstoffaufnahme bei ungünstigen Witterungsbedingungen optimieren kann.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit STEMAT ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug und Schutzhandschuhen, für den Anwenderschutz obligatorisch. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern vorsorglich Anwendungen in blühenden Beständen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, vermeiden und die Behandlung vorzugsweise in den Abendstunden durchführen. Um Einträge in Oberflächengewässer und Schäden an Nichtzielorganismen zu verhindern, sind Abdriften auf angrenzende Flächen strikt zu minimieren und die allgemeinen Gewässerschutzauflagen einzuhalten.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
FutterrübeKletten-Labkraut, Vogel-Sternmiere10–180.66 LITER_PER_HECTARE—
ZuckerrübeKletten-Labkraut, Vogel-Sternmiere10–180.66 LITER_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von STEMAT in meinen Rüben?

Der beste Anwendungszeitraum liegt in den frühen Entwicklungsstadien der Rübenkulturen zwischen BBCH 10 (Keimblattstadium) und BBCH 18 (8-Laubblattstadium). Da der Wirkstoff Ethofumesat vor allem über den Boden und die Wurzeln keimender Unkräuter aufgenommen wird, solltest du die Behandlung durchführen, wenn die Zielunkräuter gerade auflaufen oder sich im sehr frühen Keimblattstadium befinden.

Wie wirkt sich die Bodenfeuchtigkeit auf die Effizienz von STEMAT aus?

Da Ethofumesat ein Bodenwirkstoff ist, ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit für eine optimale Wirkung entscheidend. Feuchte Bodenverhältnisse aktivieren den Wirkstofffilm im Boden, sodass dieser von den Wurzeln und dem Hypokotyl der keimenden Unkräuter wie Kletten-Labkraut besser aufgenommen werden kann. Bei extremer Trockenheit kann die Wirkung verzögert oder vermindert sein.

Kann ich STEMAT mit anderen Herbiziden in einer Spritzfolge kombinieren?

Ja, im Rübenanbau ist die Kombination in sogenannten Spritzfolgen (NAK - Nachauflaufbekämpfung) absolut üblich und ratsam. Durch die Kombination mit Partnern, die andere Wirkmechanismen besitzen, erweiterst du das Wirkungsspektrum auf weitere Unkrautarten und betreibst gleichzeitig ein aktives Resistenzmanagement.

Warum ist STEMAT besonders effektiv gegen Kletten-Labkraut?

Kletten-Labkraut gehört zu den Schaderregern, die sehr empfindlich auf den Wirkstoff Ethofumesat reagieren. Der Wirkstoff stört die Kutikulabildung des Unkrauts im frühesten Stadium, was zu einer schnellen Austrocknung und zum Absterben der Keimlinge führt. Durch die langanhaltende Bodenwirkung werden auch spät keimende Wellen des Kletten-Labkrauts effektiv unterdrückt.

Was muss ich bezüglich der Wartezeit (PHI) bei STEMAT beachten?

Für STEMAT ist die Wartezeit durch die Anwendungsbedingungen und die Vegetationszeit abgedeckt (F-Wartezeit). Da die Anwendung sehr früh in der Entwicklung der Kulturen (bis BBCH 18) erfolgt, verbleibt bis zur Ernte der Zuckerrüben oder Futterrüben genügend Zeit, sodass keine spezifische Wartezeit in Tagen eingehalten werden muss.

Wie verhalte ich mich, wenn nach der Anwendung starker Regen angekündigt ist?

Leichter bis mäßiger Regen nach der Anwendung ist vorteilhaft, da er den Wirkstoff in die obere Bodenschicht einwäscht, wo die Unkräuter keimen. Extrem starke Niederschläge direkt nach der Spritzung solltest du jedoch vermeiden, da dies zu einer Verlagerung des Wirkstoffs aus der Keimzone oder zu Abschwemmungen führen kann, was die Kulturverträglichkeit beeinträchtigen könnte.