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Sonstige · GLOBACHEM NV

Starinta

BVL Zul.-Nr. 00B565-00

Starinta ist ein hochmodernes, leistungsstarkes Fungizid zur gezielten Bekämpfung von ertragsmindernden Blattkrankheiten in einer Vielzahl von Getreidekulturen. Als flüssige Formulierung konzipiert, bietet das Pflanzenschutzmittel einen hervorragenden Schutz für Kulturen wie Weizen, Gerste, Roggen, Dinkel und Triticale. Es ist die ideale Wahl für Landwirte, die ihre Bestände in den kritischen Ertragsbildungsphasen gesund erhalten wollen.

Das Wirkungsspektrum von Starinta konzentriert sich auf die bedeutendsten pilzlichen Schaderreger im Getreidebau, insbesondere die Septoria-Blattdürre (Septoria tritici), weitere Septoria-Arten sowie Rhynchosporium secalis. Durch die schnelle Aufnahme und die gleichmäßige Verteilung im Blattgewebe schützt das Produkt die oberen Blattetagen und das Fahnenblatt, was die Photosyntheseleistung maximiert und die Kornfüllungsphase optimal absichert.

Mit seiner robusten Formulierung sorgt Starinta für eine exzellente Regenfestigkeit und eine langanhaltende Depotwirkung auf der Blattoberfläche. Es lässt sich flexibel in bestehende Pflanzenschutzstrategien integrieren und bildet ein stabiles Fundament für gesunde, ertragsstarke Getreidebestände vom Schossen bis zum Beginn der Blüte.

Wirkstoffe

Bixafen
125 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Starinta enthaltene Wirkstoff Bixafen gehört zur chemischen Klasse der Carboxamide (SDHI – Succinat-Dehydrogenase-Inhibitoren) und ist in die FRAC-Gruppe 7 eingestuft. Bixafen greift gezielt in den Atmungsprozess der Pilzzellen ein. Es blockiert den Komplex II der mitochondrialen Atmungskette (Succinat-Dehydrogenase), wodurch die Energieproduktion (ATP-Synthese) des Schaderregers zum Erliegen kommt. Dies führt zu einer schnellen Hemmung des Keimschlauchwachstums, der Appressorienbildung und des Myzelwachstums der Schadpilze. Dank seiner ausgeprägten systemischen und translaminaren Eigenschaften verteilt sich der Wirkstoff nach der Anwendung gleichmäßig im Blattgewebe und schützt somit auch neu zuwachsende Pflanzenteile langanhaltend vor einer Infektion.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen vorzubeugen, solltest du Starinta stets im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzkonzepts einsetzen. Da Bixafen als SDHI-Fungizid (FRAC-Gruppe 7) ein spezifisches Resistenzrisiko aufweist, ist eine strikte Wirkstoffrotation unerlässlich. Kombiniere Starinta in Spritzfolgen mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen, wie beispielsweise Triazolen (DMI, FRAC-Gruppe 3) oder Strobilurinen (QoI, FRAC-Gruppe 11), und halte dich an die empfohlenen maximalen Aufwandmengen und Anwendungshäufigkeiten pro Saison.

Mischbarkeit & Tankmischung

Starinta zeichnet sich durch eine gute physikalische und biologische Mischbarkeit mit gängigen Herbiziden, Insektiziden, Wachstumsreglern und Blattdüngern aus, die in den entsprechenden BBCH-Stadien der Getreidekulturen eingesetzt werden. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine kleine Mischprobe auf physikalische Stabilität durchführen. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität und vermeide extreme Spritzbrühtemperaturen sowie die Anwendung bei starker Sonneneinstrahlung oder anhaltender Trockenheit, um die Kulturverträglichkeit zu maximieren.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Starinta ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, während der Anmischung und Ausbringung obligatorisch. Zum Schutz von Bestäubern und Nützlingen solltest du die Anwendung generell nicht in blühende Bestände oder an Orten durchführen, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind; weiche hierzu vorzugsweise auf die Abendstunden aus. Um Einträge in Oberflächengewässer und empfindliche Saumbiotope zu vermeiden, sind die allgemeinen Abstandsauflagen und der Einsatz abdriftmindernder Technik bei der Behandlung strikt einzuhalten.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
DinkelSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)30–611 LITER_PER_HECTARE—
WintertriticaleRhynchosporium secalis, Septoria-Arten (Septoria spp.)30–611 LITER_PER_HECTARE—
WinterroggenRhynchosporium secalis30–611 LITER_PER_HECTARE—
SommergersteRhynchosporium secalis30–611 LITER_PER_HECTARE—
WintergersteRhynchosporium secalis30–611 LITER_PER_HECTARE—
WinterhartweizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)30–611 LITER_PER_HECTARE—
WinterweichweizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)30–611 LITER_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit Starinta im Getreide?

Der optimale Anwendungszeitraum liegt zwischen dem Beginn des Schossens (BBCH 30) und dem Beginn der Blüte (BBCH 61). Um die maximale Wirkung zu erzielen, solltest du Starinta präventiv ausbringen, sobald erste Infektionsbedingungen für Septoria-Arten oder Rhynchosporium vorliegen, idealerweise zum Schutz der ertragsentscheidenden oberen Blätter im Fahnenblattstadium.

Kann ich Starinta auch in Sommergerste gegen Rhynchosporium einsetzen?

Ja, Starinta ist für den Einsatz in Sommergerste zugelassen. Gerade bei feucht-kühler Witterung im Frühjahr, die Infektionen mit Rhynchosporium secalis begünstigt, schützt eine rechtzeitige Behandlung die Bestände effektiv vor Blattverlusten und sichert die Kornqualität.

Wie verhält sich Starinta bei unbeständigem Wetter nach der Spritzung?

Dank seiner modernen Formulierung haftet der Wirkstoff Bixafen schnell auf der Wachsschicht des Blattes an. Starinta ist bereits kurze Zeit nach dem Antrocknen des Spritzbelags regenfest, sodass auch nachfolgende Niederschläge die langanhaltende Schutzwirkung nicht beeinträchtigen.

Warum ist der Wirkstoff Bixafen so effektiv gegen Septoria-Blattdürre?

Bixafen blockiert als SDHI-Fungizid die Energieproduktion der Pilzzellen im Komplex II der Atmungskette. Da es stark präventiv wirkt und sich translaminar sowie systemisch im Blatt verteilt, verhindert es die Sporenkeimung und das Eindringen des Pilzes in das Gewebe von Septoria tritici äußerst zuverlässig.

Was muss ich beim Ansetzen der Spritzbrühe mit Starinta beachten?

Befülle den Spritztank zunächst zu zwei Dritteln mit sauberem Wasser und schalte das Rührwerk ein. Gib dann die erforderliche Menge Starinta langsam hinzu. Falls du Mischpartner wie Wachstumsregler oder Triazole verwendest, füge diese nacheinander hinzu und lasse sie sich vollständig auflösen, bevor du den Tank ganz auffüllst. Die Spritzbrühe sollte zeitnah ausgebracht werden.