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Sonstige · BASF SE

Sirena EC

BVL Zul.-Nr. 024487-62

Sirena EC von BASF ist ein bewährtes Pflanzenschutzmittel auf Basis des systemischen Wirkstoffs Metconazol (60 g/l). Formuliert als emulgierbares Konzentrat (EC), zeichnet sich das Produkt durch eine hervorragende Benetzung und schnelle Aufnahme in das Pflanzengewebe aus. Es wird im Ackerbau vor allem zur Bekämpfung eines breiten Spektrums von Pilzkrankheiten (Schaderregern) sowie zur Wachstumsregulierung eingesetzt.

Durch die systemischen Eigenschaften verteilt sich der Wirkstoff nach der Anwendung gleichmäßig in der Kultur. Dies sorgt für einen zuverlässigen Schutz vor wirtschaftlich bedeutenden Pilzerkrankungen wie Rostpilzen, Septoria-Arten oder Phoma. Gleichzeitig unterstützt die einkürzende Wirkung die Standfestigkeit der Kulturen, insbesondere im Rapsanbau, was das Risiko von Lagerbildung minimiert.

Dank der flexiblen Formulierung lässt sich Sirena EC hervorragend in bestehende Pflanzenschutzstrategien integrieren. Es bietet Landwirten eine verlässliche Lösung, um die Vitalität ihrer Kulturen in kritischen Wachstumsphasen zu sichern und das Ertragspotenzial voll auszuschöpfen.

Wirkstoffe

Metconazol
60 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Metconazol gehört zur chemischen Gruppe der Triazole und ist in die FRAC-Gruppe 3 (DMI-Fungizide / Demethylierungs-Inhibitoren) eingestuft. Er greift gezielt in die Sterolbiosynthese der Pilzzellen ein, indem er die C14-Demethylase blockiert. Dies verhindert die Bildung von Ergosterol, einem essenziellen Bestandteil der pilzlichen Zellmembran. Ohne Ergosterol verliert die Membran ihre Stabilität und Funktion, was letztlich zum Absterben des Schaderregers führt. Metconazol wirkt sowohl protektiv (vorbeugend) als auch kurativ (heilend). Nach der Anwendung dringt der Wirkstoff rasch in die Kutikula ein und wird akropetal – also mit dem Saftstrom nach oben – in der Kultur verteilt. Dadurch werden auch neu zuwachsende Pflanzenteile geschützt und bereits im Gewebe etablierte Pilzinfektionen effektiv gestoppt.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen vorzubeugen, solltest du Sirena EC stets im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzkonzepts einsetzen. Vermeide aufeinanderfolgende Anwendungen von reinen Triazolen (FRAC-Gruppe 3) auf derselben Fläche. Kombiniere oder wechsle das Pflanzenschutzmittel stattdessen mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen, wie beispielsweise Strobilurinen (FRAC-Gruppe 11) oder Carboxamiden (SDHI, FRAC-Gruppe 7). Halte dich zudem strikt an die empfohlenen Aufwandmengen und spritze nicht in bereits stark geschädigte Bestände, um den Selektionsdruck auf die Schaderreger zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Sirena EC ist im Allgemeinen gut mit gängigen Herbiziden, Insektiziden und Blattdüngern mischbar. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du jedoch stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe in einem kleinen Gefäß durchführen. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität (idealerweise weiches bis mittelschweres Wasser) und vermeide extreme pH-Werte der Spritzbrühe. Die Anwendung sollte bei windstillem, bewölktem Wetter oder in den kühleren Abendstunden erfolgen, um Verdunstungsverluste zu minimieren und die Kulturverträglichkeit zu maximieren.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Sirena EC ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, unerlässlich. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse im Datenblatt hinterlegt ist, gilt die allgemeine agronomische Vorsichtsmaßnahme: Behandle blühende Kulturen oder Bereiche, in denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, vorzugsweise in den späten Abendstunden nach dem täglichen Bienenflug. Um aquatische Organismen und Bodenlebewesen zu schonen, sind Abdriften auf angrenzende Gewässer oder Saumstrukturen durch den Einsatz abdriftmindernder Technik und die Einhaltung angemessener Abstände strikt zu vermeiden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
—Allgemein—0 GRAM_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wie wirkt Sirena EC auf das Wachstum der Kultur?

Neben der fungiziden Wirkung besitzt der Wirkstoff Metconazol eine wachstumsregulierende Eigenschaft. Er hemmt die Biosynthese von Gibberellinen in der Kultur, was zu einem kompakteren Wuchs, einer verbesserten Standfestigkeit und einer tieferen Einwurzelung führt – besonders vorteilhaft im Raps vor dem Winter.

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Behandlung mit Sirena EC?

Der optimale Anwendungszeitpunkt richtet sich nach dem Auftreten der ersten Infektionsanzeichen oder den regionalen Warndienstaufrufen. Für die wachstumsregulierende Wirkung im Raps empfiehlt sich die Behandlung im Herbst im BBCH-Stadium 14 bis 16 oder im Frühjahr zu Beginn des Schossens.

Kann ich Sirena EC bei Frostgefahr anwenden?

Nein, du solltest Sirena EC nicht bei Frost oder unmittelbar vor zu erwartenden Nachtfrösten spritzen. Die Kultur sollte sich im aktiven Wachstum befinden, um den Wirkstoff optimal aufzunehmen und zu transportieren, andernfalls kann es zu phytotoxischen Reaktionen kommen.

Wie verhält sich das Mittel bei Regen kurz nach der Spritzung?

Dank der modernen EC-Formulierung dringt der Wirkstoff Metconazol sehr schnell in die Wachsschicht der Blätter ein. In der Regel ist das Produkt bereits ein bis zwei Stunden nach der Anwendung regenfest, sodass ein späterer Niederschlag die Wirkung nicht mehr beeinträchtigt.

Wie finde ich heraus, ob Sirena EC für meine spezielle Kultur in Deutschland zugelassen ist?

Da sich Zulassungen und Indikationen im Pflanzenschutzbereich ändern können, solltest du die aktuellen Zulassungsdaten direkt in der BVL-Datenbank prüfen oder auf agronomy.farmable.tech nach der Registrierungsnummer 024487-62 filtern, um die tagesaktuellen Anwendungsbestimmungen einzusehen.