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Sonstige · BASF Agricultural Solutions Deutschland

Signum

BVL Zul.-Nr. 025483-00

Signum ist ein hochwirksames, breit wirksames Fungizid von BASF, das sich als Standardlösung im professionellen Obst-, Gemüse- und Sonderkulturanbau etabliert hat. Formuliert als wasserdispergierbares Granulat (WG), kombiniert dieses Pflanzenschutzmittel zwei komplementäre Wirkstoffe, um ein breites Spektrum an pilzlichen Schaderregern zuverlässig zu kontrollieren. Es wird besonders geschätzt für seine herausragende Wirkung gegen wirtschaftlich bedeutende Krankheiten wie Botrytis cinerea, Monilinia-Arten, Sclerotinia-Fäulen sowie diverse Blattfleckenpilze.

Durch die Kombination zweier unterschiedlicher Wirkmechanismen bietet Signum nicht nur einen hervorragenden vorbeugenden Schutz, sondern zeigt auch kurative Eigenschaften. Die Formulierung zeichnet sich durch eine schnelle Regenfestigkeit und eine langanhaltende Dauerwirkung aus. Dies macht das Produkt zu einem unverzichtbaren Baustein in modernen Spritzfolgen, um die Ertragsleistung und die Qualität der Ernteprodukte in anspruchsvollen Kulturen zu sichern.

Wirkstoffe

Boscalid
267 g/kg · Wirkstoff
Pyraclostrobin
67 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die herausragende Wirksamkeit von Signum basiert auf dem synergistischen Zusammenspiel der beiden aktiven Wirkstoffe Boscalid und Pyraclostrobin, die an unterschiedlichen Stellen in den Atmungsprozess der Pilzzellen eingreifen. Boscalid gehört zur chemischen Gruppe der Carboxamide (SDHI, FRAC-Gruppe 7). Es hemmt das Enzym Succinat-Dehydrogenase (Komplex II) in der mitochondrialen Atmungskette der Pilze, wodurch der Citratzyklus und die Energieproduktion unterbrochen werden. Pyraclostrobin, ein Vertreter der Strobilurine (QoI, FRAC-Gruppe 11), blockiert den Elektronentransport am Komplex III (Cytochrom-bc1-Komplex) der Atmungskette. Dies führt zu einem schnellen Zusammenbruch der ATP-Synthese im Schaderreger. Durch diese duale Blockade der Zellatmung wird die Sporenkeimung, das Keimschlauchwachstum und die Myzelbildung der Zielpilze hocheffizient unterbunden. Zudem bewirkt die strobilurinbedingte physiologische Zusatzwirkung oft eine verbesserte Stresstoleranz und Vitalität der behandelten Kulturen.

Resistenzmanagement

Um die langfristige Wirksamkeit von Signum zu sichern und das Risiko von Resistenzbildungen zu minimieren, musst du ein konsequentes Antiresistenzmanagement betreiben. Da das Produkt bereits zwei Wirkstoffe aus unterschiedlichen FRAC-Gruppen (7 und 11) enthält, ist das inhärente Risiko reduziert, dennoch sollten Anwendungen pro Saison streng limitiert werden. Wechsle in deiner Spritzfolge systematisch mit Fungiziden ab, die über andere Wirkungsmechanismen verfügen. Vermeide den ausschließlichen oder blockweisen Einsatz von SDHI- und Strobilurin-haltigen Mitteln bei hohem Befallsdruck.

Mischbarkeit & Tankmischung

Signum weist im Allgemeinen eine hervorragende physikalische und biologische Mischbarkeit mit gängigen Insektiziden, Fungiziden und Blattdüngern auf. Bei der Herstellung von Tankmischungen solltest du das Granulat immer als erste Komponente im fast vollständig mit Wasser gefüllten Spritztank unter ständigem Rühren vollständig auflösen, bevor du weitere Partner hinzufügst. Achte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge, um eine homogene Benetzung der Kulturen zu gewährleisten, und vermeide Mischungen bei extremer Hitze oder direkter Sonneneinstrahlung, um das Risiko von Phytotoxizität zu minimieren.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Signum steht der Schutz des Anwenders und der Umwelt an erster Stelle. Trage während der Anmischung und Applikation stets die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, robuster Handschuhe und Augenschutz. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse vorgegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern das Pflanzenschutzmittel grundsätzlich nicht auf blühende Kulturen oder an Orten ausbringen, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind; verlege die Behandlung vorzugsweise in die späten Abendstunden. Um aquatische Organismen und Bodenlebewesen zu schonen, sind Abdriften auf angrenzende Gewässer oder Saumstrukturen durch den Einsatz abdriftmindernder Technik strikt zu vermeiden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
SteinobstFruchtfäule (Monilinia fructigena), Fruchtfäule (Monilinia laxa)75–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT7T
PflaumeMonilinia laxa—0.25 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT7T
ErdbeereFruchtfäule (Gnomonia fructicola)56–971.8 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
SpargelBotrytis cinerea69–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE—
MöhreSclerotinia-Arten (Sclerotinia spp.)—1 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
ErdbeereBotrytis cinerea—1.8 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
ZwiebelgemüseBlattfleckenkrankheit (Cladosporium allii)15–481.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete)Echter Mehltau (Erysiphe betae)14–991 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
frische KräuterEchte Mehltaupilze—1.2 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
BrombeereBotrytis cinerea55–991 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
RettichPilzliche Blattfleckenerreger16–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
SauerkirscheBlattbräune (Gnomonia erythrostoma)59–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT7T
ZiergehölzeMonilinia fructigena, Monilinia laxa, Echte Mehltaupilze—0.75 KILOGRAM_PER_HECTARE—
SauerkirscheMonilinia laxa—0.25 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT7T
PastinakAlternaria Arten (Alternaria sp.)—0.75 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
frische KräuterSeptoria-Arten (Septoria spp.)—1.2 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
HimbeereRutensterben (Didymella applanata)51–991 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
PorreePurpurfleckenkrankheit (Alternaria porri), Blattfleckenkrankheit (Cladosporium allii), Rost (Puccinia allii)41–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
RadieschenPilzliche Blattfleckenerreger16–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
ErdbeereFruchtfäule (Gnomonia fructicola)56–971.8 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
TomateSamtfleckenkrankheit (Fulvia fulva)19–850.75 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
ZierpflanzenBotrytis cinerea14–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE—
ErdbeereBotrytis cinerea58–971.8 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
ZierpflanzenSclerotinia sclerotiorum, Rhizoctonia solani, Sclerotinia minor14–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE—
SchwarzwurzelPilzliche Blattfleckenerreger15–991 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
KartoffelAlternaria Arten (Alternaria sp.)51–890.25 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
FeldsalatPilzliche Blattfleckenerreger14–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
PflaumePflaumenrost (Tranzschelia pruni-spinosae)73–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT7T
Rucola-ArtenBotrytis cinerea, Rhizoctonia solani, Sclerotinia-Arten (Sclerotinia spp.)14–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
SauerkirscheSprühfleckenkrankheit (Blumeriella jaapii)72–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT7T
Johannisbeerartiges BeerenobstColletotrichum60–991 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
KohlgemüseBotrytis cinerea14–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
KohlrübeBotrytis cinerea14–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
WurzelpetersilieAlternaria Arten (Alternaria sp.)—0.75 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
SchwarzwurzelEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)15–991 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
PfirsichMonilinia laxa—0.25 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT7T
NektarineMonilinia laxa—0.25 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT7T
Johannisbeerartiges BeerenobstBotrytis cinerea60–991 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
HimbeereBotrytis cinerea55–991 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
ZwiebelgemüseBotrytis squamosa15–481.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
Salat-ArtenBotrytis cinerea14–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
BlumenkohleAlternaria brassicae, Mycosphaerella brassicicola, Kohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–991 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
RhabarberPilzliche Blattfleckenerreger—1.5 KILOGRAM_PER_HECTARE—
frische KräuterSeptoria-Arten (Septoria spp.)13–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE35T
StielmusBotrytis cinerea14–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
ZierpflanzenAlternaria Arten (Alternaria sp.)14–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE—
SchwarzwurzelAlternaria Arten (Alternaria sp.)—0.75 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
WurzelpetersilieEchter Mehltau (Erysiphe heraclei)15–991 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
WurzelpetersilieSclerotinia-Arten (Sclerotinia spp.)15–991 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
WurzelpetersilieBlattfleckenkrankheit (Septoria petroselini)15–991 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
BrombeereColletotrichum55–991 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
ZierpflanzenSclerotinia sclerotiorum, Rhizoctonia solani, Sclerotinia minor14–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE—
HimbeereBotrytis cinerea55–991 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
Spinat und verwandte ArtenBotrytis cinerea14–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
RettichPilzliche Blattfleckenerreger16–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
Kopfkohle (Weiß-, Rot-, Spitz-, Rosen- und Wirsingkohl)Alternaria brassicae, Mycosphaerella brassicicola, Kohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–991 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
ZierpflanzenBotrytis cinerea14–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE—
WurzelpetersiliePetersilienrost (Puccinia rubiginosa)15–991 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
RasenSchneeschimmel (Monographella nivalis)—1.5 KILOGRAM_PER_HECTARE—
ZwiebelgemüseBotrytis squamosa15–481.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
SüßkartoffelAlternaria Arten (Alternaria sp.)51–890.25 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
EndivienRhizoctonia solani, Sclerotinia-Arten (Sclerotinia spp.)14–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
AubergineSclerotinia-Arten (Sclerotinia spp.)19–850.75 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
MöhreAlternaria Arten (Alternaria sp.)—0.75 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
BlattkohleAlternaria brassicae, Mycosphaerella brassicicola, Kohlschwärze (Alternaria brassicicola)18–491 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
ErdbeereWeißfleckenkrankheit (Mycosphaerella fragariae), Rotfleckenkrankheit (Diplocarpon earliana)13–971.8 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
SüßkirscheBlattbräune (Gnomonia erythrostoma)59–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT7T
frische KräuterEchte Mehltaupilze13–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE35T
SüßkirscheMonilinia laxa—0.25 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT7T
StielmangoldPilzliche Blattfleckenerreger12–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
SalateBotrytis cinerea—1.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
SüßkirscheSprühfleckenkrankheit (Blumeriella jaapii)72–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT7T
MöhreEchter Mehltau (Erysiphe heraclei)—0.75 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
SalateRhizoctonia solani, Sclerotinia-Arten (Sclerotinia spp.)14–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
BrombeereBotrytis cinerea55–991 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
ErbseBotrytis cinerea14–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
WurzelpetersiliePilzliche Blattfleckenerreger15–991 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
SalateRhizoctonia solani, Sclerotinia-Arten (Sclerotinia spp.)14–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
KohlrabiMycosphaerella brassicicola, Weißer Rost (Albugo candida), Alternaria Arten (Alternaria sp.)42–991 KILOGRAM_PER_HECTARE10T
AprikoseMonilinia laxa—0.25 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT7T
FeldsalatPilzliche Blattfleckenerreger14–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
HimbeereColletotrichum55–991 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
MeerrettichAlternaria Arten (Alternaria sp.)—0.75 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
BrombeereRankenkrankheit (Rhabdospora ruborum)51–991 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
EndivienBotrytis cinerea—1.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Botrytis cinerea14–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
KnollensellerieBlattfleckenkrankheit (Septoria apiicola)—1.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
SalateBotrytis cinerea—1.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
ZierpflanzenAlternaria Arten (Alternaria sp.)14–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE—
ZwiebelgemüseBlattfleckenkrankheit (Cladosporium allii)15–481.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
RadieschenPilzliche Blattfleckenerreger16–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
SchwarzwurzelSclerotinia-Arten (Sclerotinia spp.)15–991 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
ErdbeereWeißfleckenkrankheit (Mycosphaerella fragariae), Rotfleckenkrankheit (Diplocarpon earliana)13–971.8 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
Johannisbeerartiges BeerenobstBlattfallkrankheit (Drepanopeziza ribis)57–991 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
SpinatPilzliche Blattfleckenerreger12–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
Johannisbeerartiges BeerenobstBotrytis cinerea, Colletotrichum, Blattfallkrankheit (Drepanopeziza ribis)57–991 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
RadieschenBotrytis cinerea14–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
RasenDollarflecken-Krankheit (Sclerotinia homoeocarpa)—1.5 KILOGRAM_PER_HECTARE—
RettichBotrytis cinerea14–991.5 KILOGRAM_PER_HECTARE14T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit Signum gegen Monilinia im Steinobst?

Der beste Zeitpunkt für eine Applikation liegt in der sensiblen Phase der Blüte (BBCH 59 bis 69), um Blüteninfektionen durch Monilinia laxa effektiv zu verhindern. Bei spätreifenden Sorten oder feuchter Witterung vor der Ernte schützt eine Folgebehandlung im Bereich der Fruchtreife (unter Beachtung der Wartezeit) die Früchte vor Monilinia fructigena.

Wie verhält sich Signum bei niedrigen Temperaturen im Frühjahr?

Signum zeigt auch bei kühleren Frühjahrstemperaturen eine zuverlässige Wirkung, da die Wirkstoffaufnahme und -verteilung in der Kultur weitgehend temperaturunabhängig erfolgen. Dennoch solltest du darauf achten, dass die Kulturen trocken sind und kein Frost während oder kurz nach der Applikation droht.

Kann ich Signum in Erdbeeren direkt während der Blüte anwenden?

Ja, die Anwendung während der Erdbeerblüte (BBCH 55 bis 65) ist besonders wichtig, da hier die Infektionen durch Botrytis cinerea stattfinden. Achte darauf, die Applikation in den Abendstunden durchzuführen, wenn der Bienenflug beendet ist, um Bestäuber maximal zu schonen.

Warum ist die Kombination aus Boscalid und Pyraclostrobin so vorteilhaft für das Erntegut?

Neben der direkten Bekämpfung von Fäulniserregern wie Botrytis und Monilinia beeinflusst die Kombination den Reifeprozess positiv. Sie mindert den physiologischen Stress der Kultur, was zu festeren Früchten, einer besseren Schalenstabilität und somit zu einer deutlich verlängerten Lager- und Transportfähigkeit führt.

Wie finde ich im Agronomy-Hub heraus, ob Signum für meine spezifische Kultur zugelassen ist?

Du kannst im Hub einfach nach dem Produkt 'Signum' suchen und die verknüpfte Kulturenliste einsehen. Alternativ filterst du in der Kulturen-Übersicht nach deiner spezifischen Kultur und dem Ziel-Schaderreger, um alle aktuell registrierten Pflanzenschutzmittel inklusive Signum direkt miteinander zu vergleichen.

Was muss ich bezüglich der Wasserqualität bei der Tankmischung beachten?

Verwende für die Spritzbrühe sauberes, möglichst neutrales bis leicht saures Wasser (pH-Wert zwischen 5,5 und 7,0). Ein stark alkalisches Wasser kann den Abbau der Wirkstoffe beschleunigen und die biologische Wirksamkeit beeinträchtigen. Falls nötig, kannst du den pH-Wert vorab mit einem geeigneten Konditionierer anpassen.