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Sonstige · Syngenta Agro GmbH

Rosen- und Zierpflanzen Pilzfrei Saprol

BVL Zul.-Nr. 034560-75

Rosen- und Zierpflanzen Pilzfrei Saprol von Syngenta Agro GmbH ist ein hochwirksames, breit wirksames Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung einer Vielzahl von pilzlichen Schaderregern in Zierpflanzen und verschiedenen Gemüsekulturen. Als flüssiges Suspensionskonzentrat (SC) formuliert, lässt sich das Produkt leicht dosieren und gleichmäßig in der Spritzbrühe verteilen. Es hat sich im professionellen Anbau sowie im Haus- und Kleingartenbereich als verlässlicher Partner für gesunde Kulturen etabliert.

Das Wirkungsspektrum umfasst sowohl Echte als auch Falsche Mehltaupilze, Rostpilze, Blattfleckenkrankheiten (wie Alternaria und Cercospora) sowie bodenbürtige Erreger wie Rhizoctonia. Durch seine systemischen Eigenschaften schützt das Mittel nicht nur die behandelten Pflanzenteile, sondern verteilt sich auch translaminar und akropetal in neu zuwachsenden Blättern, was einen langanhaltenden Schutz garantiert.

Wirkstoffe

Azoxystrobin
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Azoxystrobin gehört zur chemischen Klasse der Strobilurine und ist in die FRAC-Gruppe 11 (QoI - Quinone Outside Inhibitors) eingestuft. Die biochemische Wirkung beruht auf der gezielten Hemmung der mitochondrialen Atmung der Pilzzellen. Azoxystrobin bindet an die Qo-Stelle des Cytochrom-b-Komplexes und blockiert dadurch den Elektronentransport in der Atmungskette. Dies führt zu einem raschen Zusammenbruch der ATP-Synthese, wodurch dem Schaderreger die lebensnotwendige Energie entzogen wird. Die Wirkung ist primär protektiv (vorbeugend), weshalb die Anwendung idealerweise vor oder unmittelbar bei den ersten Anzeichen einer Infektion erfolgen sollte. Azoxystrobin hemmt die Sporenkeimung, das Keimschlauchwachstum sowie die Ausbildung von Appressorien, wodurch das Eindringen des Pilzes in das Gewebe der Kultur effektiv verhindert wird.

Resistenzmanagement

Da Wirkstoffe aus der FRAC-Gruppe 11 ein hohes inhärentes Risiko für Resistenzbildungen aufweisen, ist ein konsequentes Resistenzmanagement unerlässlich. Du solltest Rosen- und Zierpflanzen Pilzfrei Saprol daher immer im Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen (mit unterschiedlichem Wirkungsmechanismus, wie z. B. Triazolen oder Kontaktfungiziden) einsetzen. Begrenze die Anzahl der Anwendungen pro Kultur und Saison streng nach den Vorgaben der Zulassung und vermeide Solo-Anwendungen bei hohem Infektionsdruck, um die Sensitivität der Schaderreger langfristig zu erhalten.

Mischbarkeit & Tankmischung

Das Produkt zeigt im Allgemeinen eine gute physikalische und biologische Verträglichkeit in Tankmischungen mit gängigen Insektiziden und anderen Fungiziden. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du stets die Mischreihenfolge beachten (zuerst feste Formulierungen, dann flüssige wie dieses SC) und vorab eine kleine Mischprobe auf physikalische Kompatibilität durchführen. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität (neutraler bis leicht saurer pH-Wert) und vermeide extreme Temperaturen während der Applikation, um die Kulturverträglichkeit nicht zu gefährden. Die Zugabe von Netzmitteln ist bei schwer benetzbaren Kulturen (z. B. Zwiebelgewächsen) ratsam, um die Wirkstoffverteilung zu optimieren.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (Arbeitskleidung, Schutzhandschuhe und Augenschutz) bei der Ansetzung der Spritzbrühe und der Ausbringung obligatorisch. Da für dieses Produkt keine spezifische Bienengefährdungsklasse im Datenblatt angegeben ist, solltest du aus Vorsorgegründen Anwendungen an blühenden Kulturen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, vermeiden. Führe Behandlungen bevorzugt in den Abendstunden durch, wenn der Bienenflug beendet ist. Um aquatische Organismen und Bodenlebewesen zu schonen, ist ein direkter Eintrag in Gewässer strikt zu vermeiden; achte auf eine abdriftmindernde Düsentechnik und halte die allgemeinen Abstandsauflagen ein.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
ZucchiniEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum), Echter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea)51–89100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER3T
Dicke BohneSclerotinia sclerotiorum, Brennfleckenkrankheit (Ascochyta fabae)—1 LITER_PER_HECTARE14T
GurkeEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum), Echter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea)21–890.48 LITER_PER_HECTARE3T
WassermeloneEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum), Echter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Falscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis)21–990.5 LITER_PER_HECTARE3T
Gemüsepaprika (inkl. Peperoni und Chili)Phytophthora capsici, Samtfleckenkrankheit (Cladosporium capsici)21–990.5 LITER_PER_HECTARE3T
frische KräuterFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae), Rostpilze13–991 LITER_PER_HECTARE14T
Kümmelpilzliche Doldenerkrankungen, Echte Mehltaupilze51–591 LITER_PER_HECTARE—
BleichsellerieSellerierost (Puccinia apii), Blattfleckenkrankheit (Septoria apiicola)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
SpargelLaubkrankheit (Stemphylium botryosum)55–89100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER—
SalateRhizoctonia solani41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
TomateSamtfleckenkrankheit (Fulvia fulva)21–8948 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER3T
TomatePhytophthora infestans21–8948 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER3T
BlumenkohleMycosphaerella brassicicola41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER10T
ZierpflanzenRostpilze13–9796 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER—
GurkeEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum), Echter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea)21–8948 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER3T
BlumenkohleKohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER10T
BlumenkohleAlternaria brassicae41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER10T
BlumenkohleWeißer Rost (Albugo candida)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER10T
GurkeEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum), Echter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea)51–89100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER3T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Kohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Alternaria brassicae41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Weißer Rost (Albugo candida)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
BlattkohleMycosphaerella brassicicola41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
BlattkohleKohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
BlattkohleAlternaria brassicae41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
SpargelSpargelrost (Puccinia asparagi)55–89100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER—
ZierpflanzenRostpilze13–9796 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER—
MöhreBlattfleckenkrankheit (Cercospora carotae)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
EndivienFalscher Mehltau (Bremia lactucae)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
SalateFalscher Mehltau (Bremia lactucae)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
RosenkohlMycosphaerella brassicicola41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
RosenkohlKohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
RosenkohlAlternaria brassicae41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
TomateEchter Mehltau (Leveillula taurica)21–8948 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER3T
MöhreEchter Mehltau (Erysiphe heraclei)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
MöhreMöhrenschwärze (Alternaria dauci)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
EndivienRhizoctonia solani41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
RosenkohlWeißer Rost (Albugo candida)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
KartoffelDürrfleckenkrankheit (Alternaria solani)31–9150 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER7T
BlattkohleWeißer Rost (Albugo candida)41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Mycosphaerella brassicicola41–49100 MILLILITER_PER_1000_SQUARE_METER14T
MeloneEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum), Echter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Falscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis)21–990.5 LITER_PER_HECTARE3T
KohlrabiWeißer Rost (Albugo candida), Pilzliche Blattfleckenerreger, Falscher Mehltau (Peronospora parasitica)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
ZierpflanzenRhizoctonia spp.13–893 LITER_PER_HECTARE—
TabakBlauschimmel (Peronospora tabacina)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
KohlgemüsePilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
Rucola-ArtenFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae), Rostpilze, Pilzliche Blattfleckenerreger13–391 LITER_PER_HECTARE14T
RettichFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)10–991 LITER_PER_HECTARE21T
ChicoreeEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)13–391 LITER_PER_HECTARE—
MöhreBlattfleckenkrankheit (Cercospora carotae)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
AckerbohneFalscher Mehltau (Peronospora viciae)—1 LITER_PER_HECTARE35T
SchalotteMehlkrankheit (Sclerotium cepivorum)13–191 LITER_PER_HECTARE14T
ZwiebelgemüseMehlkrankheit (Sclerotium cepivorum)13–191 LITER_PER_HECTARE7T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Weißer Rost (Albugo candida)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
RettichPilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Alternaria brassicae41–491 LITER_PER_HECTARE14T
GurkeEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum), Echter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea)21–891 LITER_PER_HECTARE3T
Gewürzfenchelpilzliche Doldenerkrankungen51–591 LITER_PER_HECTARE—
KnollensellerieSellerierost (Puccinia apii)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
RettichFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)10–991 LITER_PER_HECTARE14T
TomateEchter Mehltau (Leveillula taurica)21–890.48 LITER_PER_HECTARE3T
BlattkohleWeißer Rost (Albugo candida)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
BlattkohleAlternaria brassicae41–491 LITER_PER_HECTARE14T
MöhreMöhrenschwärze (Alternaria dauci)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
BleichsellerieSellerierost (Puccinia apii)13–191 LITER_PER_HECTARE14T
BlattkohleMycosphaerella brassicicola41–491 LITER_PER_HECTARE14T
SalateFalscher Mehltau (Bremia lactucae)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
KartoffelRhizoctonia solani, Colletotrichum coccodes—2 LITER_PER_HECTARE—
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Kohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
ZierpflanzenRostpilze13–970.96 LITER_PER_HECTARE—
BlumenkohleWeißer Rost (Albugo candida)41–491 LITER_PER_HECTARE10T
SpitzwegerichEchte Mehltaupilze—1 LITER_PER_HECTARE7T
BlumenkohleAlternaria brassicae41–491 LITER_PER_HECTARE10T
FeldsalatFalscher Mehltau (Peronospora valerianellae)13–391 LITER_PER_HECTARE14T
RapsSclerotinia sclerotiorum61–691 LITER_PER_HECTARE—
StielmangoldPilzliche Blattfleckenerreger14–391 LITER_PER_HECTARE21T
Salat-ArtenPilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
JohanniskrautJohanniskrautwelke (Colletotrichum gloeosporioides)12–391 LITER_PER_HECTARE35T
TopinamburRost (Puccinia helianthi)13–991 LITER_PER_HECTARE42T
TomatePhytophthora infestans21–890.48 LITER_PER_HECTARE3T
ZucchiniEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum), Echter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea)21–891 LITER_PER_HECTARE3T
SchwarzwurzelPilzliche Blattfleckenerreger13–991 LITER_PER_HECTARE10T
RosenkohlAlternaria brassicae41–491 LITER_PER_HECTARE14T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Mycosphaerella brassicicola41–491 LITER_PER_HECTARE14T
SchnittlauchRost (Puccinia allii)13–191 LITER_PER_HECTARE—
EndivienRhizoctonia solani41–491 LITER_PER_HECTARE14T
ErbsePilzliche Blattfleckenerreger13–181 LITER_PER_HECTARE7T
FuttererbseBrennfleckenkrankheit (Ascochyta pisi)51–751 LITER_PER_HECTARE35T
ZierpflanzenRostpilze—0.96 LITER_PER_HECTARE—
MöhreEchter Mehltau (Erysiphe heraclei)41–491 LITER_PER_HECTARE14T
SpargelLaubkrankheit (Stemphylium botryosum)55–891 LITER_PER_HECTARE—
HopfenFalscher Mehltau (Pseudoperonospora humuli)31–890.75 LITER_PER_HECTARE28T
Gemeine RingelblumeEchte Mehltaupilze51–551 LITER_PER_HECTARE7T
TabakEchter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)64–991 LITER_PER_HECTARE14T
RadieschenFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)10–991 LITER_PER_HECTARE14T
SpeisezwiebelMehlkrankheit (Sclerotium cepivorum)13–191 LITER_PER_HECTARE14T
KnollensellerieSellerierost (Puccinia apii)13–991 LITER_PER_HECTARE14T
BlumenkohleKohlschwärze (Alternaria brassicicola)41–491 LITER_PER_HECTARE10T
frische KräuterFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae), Rostpilze13–391 LITER_PER_HECTARE14T
ZierpflanzenPilzliche Blattfleckenerreger—1 LITER_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für deine erste Behandlung mit diesem Pflanzenschutzmittel?

Der beste Zeitpunkt für die Anwendung ist vorbeugend (protektiv), bevor sichtbare Symptome auftreten, oder unmittelbar bei den allerersten Anzeichen eines Befalls. Da der Wirkstoff Azoxystrobin vor allem die Sporenkeimung hemmt, erzielst du die höchste Wirkung, wenn das Mittel bereits auf der Blattoberfläche aktiv ist, bevor der Schaderreger in das Gewebe der Kultur eindringen kann.

Wie oft hintereinander darfst du das Produkt in einer Kultur maximal anwenden?

Um der Entstehung von Resistenzen vorzubeugen, solltest du maximal zwei bis drei Behandlungen (je nach spezifischer Zulassung der Kultur) mit diesem oder anderen Wirkstoffen aus der FRAC-Gruppe 11 (Strobilurine) hintereinander durchführen. Danach ist zwingend ein Wechsel auf ein Pflanzenschutzmittel mit einem anderen Wirkungsmechanismus erforderlich.

Kannst du das Mittel auch bei feuchtem Wetter oder kurz vor Regen ausbringen?

Nach dem Antrocknen des Spritzbelags ist der Wirkstoff aufgrund seiner systemischen und translaminaren Eigenschaften schnell regenfest. Du solltest die Behandlung jedoch nicht bei unmittelbar bevorstehendem Regen oder auf taunassen Beständen durchführen, da dies zu einer unzureichenden Wirkstoffkonzentration durch Abschwemmung führen kann. Eine Antrocknungszeit von mindestens ein bis zwei Stunden ist ideal.

Was musst du bei der Anwendung in Zierpflanzen bezüglich der Verträglichkeit beachten?

Obwohl das Produkt im Allgemeinen sehr kulturverträglich ist, kann es bei der enormen Vielfalt an Zierpflanzenarten und -sorten zu unterschiedlichen Reaktionen kommen. Es wird dringend empfohlen, vor einer großflächigen Behandlung eine Probespritzung an einzelnen Testpflanzen durchzuführen und diese über einige Tage auf eventuelle Blattschäden oder Verfärbungen zu beobachten.

Wie verhält sich der Wirkstoff in der Kultur nach der Applikation?

Nach der Spritzung dringt der Wirkstoff Azoxystrobin in das Blattgewebe ein (translaminare Wirkung) und wird im Saftstrom der Kultur nach oben transportiert (akropetale Systemik). Dadurch werden auch die Blattunterseiten sowie der nach der Behandlung entstehende Neuzuwachs über einen gewissen Zeitraum hinweg vor Neuinfektionen geschützt.