RimCa 25 WG
RimCa 25 WG ist ein hochwirksames, systemisches Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von einjährigen einkeimblättrigen und zweikeimblättrigen Unkräutern sowie der Gemeinen Quecke. Formuliert als wasserdispergierbares Granulat (WG), zeichnet sich das Produkt durch eine hervorragende Löslichkeit und einfache Handhabung in der Praxis aus. Es ist speziell für den Einsatz in den landwirtschaftlich bedeutenden Kulturen Kartoffel (SOLTU) und Mais (ZEAMX) registriert.
Durch die schnelle Aufnahme über das Blattwerk und sekundär über die Wurzeln bietet RimCa 25 WG eine flexible und zuverlässige Unkrautkontrolle im Nachauflauf. Das breite Wirkungsspektrum erfasst problematische Ungräser wie die Hühnerhirse und das Einjährige Rispengras sowie ein breites Spektrum einjähriger zweikeimblättriger Unkräuter. Dies macht das Mittel zu einem unverzichtbaren Baustein in modernen Herbizidstrategien, um Ertragsverluste durch Unkrautkonkurrenz in der kritischen Jugendentwicklung der Kulturen zu verhindern.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der enthaltene Wirkstoff Rimsulfuron gehört zur chemischen Gruppe der Sulfonylharnstoffe und ist im HRAC-System in die Gruppe B (bzw. HRAC 2) als ALS-Inhibitor eingestuft. Nach der Aufnahme wird der Wirkstoff rasch in den Leitbahnen (Phloem und Xylem) der Schaderreger transportiert und sammelt sich in den meristematischen Geweben an. Dort blockiert er selektiv das Enzym Acetolactat-Synthase (ALS), welches eine Schlüsselrolle bei der Biosynthese der essenziellen, verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin spielt. Infolge dieser enzymatischen Blockade kommt es zu einem sofortigen Wachstumsstopp der sensitiven Unkräuter und Ungräser. Sichtbare Symptome wie Chlorosen, Nekrosen an den Vegetationspunkten und ein rötliches Verfärben der Blätter treten meist nach einigen Tagen auf, gefolgt vom vollständigen Absterben der Schaderreger innerhalb von zwei bis vier Wochen. Da Kulturpflanzen wie Mais und Kartoffeln den Wirkstoff schnell metabolisch abbauen können, weisen sie eine hervorragende Selektivität auf.
Resistenzmanagement
Um der Entstehung von Wirkstoffresistenzen vorzubeugen, solltest du RimCa 25 WG stets im Rahmen eines integrierten Unkrautmanagements einsetzen. Da Rimsulfuron als ALS-Inhibitor (HRAC-Gruppe B) ein erhöhtes Risiko für Resistenzselektion aufweist, ist ein konsequenter Wirkstoffwechsel mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen in der Fruchtfolge zwingend erforderlich. Zudem empfiehlt es sich, das Produkt in Tankmischungen mit Partnern zu kombinieren, die einen komplementären Wirkungsmechanismus besitzen, um verbleibende Unkrautpopulationen sicher zu erfassen.
Mischbarkeit & Tankmischung
RimCa 25 WG ist im Allgemeinen gut mit vielen gängigen Nachauflaufherbiziden und flüssigen Blattdüngern mischbar. Zur Optimierung der Benetzung und Wirkstoffaufnahme – insbesondere bei ungünstigen Witterungsbedingungen oder starker Wachsschicht der Unkräuter – wird dringend die Zugabe eines zugelassenen, nicht-ionischen Netzmittels (Adjuvans) empfohlen. Achte darauf, die Spritze zunächst mit Wasser zu befüllen, RimCa 25 WG vollständig aufzulösen und erst danach Mischungspartner oder Adjuvanzien hinzuzufügen. Vermeide Mischungen bei extremen Temperaturen oder starker Sonneneinstrahlung, um Stressreaktionen der Kultur zu verhindern.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit RimCa 25 WG ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzanzug bei der Ausbringung und dem Ansetzen der Spritzbrühe, obligatorisch. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse im Zulassungsbescheid vorgegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern und Nützlingen grundsätzlich auf Anwendungen in blühende Bestände oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, verzichten. Verlege die Behandlung vorzugsweise in die späten Abendstunden. Um Einträge in Oberflächengewässer zu vermeiden, sind die allgemeinen Abstandsauflagen und der Einsatz abdriftmindernder Technik strikt einzuhalten.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Kartoffel | Einjähriges Rispengras, Hühnerhirse, Gemeine Quecke | 10–29 | 30 GRAM_PER_HECTARE | — |
| Mais | Einjähriges Rispengras, Hühnerhirse, Gemeine Quecke | 12–16 | 50 GRAM_PER_HECTARE | — |
| Kartoffel | Einjähriges Rispengras, Hühnerhirse, Gemeine Quecke | 21–29 | 50 GRAM_PER_HECTARE | — |
| Mais | Einjähriges Rispengras, Hühnerhirse, Gemeine Quecke | 12–16 | 30 GRAM_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von RimCa 25 WG?
Der beste Behandlungszeitpunkt liegt im frühen Nachauflauf der Unkräuter (BBCH-Stadium 10 bis 29), wenn sich diese im aktiven Wachstum befinden. Zu diesem Zeitpunkt ist die Wirkstoffaufnahme über das Blatt am intensivsten, was zu einer schnellen und nachhaltigen Wirkung führt.
Warum sollte ich RimCa 25 WG immer mit einem Netzmittel (Adjuvans) kombinieren?
Rimsulfuron benötigt eine gute Benetzung der Blattoberfläche, um optimal einzudringen. Ein Adjuvans setzt die Oberflächenspannung des Wassers herab, überwindet die wachshaltige Schicht der Unkrautblätter und sichert so die biologische Wirksamkeit, besonders bei trockener Witterung.
Kann ich RimCa 25 WG auch bei kühlen Temperaturen spritzen?
Ja, die Wirkung setzt auch bei kühleren Temperaturen ein, solange die Unkräuter aktiv wachsen. Vermeide jedoch Anwendungen bei Frostgefahr oder extremen Temperaturschwankungen, da dies den Abbau des Wirkstoffs in der Kultur (Mais oder Kartoffel) verlangsamen und zu vorübergehenden Aufhellungen führen kann.
Wie bekämpfe ich die Gemeine Quecke mit diesem Produkt am effektivsten?
Für eine erfolgreiche Bekämpfung der Gemeinen Quecke sollte die Behandlung erfolgen, wenn die Quecke eine Wuchshöhe von etwa 15 bis 20 cm erreicht hat und genügend Blattmasse für die systemische Aufnahme des Wirkstoffs vorhanden ist. Eine Splitting-Anwendung kann hierbei die Nachhaltigkeit verbessern.
Was muss ich bei der Fruchtfolge nach dem Einsatz von RimCa 25 WG beachten?
Aufgrund des raschen Abbaus von Rimsulfuron im Boden bestehen bei normalem Kulturverlauf keine Einschränkungen für die Nachfolgekulturen im nächsten Frühjahr. Nach einem vorzeitigen Umbruch der behandelten Kultur sollten jedoch vor der Neuansaat bodenbearbeitende Maßnahmen wie Pflügen durchgeführt werden, um eventuelle Restrisiken für empfindliche Folgekulturen auszuschließen.
Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech weitere zugelassene Produkte gegen Hühnerhirse?
Du kannst auf unserer Plattform direkt nach dem Schaderreger "Hühnerhirse" suchen oder über die Kulturseite (z. B. Mais) die Liste der registrierten Pflanzenschutzmittel filtern. So erhältst du eine Übersicht aller zugelassenen Alternativen und kannst deine Herbizidstrategie optimal planen.