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Sonstige · Syngenta Agro GmbH

REVUS

BVL Zul.-Nr. 026221-00

REVUS ist ein hochwirksames, spezialisiertes Fungizid von Syngenta, das sich als Standardlösung im modernen Pflanzenschutz etabliert hat. Es zeichnet sich durch seine herausragende Wirkung gegen Oomyceten aus, insbesondere gegen Kraut- und Fäuleerreger sowie Falsche Mehltaupilze in einer Vielzahl von Kulturen wie Kartoffeln, Tomaten, Hopfen und verschiedenen Gemüsearten. Als Suspensionskonzentrat (SC) formuliert, lässt sich das Pflanzenschutzmittel hervorragend dosieren und anwenden.

Der Schlüssel zum Erfolg von REVUS liegt in seiner schnellen Regenfestigkeit und langanhaltenden Schutzwirkung. Bereits kurz nach dem Antrocknen des Spritzbelags lagert sich der Wirkstoff stabil in der Wachsschicht der Blätter an. Dies sorgt dafür, dass nachwachsende Pflanzenteile kontinuierlich geschützt werden und das Mittel selbst bei intensiven Niederschlägen oder Beregnung nicht abgewaschen wird.

Durch dieses starke Haftungsvermögen bietet das Produkt einen zuverlässigen Präventivschutz. Es verhindert das Keimen der Sporen und stoppt das Eindringen des Pilzmyzels in das Pflanzengewebe. Für dich bedeutet das ein hohes Maß an Planungssicherheit, selbst in Perioden mit hohem Infektionsdruck.

Wirkstoffe

Mandipropamid
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in REVUS enthaltene Wirkstoff Mandipropamid gehört zur chemischen Gruppe der Carbonsäureamide (CAA-Fungizide) und ist im FRAC-Code unter der Gruppe 40 klassifiziert. Mandipropamid greift gezielt in die Biosynthese der Phospholipide und damit in den Aufbau der Zellwand der Schaderreger ein. Dieser spezifische biochemische Mechanismus stört das Wachstum des Myzels sowie die Sporenbildung und -keimung der Oomyceten nachhaltig. Nach der Anwendung dringt der Wirkstoff translaminar in das Blattgewebe ein, wodurch auch die unbehandelte Blattunterseite geschützt wird. Durch die feste Bindung an die epidermale Wachsschicht wird ein stabiles Wirkstoffdepot aufgebaut, das über einen langen Zeitraum hinweg kontinuierlich Mandipropamid abgibt und so den Schaderreger bereits vor dem eigentlichen Infektionsversuch blockiert.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen wirksam vorzubeugen, solltest du REVUS stets im Rahmen einer vorausschauenden Antiresistenzstrategie einsetzen. Da Mandipropamid der FRAC-Gruppe 40 angehört, ist es wichtig, die Anzahl der Anwendungen pro Saison strikt zu begrenzen und das Pflanzenschutzmittel im Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen zu spritzen. Vermeide Blockbehandlungen von mehr als zwei Anwendungen hintereinander, um den Selektionsdruck auf die Schaderreger-Populationen so gering wie möglich zu halten.

Mischbarkeit & Tankmischung

REVUS ist im Allgemeinen hervorragend mit gängigen Insektiziden, Fungiziden und Blattdüngern mischbar. Bei der Herstellung von Tankmischungen solltest du jedoch stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe in einem kleinen Gefäß durchführen. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität und vermeide extrem saures oder stark alkalisches Wasser. Die Zugabe von speziellen Haftmitteln oder Netzmitteln ist aufgrund der bereits optimierten Formulierung von REVUS meist nicht erforderlich, kann aber in Absprache mit der Fachberatung bei extremen Wachsschichten sinnvoll sein.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit REVUS ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz) unerlässlich, um den Anwenderschutz zu gewährleisten. Zum Schutz von Bestäubern solltest du das Pflanzenschutzmittel grundsätzlich nicht auf blühende Kulturen oder an Orten ausbringen, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind; verlege die Behandlung vorzugsweise in die späten Abendstunden. Um aquatische Organismen und die Bodenfauna zu schonen, sind Abdriften auf angrenzende Gewässer oder Saumstrukturen strikt zu vermeiden, indem du abdriftmindernde Düsentechnik einsetzt und die lokalen Abstandsauflagen gewissenhaft einhältst.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
KohlrabiFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)42–490.6 LITER_PER_HECTARE7T
KohlgemüseFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–170.6 LITER_PER_HECTARE7T
TomateKraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans)13–990.3 LITER_PER_HECTARE3T
KresseFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–490.6 LITER_PER_HECTARE7T
KresseFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)15–490.6 LITER_PER_HECTARE7T
ZierpflanzenFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)—0.6 LITER_PER_HECTARE—
BlumenkohlFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)16–490.6 LITER_PER_HECTARE14T
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Falsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–170.6 LITER_PER_HECTARE7T
Garten-KürbisFalscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis)11–890.3 LITER_PER_HECTARE3T
RettichFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)12–490.6 LITER_PER_HECTARE7T
frische KräuterFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–990.6 LITER_PER_HECTARE7T
Spinat und verwandte ArtenFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–490.6 LITER_PER_HECTARE7T
KohlrabiFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)42–490.6 LITER_PER_HECTARE7T
WinterportulakFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)15–490.6 LITER_PER_HECTARE7T
StielmusFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–170.6 LITER_PER_HECTARE7T
EndivienFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)13–990.6 LITER_PER_HECTARE7T
Salat-ArtenFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)12–990.6 LITER_PER_HECTARE7T
Spinat und verwandte ArtenFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)12–990.6 LITER_PER_HECTARE7T
BrokkoliFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)16–490.6 LITER_PER_HECTARE14T
Moschus-KürbisFalscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis)11–890.3 LITER_PER_HECTARE3T
HopfenFalscher Mehltau (Pseudoperonospora humuli)31–870.75 LITER_PER_HECTARE14T
KohlrübeFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–170.6 LITER_PER_HECTARE7T
StielmusFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–170.6 LITER_PER_HECTARE7T
PatissonFalscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis)11–890.6 LITER_PER_HECTARE3T
EndivienFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)13–990.6 LITER_PER_HECTARE7T
KartoffelKraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans)31–910.6 LITER_PER_HECTARE7T
RhabarberFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)—0.6 LITER_PER_HECTARE—
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Falsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–170.6 LITER_PER_HECTARE7T
frische KräuterFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–990.6 LITER_PER_HECTARE7T
RiesenkürbisFalscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis)11–890.3 LITER_PER_HECTARE3T
RosenkohlFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)16–490.6 LITER_PER_HECTARE14T
Salat-ArtenFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)12–990.6 LITER_PER_HECTARE7T
SpinatFalscher Mehltau (Peronospora farinosa f. sp. spinaciae)13–990.6 LITER_PER_HECTARE7T
ErbseFalscher Mehltau (Peronospora pisi)35–590.6 LITER_PER_HECTARE14T
WinterportulakFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–490.6 LITER_PER_HECTARE7T
FlaschenkürbisFalscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis)11–890.3 LITER_PER_HECTARE3T
MeloneFalscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis)11–890.3 LITER_PER_HECTARE3T
Rucola-ArtenFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)13–990.6 LITER_PER_HECTARE7T
SareptasenfFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–490.6 LITER_PER_HECTARE7T
RadieschenFalscher Mehltau (Peronospora parasitica)12–490.6 LITER_PER_HECTARE7T
Spinat und verwandte ArtenFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)12–990.6 LITER_PER_HECTARE7T
ZierpflanzenFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)19–990.6 LITER_PER_HECTARE—
SchnittmangoldFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–490.6 LITER_PER_HECTARE7T
SareptasenfFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)15–490.6 LITER_PER_HECTARE7T
KohlgemüseFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–170.6 LITER_PER_HECTARE7T
SchnittmangoldFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)15–490.6 LITER_PER_HECTARE7T
ErbseFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–170.6 LITER_PER_HECTARE7T
AubergineKraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans)13–990.3 LITER_PER_HECTARE3T
SalateFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)13–990.6 LITER_PER_HECTARE7T
ErbseFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–170.6 LITER_PER_HECTARE7T
KohlrübeFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)11–170.6 LITER_PER_HECTARE7T
ZierpflanzenFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)—0.6 LITER_PER_HECTARE—
ZierpflanzenFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)19–990.6 LITER_PER_HECTARE—
SalateFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)13–990.6 LITER_PER_HECTARE7T
ZucchiniFalscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis)11–890.6 LITER_PER_HECTARE3T
Rucola-ArtenFalsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)13–990.6 LITER_PER_HECTARE7T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für deine erste Behandlung mit REVUS?

Du solltest REVUS unbedingt präventiv einsetzen, also bevor die ersten Symptome des Schaderregers im Feld sichtbar werden. Nutze dafür am besten regionale Prognosemodelle, die das Infektionsrisiko basierend auf Temperatur und Feuchtigkeit berechnen, und starte die Behandlung bei angekündigtem Infektionsdruck ab dem BBCH-Stadium 11.

Wie wirkt sich Regen kurz nach der Anwendung auf die Effizienz aus?

Dank der speziellen Formulierung haftet der Wirkstoff extrem schnell an der Wachsschicht der Blätter. Bereits etwa eine Stunde nach dem Antrocknen des Spritzbelags ist das Pflanzenschutzmittel vollständig regenfest, sodass selbst anschließende Starkregenereignisse die Schutzwirkung nicht beeinträchtigen.

Kannst du REVUS auch in Kulturen anwenden, die für den Frischverzehr bestimmt sind?

Ja, das ist möglich. Du musst jedoch unbedingt die kulturspezifische Wartezeit einhalten, die je nach Kultur zwischen 3 und 14 Tagen liegt. Prüfe vor der Ernte genau, welche Wartezeit für deine spezifische Kultur im Zulassungsbereich festgesetzt ist, um Rückstände sicher zu vermeiden.

Wie findest du heraus, ob REVUS für deine spezielle Gemüsekultur in Deutschland zugelassen ist?

Du kannst die genauen Zulassungsdetails und zugelassenen Kulturen direkt hier auf agronomy.farmable.tech einsehen. Nutze unsere Filterfunktion im Hub, um nach dem Wirkstoff Mandipropamid oder der BVL-Zulassungsnummer 026221-00 zu suchen und alle aktuellen Anwendungsbestimmungen abzurufen.

Warum ist der Wechsel der Wirkstoffklasse bei der Bekämpfung von Falschen Mehltaupilzen so wichtig?

Falsche Mehltaupilze und Phytophthora-Arten besitzen ein hohes Risiko für die Entwicklung von Resistenzen gegenüber Single-Site-Fungiziden. Wenn du Wirkstoffklassen konsequent rotierst, verhinderst du, dass sich resistente Stämme des Schaderregers im Feld selektieren und die Wirksamkeit des Mittels langfristig verloren geht.