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Sonstige · Evergreen Garden Care

Rasen-Unkrautfrei

BVL Zul.-Nr. 006239-61

Rasen-Unkrautfrei von Evergreen Garden Care ist ein hochwirksames, selektives Herbizid, das speziell für die Bekämpfung von zweikeimblättrigen Unkräutern im Rasen entwickelt wurde. Als flüssige Formulierung lässt es sich besonders leicht und gleichmäßig ausbringen, um unerwünschte Beikräuter gezielt zu eliminieren, während die Gräser unbeschadet bleiben. Es hat sich im Haus- und Kleingartenbereich sowie auf Zier- und Sportrasenflächen als zuverlässiger Standard etabliert.

Die Stärke dieses Pflanzenschutzmittels liegt in seiner ausgeklügelten Kombination aus drei bewährten Wirkstoffen: Clopyralid, Fluroxypyr und MCPA. Diese Synergie ermöglicht ein extrem breites Wirkungsspektrum, das selbst schwer bekämpfbare, tiefwurzelnde Unkräuter wie Löwenzahn, Klee-Arten, Wegerich und Gundermann zuverlässig erfasst. Die Aufnahme erfolgt primär über die Blätter, von wo aus sich die Wirkstoffe systemisch in der gesamten Kultur bis in die Wurzelspitzen verteilen.

Wirkstoffe

Clopyralid
0.211 g/L · Wirkstoff
Fluroxypyr
0.46 g/L · Wirkstoff
MCPA
1.905 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die drei enthaltenen Wirkstoffe Clopyralid, Fluroxypyr und MCPA gehören alle zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine / Wuchsstoffherbizide). Sie imitieren das pflanzeneigene Phytohormon Indol-3-essigsäure (Auxin), greifen jedoch wesentlich massiver und unregulierter in das Wachstum der zweikeimblättrigen Unkräuter ein. Nach der Aufnahme kommt es zu einer hormonellen Überlastung der Zielpflanzen. Dies führt zu einem unkontrollierten, übermäßigen Streckungswachstum der Zellen, was sich optisch schnell durch die charakteristischen Verkrümmungen (Epinastie) an Stängeln und Blättern zeigt. In der Folge bricht das Leitgewebe der Schaderreger zusammen, die Nährstoff- und Wasserversorgung wird unterbunden, und die Unkräuter sterben innerhalb weniger Wochen vollständig ab. Einkeimblättrige Kulturen wie Rasengräser besitzen einen anderen Metabolismus und vertragen diese Wirkstoffe hervorragend.

Resistenzmanagement

Da alle drei Wirkstoffe der HRAC-Gruppe 4 angehören, basiert die Wirkung auf demselben biologischen Mechanismus. Um einer potenziellen Resistenzbildung bei zweikeimblättrigen Unkräutern vorzubeugen, solltest du dieses Pflanzenschutzmittel im Rahmen eines integrierten Unkrautmanagements einsetzen. Dies bedeutet, dass mechanische Maßnahmen wie regelmäßiges Mähen, Vertikutieren und eine ausgewogene Düngung zur Stärkung der Konkurrenzkraft der Kultur beitragen sollten. Bei wiederholten chemischen Behandlungen empfiehlt sich der Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen, um den Selektionsdruck zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Rasen-Unkrautfrei wird in der Praxis meist als Solo-Anwendung ausgebracht, um die selektive Wirkung auf Rasenflächen optimal zu nutzen. Falls eine Mischung mit flüssigen Rasendüngern oder Eisenpräparaten in Erwägung gezogen wird, solltest du vorab unbedingt eine Mischprobe in einem kleinen Gefäß durchführen, um physikalische Unverträglichkeiten oder Ausfällungen auszuschließen. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität (neutraler pH-Wert) und vermeide extreme Temperaturen bei der Applikation, um die Wirkstoffaufnahme über das Blatt nicht zu beeinträchtigen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit diesem Pflanzenschutzmittel steht der Schutz des Anwenders und der Umwelt im Vordergrund. Trage bei der Ausbringung die empfohlene persönliche Schutzausrüstung, insbesondere Schutzhandschuhe und festes Schuhwerk. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse im Datenblatt vorgegeben ist, solltest du aus Vorsorgegründen Anwendungen an blühenden Unkräutern vermeiden oder die Behandlung in die späten Abendstunden verlegen, wenn kein Bienenflug mehr stattfindet. Achte zudem penibel darauf, dass keine Abdrift auf benachbarte Gartenflächen, Zierpflanzen oder Gewässer gelangt, um empfindliche Nichtzielorganismen und aquatische Lebensräume zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenZweikeimblättrige Unkräuter—0.05 LITER_PER_SQUARE_METER—

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Anwendung von Rasen-Unkrautfrei?

Der optimale Anwendungszeitpunkt liegt im Frühjahr oder Spätsommer bei wüchsigem Wetter (Temperaturen dauerhaft über 10 °C, aber nicht über 25 °C). Die Unkräuter sollten genügend Blattmasse entwickelt haben, um die Wirkstoffe gut aufnehmen zu können. Achte darauf, dass es nach der Behandlung für mindestens 2 bis 4 Stunden trocken bleibt.

Wie lange sollte ich nach der Behandlung mit dem Rasenmähen warten?

Um eine maximale Wirkung zu erzielen, solltest du den Rasen etwa 4 Tage vor der Anwendung nicht mehr mähen, damit die Unkräuter ausreichend Blattfläche zur Wirkstoffaufnahme haben. Nach der Behandlung solltest du mindestens 7 bis 10 Tage mit dem nächsten Schnitt warten, damit die Wirkstoffe vollständig in die Wurzeln transportiert werden können.

Kann ich das Produkt auch auf frisch eingesätem Rasen anwenden?

Nein, frisch eingesetzter Rasen ist in der Keim- und Auflaufphase sehr empfindlich. Du solltest Rasen-Unkrautfrei erst auf etablierten Rasenflächen anwenden, die mindestens ein halbes Jahr alt sind und bereits mehrfach gemäht wurden, um Schäden an den jungen Gräsern zu vermeiden.

Was muss ich beachten, wenn Haustiere den behandelten Rasen nutzen?

Du solltest Haustiere während der Applikation und bis zum vollständigen Antrocknen des Spritzbelags von den behandelten Flächen fernhalten. Sobald das Mittel komplett getrocknet ist (idealerweise nach dem nächsten Regenguss oder einer Beregnung), kann die Kultur wieder bedenkenlos betreten werden.

Wie finde ich heraus, ob bestimmte Unkräuter in meinem Rasen mit diesem Mittel bekämpfbar sind?

Du kannst auf agronomy.farmable.tech gezielt nach dem Schaderreger (z. B. 'Weißklee' oder 'Löwenzahn') suchen. Auf der jeweiligen Detailseite siehst du sofort, ob Rasen-Unkrautfrei für diesen spezifischen Schaderreger registriert ist und welche Erfahrungen zur Wirksamkeit vorliegen.

Warum reagieren die Unkräuter mit extremen Verkrümmungen nach der Spritzung?

Das ist die typische Wirkung der enthaltenen Wuchsstoffe (synthetische Auxine). Sie regen die Zellen der zweikeimblättrigen Unkräuter zu einem unkontrollierten Wachstum an. Diese Verkrümmungen und Deformationen sind das erste sichtbare Zeichen dafür, dass die Wirkstoffe erfolgreich aufgenommen wurden und der Absterbeprozess eingesetzt hat.