Rapsan 500 SC
Rapsan 500 SC ist ein bewährtes, hochwirksames Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung von einjährigen einkeimblättrigen und zweikeimblättrigen Unkräutern. Als Suspensionskonzentrat (SC) formuliert, lässt sich das Herbizid hervorragend dosieren und in der Spritzbrühe verteilen. Es bildet das Fundament der Unkrautbekämpfung im Rapsanbau und sorgt von Anfang an für unkrautfreie Bestände, was die Jugendentwicklung der Kultur entscheidend sichert.
Der Fokus liegt auf der Bekämpfung von wirtschaftlich bedeutenden Schaderregern wie Ackerfuchsschwanz, Windhalm sowie einer Vielzahl von breitblättrigen Unkräutern. Durch die flexible Anwendung im Vorauflauf bis zum frühen Nachauflauf (BBCH 00 bis 18) kannst du die Behandlung optimal an die Witterungs- und Bodenverhältnisse anpassen.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der Wirkstoff Metazachlor gehört zur HRAC-Gruppe 15 (ehemals K3) und wirkt als Hemmstoff der Synthese von sehr langkettigen Fettsäuren (VLCFA). Dies stört die Zellteilung und das Streckungswachstum der keimenden Unkräuter. Der Wirkstoff wird hauptsächlich über die Wurzeln und die Keimscheide (Koleoptile) der Schaderreger aufgenommen. Da die Wirkung primär über den Boden erfolgt, ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit für eine optimale Aktivierung und Verteilung des Wirkstoffdepots im oberen Bodenhorizont entscheidend. Keimende Unkräuter sterben meist noch vor dem Auflaufen oder kurz danach ab.
Resistenzmanagement
Um der Entstehung von Resistenzen bei Schaderregern wie dem Ackerfuchsschwanz oder dem Windhalm wirksam vorzubeugen, solltest du Rapsan 500 SC stets in ein integriertes Herbizidmanagement einbinden. Dies bedeutet, dass du Wirkstoffe aus der HRAC-Gruppe 15 im Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen in der Fruchtfolge einsetzt. Vermeide den wiederholten, alleinigen Einsatz von Metazachlor auf derselben Fläche und nutze, wenn möglich, mechanische Maßnahmen zur Unkrautregulierung.
Mischbarkeit & Tankmischung
Rapsan 500 SC zeichnet sich durch eine gute Mischbarkeit mit vielen gängigen Nachauflauf-Herbiziden, Graminiziden sowie Insektiziden aus. Bei Tankmischungen ist darauf zu achten, dass die Mischungspartner nacheinander vollständig im Tank gelöst werden. Achte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und vermeide extrem hartes oder sehr kaltes Wasser, um eine optimale physikalische Stabilität der Spritzbrühe zu gewährleisten. Vor der großflächigen Anwendung empfiehlt sich ein einfacher Mischungstest im kleinen Maßstab.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit Rapsan 500 SC ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, unerlässlich. Da der Wirkstoff Metazachlor ein Gefährdungspotenzial für Gewässerorganismen aufweist, musst du Abdriften auf angrenzende Oberflächengewässer strikt vermeiden und die gesetzlichen Abstandsauflagen einhalten. Um Bienen und andere Bestäuber zu schonen, sollte die Anwendung nicht in blühende Kulturen oder auf blühende Unkräuter erfolgen; verlege die Behandlung bei Bedarf in die späten Abendstunden, wenn kein Bienenflug mehr stattfindet.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Zierpflanzen | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 0.8 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zierpflanzen | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 1.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zierpflanzen | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 1.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Markstammkohl | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–16 | 1.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Markstammkohl | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 1.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Krambe | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 1.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Leindotter | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–16 | 1.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.) | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 1 LITER_PER_HECTARE | — |
| Kohlrübe | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 1 LITER_PER_HECTARE | — |
| Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.) | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 1.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Kohlrübe | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 1.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.) | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–16 | 1 LITER_PER_HECTARE | — |
| Kohlrübe | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–16 | 1 LITER_PER_HECTARE | — |
| Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.) | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–16 | 1.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Kohlrübe | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–16 | 1.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Meerrettich | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–16 | 1 LITER_PER_HECTARE | — |
| Baumschulgehölzpflanzen | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 1.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerraps | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 10–18 | 1.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerraps | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 1.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterraps | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 10–18 | 1.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterraps | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 0–9 | 1.5 LITER_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Anwendung von Rapsan 500 SC?
Die besten Ergebnisse erzielst du bei einer Anwendung im frühen Vorauflauf bis zum frühen Nachauflauf (BBCH 00 bis 18). Ideal ist eine Behandlung auf feuchtem Boden direkt nach der Saat, da der Wirkstoff Metazachlor Feuchtigkeit benötigt, um seine volle Bodenwirkung gegen keimende Schaderreger zu entfalten.
Wie beeinflusst die Bodenbeschaffenheit die Aufwandmenge?
Auf schweren, tonreichen oder humusreichen Böden solltest du dich eher an der oberen Aufwandmenge von bis zu 1,5 l/ha orientieren, da ein Teil des Wirkstoffs an die Bodenkolloide gebunden wird. Auf leichteren Sandböden reicht oft eine geringere Aufwandmenge aus, um Kulturschäden zu vermeiden und dennoch eine hohe Wirkung zu erzielen.
Kann ich Rapsan 500 SC bei Trockenheit spritzen?
Bei extremer Trockenheit ist die Wirkung über den Boden stark eingeschränkt. Wenn kein Regen in Aussicht ist, solltest du die Behandlung in den frühen Nachauflauf verschieben, sobald wieder ausreichend Bodenfeuchtigkeit vorhanden ist, damit der Wirkstoff von den Wurzeln der Schaderreger aufgenommen werden kann.
Welche Unkräuter werden von Rapsan 500 SC besonders gut erfasst?
Das Mittel zeigt eine hervorragende Wirkung gegen wichtige einjährige zweikeimblättrige Unkräuter wie Ehrenpreis-Arten, Taubnessel, Vogelmiere und Kamille sowie gegen einjährige einkeimblättrige Schadgräser wie den Windhalm. Bei schwer bekämpfbaren Unkräutern wie Klettenlabkraut empfiehlt sich ein passender Mischungspartner.
Wie integriere ich das Produkt in mein Resistenzmanagement bei Ackerfuchsschwanz?
Da Metazachlor zur HRAC-Gruppe 15 gehört, solltest du es mit Wirkstoffen anderer Klassen kombinieren oder abwechseln. Setze im Frühjahr oder in den Folgekulturen auf Herbizide mit anderen Wirkmechanismen (wie z. B. ALS-Hemmer oder ACCase-Hemmer), um den Selektionsdruck auf den Ackerfuchsschwanz zu minimieren.
Gibt es Einschränkungen bezüglich der Folgekulturen nach dem Einsatz?
Nach dem regulären Einsatz von Rapsan 500 SC im Herbst können im folgenden Frühjahr fast alle üblichen Kulturen angebaut werden. Sollte es zu einem vorzeitigen Umbruch der Kultur kommen, ist eine tiefe Bodenbearbeitung (Pflügen) ratsam, bevor empfindliche Nachfolgekulturen wie Getreide oder Leguminosen eingesät werden.