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Sonstige · GLOBACHEM NV

Rapsan 500

BVL Zul.-Nr. 00B217-00

Rapsan 500 ist ein bewährtes Bodenherbizid zur Bekämpfung von einjährigen einkeimblättrigen und zweikeimblättrigen Unkräutern in Raps- und Senfkulturen. Als Suspensionskonzentrat (SC) formuliert, lässt sich das Pflanzenschutzmittel hervorragend dosieren und gleichmäßig im Spritztank suspendieren. Es bildet das Fundament für eine erfolgreiche Unkrautbekämpfung im Vorauflauf sowie im frühen Nachauflauf der Kulturen.

Durch die gezielte Wirkung gegen ein breites Spektrum an unerwünschten Begleitpflanzen sichert Rapsan 500 den Kulturen einen entscheidenden Wachstumsvorsprung in der kritischen Jugendentwicklung. Die Formulierung sorgt für eine langanhaltende Bodenwirkung, sodass auch später keimende Schaderreger zuverlässig erfasst werden. Dies macht das Produkt zu einem unverzichtbaren Baustein im modernen Rapsanbau.

Wirkstoffe

Metazachlor
500 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Metazachlor gehört zur chemischen Klasse der Chloracetamide und ist im HRAC-System der Gruppe 15 zugeordnet. Die Wirkung basiert auf der Hemmung der Biosynthese von sehr langkettigen Fettsäuren (VLCFA). Dieser biochemische Eingriff stört die Zellteilung und das Streckungswachstum der keimenden Unkräuter empfindlich, was letztlich zum Absterben der Schaderreger noch vor oder kurz nach dem Auflaufen führt. Die Aufnahme erfolgt primär über die Wurzeln sowie die Keimscheide (Koleoptile) und das Hypokotyl der auflaufenden Unkräuter. Da der Wirkstoff vor allem auf keimende und sehr junge Pflanzen wirkt, ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit für die Aktivierung und gleichmäßige Verteilung des Wirkstofffilms im Boden von entscheidender Bedeutung.

Resistenzmanagement

Um einer Resistenzbildung bei den Zielunkräutern – insbesondere bei potenziell resistenten Biotypen von Ackerfuchsschwanz oder Windhalm – vorzubeugen, solltest du Rapsan 500 stets in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept einbinden. Dies umfasst den konsequenten Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen (HRAC-Gruppen) in der Fruchtfolge sowie mechanische Maßnahmen zur Unkrautregulierung. Vermeide den wiederholten, alleinigen Einsatz von Wirkstoffen der HRAC-Gruppe 15 auf derselben Fläche.

Mischbarkeit & Tankmischung

Rapsan 500 zeigt sich in der Praxis als hervorragend mischbar mit gängigen Nachauflauf-Herbiziden sowie Graminiziden. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du stets die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe durchführen. Achte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und vermeide extreme pH-Werte des Spritzwassers, um die Stabilität der Spritzbrühe und die optimale Verteilung auf dem Boden zu gewährleisten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Rapsan 500 ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug und Schutzhandschuhen, obligatorisch. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, empfiehlt sich aus Vorsorgegründen eine Anwendung außerhalb des aktiven Bienenflugs in den Abendstunden, insbesondere wenn blühende Unkräuter auf der Fläche vorhanden sind. Zum Schutz von Gewässerorganismen und des Grundwassers sind die allgemeinen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern strikt einzuhalten; vermeide jegliche Abdrift auf angrenzende Biotope.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–121.5 LITER_PER_HECTARE—
KohlgemüseEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter—1.5 LITER_PER_HECTARE—
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–91.5 LITER_PER_HECTARE—
ÖlraukeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter—0.5 LITER_PER_HECTARE14T
KohlgemüseEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter—1 LITER_PER_HECTARE—
KohlgemüseEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter—1.5 LITER_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wie beeinflusst die Bodenfeuchtigkeit die Wirkung von Rapsan 500?

Da Metazachlor ein Bodenwirkstoff ist, benötigt er Feuchtigkeit, um im Boden gelöst und von den keimenden Unkräutern aufgenommen zu werden. Auf sehr trockenen Böden kann die Wirkung verzögert einsetzen. Du solltest die Anwendung daher idealerweise vor angekündigten Niederschlägen einplanen.

Kann ich Rapsan 500 auch auf steinigen oder sehr humosen Böden einsetzen?

Auf sehr humosen Böden kann der Wirkstoff stark an die Humusteilchen gebunden werden, was die Herbizidwirkung abschwächt. Auf extrem leichten oder steinigen Böden besteht bei Starkregen hingegen das Risiko, dass der Wirkstoff in tiefere Bodenschichten verlagert wird und die Wurzeln der Kultur schädigt. Passe deine Strategie entsprechend der Bodenbeschaffenheit an.

Was muss ich beim BBCH-Anwendungsfenster beachten?

Die Zulassung erlaubt Anwendungen vom Vorauflauf (BBCH 00) bis zum frühen Nachauflauf (BBCH 12). Für eine optimale Wirkung sollten die Unkräuter zum Zeitpunkt der Behandlung noch nicht aufgelaufen oder maximal im Keimblattstadium sein, da ältere Unkräuter vom Wirkstoff nicht mehr ausreichend erfasst werden.

Wie integriere ich das Produkt am besten in eine Strategie gegen Ackerfuchsschwanz?

Bei starkem Besatz mit Ackerfuchsschwanz reicht eine Solo-Anwendung oft nicht aus. Du solltest Rapsan 500 als Basis im Vorauflauf nutzen und bei Bedarf im Nachauflauf mit einem spezifischen Graminizid oder einem Partner mit anderem Wirkungsmechanismus kombinieren, um Wirkstoffresistenzen zu verhindern.

Welche Rolle spielt die Saatbettbereitung für den Behandlungserfolg?

Ein feinkrümeliges, gut abgesetztes Saatbett ist entscheidend. Grobe Kluten verhindern, dass sich ein gleichmäßiger Herbizidfilm auf der Bodenoberfläche bildet. Unkräuter, die unter Kluten keimen, werden sonst nicht vom Wirkstoff erreicht und können ungehindert auflaufen.

Wie verhalte ich mich bei extremen Temperaturen nach der Spritzung?

Vermeide Anwendungen bei starker Hitze oder intensiver Sonneneinstrahlung, da dies zu Verdunstungsverlusten und Stress für die Kultur führen kann. Behandle bevorzugt in den kühleren Morgen- oder Abendstunden, um die Kulturverträglichkeit zu maximieren und den Wirkstoff optimal zu applizieren.