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Sonstige · Sharda Cropchem Espana S.L.

PRIMARY MX

BVL Zul.-Nr. 00A633-00

PRIMARY MX ist ein leistungsstarkes, selektives Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen einkeimblättrigen und zweikeimblättrigen Unkräutern in Mais (ZEAMX). Formuliert als wasserdispergierbares Granulat (WG), kombiniert dieses Pflanzenschutzmittel drei hochwirksame Wirkstoffe, um ein breites Wirkungsspektrum im Nachauflauf abzudecken. Es bietet eine zuverlässige Lösung für Maisanbauer, die eine saubere Kultur in der kritischen frühen Entwicklungsphase etablieren wollen.

Durch die Kombination von Boden- und Blattwirkung erfasst das Produkt bereits aufgelaufene Schaderreger und bietet gleichzeitig eine gewisse Dauerwirkung gegen nachkeimende Unkräuter. Dies macht PRIMARY MX zu einem flexiblen Baustein in modernen Unkrautbekämpfungsstrategien im Maisanbau, insbesondere bei schwierigen Mischverunkrautungen.

Wirkstoffe

Mesotrione
360 g/kg · Wirkstoff
Nicosulfuron
120 g/kg · Wirkstoff
Rimsulfuron
30 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die hervorragende Wirksamkeit von PRIMARY MX basiert auf dem Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Wirkmechanismen. Mesotrione gehört zur HRAC-Gruppe 27 (F2) und wirkt als Inhibitor des Enzyms p-Hydroxyphenylpyruvat-Dioxygenase (HPPD). Dies stört die Biosynthese von Plastochinon und Carotinoiden, was zu einem schnellen Abbau von Chlorophyll und dem typischen Ausbleichen (Bleaching) der empfindlichen Unkräuter führt. Nicosulfuron und Rimsulfuron gehören beide zur HRAC-Gruppe 2 (B) und sind Sulfonylharnstoffe. Sie hemmen das Enzym Acetolactat-Synthase (ALS), welches für die Synthese essentieller Aminosäuren (Valin, Leucin, Isoleucin) unerlässlich ist. Nach der Aufnahme über Blätter und Wurzeln wird der Zellteilungsstopp in den Meristemen der Schaderreger induziert, was zu einem raschen Wachstumsstillstand und dem anschließenden Absterben der Unkräuter führt.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen vorzubeugen, nutzt PRIMARY MX bereits die Kombination zweier unterschiedlicher Wirkmechanismen (HRAC-Gruppe 27 und HRAC-Gruppe 2). Dennoch solltest du dieses Pflanzenschutzmittel im Rahmen eines integrierten Unkrautmanagements einsetzen. Wechsle in der Fruchtfolge mit Herbiziden ab, die andere Wirkmechanismen aufweisen, und nutze mechanische Maßnahmen zur Unkrautregulierung, um den Selektionsdruck auf einzelne Wirkstoffklassen nachhaltig zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

PRIMARY MX zeigt sich in der Praxis gut verträglich mit vielen gängigen Maisherbiziden und flüssigen Blattdüngern. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du stets die Mischreihenfolge beachten und das Granulat vollständig im Tank auflösen, bevor du weitere Komponenten hinzufügst. Da die Aufnahme der Sulfonylharnstoffe und des Mesotriones stark von einer aktiven Wachstumsphase der Unkräuter abhängt, empfiehlt sich die Anwendung bei wüchsigem Wetter und ausreichender Luftfeuchtigkeit; die Zugabe eines geeigneten Netzmittels (Adjuvans) kann die Benetzung und Wirkstoffaufnahme insbesondere unter trockenen Bedingungen optimieren.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit PRIMARY MX ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Handschuhen und Augenschutz, bei der Ansetzung der Spritzbrühe und der Ausbringung obligatorisch. Da keine spezifische Bienengefährdungsklassifizierung vorliegt, solltest du zum Schutz von Bestäubern die Anwendung nicht auf blühende Bestände oder an Orten durchführen, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind; verlege die Behandlung vorzugsweise in die Abendstunden. Achte zudem darauf, Abdrift auf angrenzende Gewässer und Nichtzielflächen strikt zu vermeiden, um aquatische Organismen und die umliegende Flora zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–180.25 KILOGRAM_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von PRIMARY MX im Mais?

Der beste Behandlungszeitpunkt liegt im frühen Nachauflauf des Maises (BBCH-Stadium 12 bis 18), wenn die meisten Unkräuter gerade aufgelaufen sind und sich im aktiven Wachstum befinden. Achte darauf, dass die Unkräuter die Hauptaufnahmefläche bieten, um die systemische Wirkung optimal zu nutzen.

Wie reagieren die Unkräuter nach der Behandlung mit diesem Pflanzenschutzmittel?

Bereits wenige Tage nach der Spritzung stoppen empfindliche Unkräuter ihr Wachstum. Du wirst typische Symptome wie das Ausbleichen (Bleaching) der Herzblätter durch das Mesotrione sowie Rötungen und Nekrosen an den Vegetationspunkten durch die ALS-Inhibitoren sehen, bis die Pflanzen vollständig absterben.

Kann ich PRIMARY MX auch bei kühlen Temperaturen spritzen?

Für eine optimale Wirkung werden milde, wüchsigere Temperaturen (zwischen 10 °C und 20 °C) und eine ausreichende Luftfeuchtigkeit empfohlen. Vermeide Behandlungen bei extremen Temperaturschwankungen, Nachtfrösten oder starker Hitze über 25 °C, da dies die Kultur stressen und die Wirkstoffaufnahme der Unkräuter reduzieren kann.

Was musst du bezüglich des Nachbaus von Folgekulturen beachten?

Aufgrund der Bodenwirkung von Mesotrione und den Sulfonylharnstoffen solltest du bei der Planung der Nachfolgekulturen vorsichtig sein. Nach einer normalen Ernte im Herbst können in der Regel Wintergetreidearten nach tiefer Bodenbearbeitung angebaut werden; bei vorzeitigem Umbruch der Maiskultur sind die spezifischen Karenzzeiten und Kulturvorgaben genau zu prüfen.

Warum enthält PRIMARY MX drei verschiedene Wirkstoffe?

Die Kombination aus Mesotrione, Nicosulfuron und Rimsulfuron deckt ein extrem breites Spektrum ab. Während die Sulfonylharnstoffe besonders stark gegen einkeimblättrige Ungräser wie Hühnerhirse wirken, schließt Mesotrione wichtige Lücken bei zweikeimblättrigen Problemunkräutern und beugt gleichzeitig der Entstehung von ALS-Resistenzen vor.

Wie verhältst du dich, wenn kurz nach der Anwendung Regen angekündigt ist?

Das Pflanzenschutzmittel benötigt eine gewisse Zeit, um in das Blattgewebe einzudringen. Du solltest darauf achten, dass nach der Behandlung für mindestens 2 bis 4 Stunden kein Niederschlag fällt, damit die Wirkstoffe nicht abgewaschen werden und ihre volle Leistung entfalten können.