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Sonstige · Sharda Cropchem Espana S.L.

PHANTOM

BVL Zul.-Nr. 00A442-00

PHANTOM ist ein hochselektives, systemisches Herbizid zur gezielten Bekämpfung von einkeimblättrigen Unkräutern (Gräsern) in einer Vielzahl von zweikeimblättrigen Kulturen. Als bewährtes Emulsionskonzentrat formuliert, dringt das Pflanzenschutzmittel schnell in die Blätter der Schadgräser ein und verteilt sich systemisch in der gesamten Pflanze bis in die Wurzeln und Rhizome. Dies macht es zu einem unverzichtbaren Werkzeug im modernen Acker- und Sonderkulturanbau, insbesondere beim Anbau von Raps, Rüben, Leguminosen sowie verschiedenen Gemüse- und Beerenobstkulturen.

Das Wirkungsspektrum umfasst sowohl einjährige einkeimblättrige Unkräuter als auch hartnäckige ausdauernde Schadgräser wie die Gemeine Quecke sowie auflaufendes Ausfallgetreide. Durch die schnelle Wirkstoffaufnahme ist PHANTOM bereits kurz nach der Anwendung regenfest, was dir eine hohe Flexibilität bei der Terminierung deiner Pflanzenschutzmaßnahmen bietet. Die selektive Formulierung schont die zweikeimblättrigen Kulturen zuverlässig, während die Schaderreger innerhalb weniger Wochen vollständig absterben.

Wirkstoffe

Fluazifop-P
125 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Fluazifop-P gehört zur chemischen Klasse der Aryloxyphenoxypropionate und ist der HRAC-Gruppe 1 zugeordnet. Er wirkt als selektiver Inhibitor des Enzyms Acetyl-CoA-Carboxylase (ACCase) in einkeimblättrigen Pflanzen. Dieses Enzym ist schlüsselverantwortlich für die Biosynthese von Fettsäuren, die für den Aufbau von Zellmembranen im Bildungsgewebe (Meristem) der Gräser essenziell sind. Zweikeimblättrige Kulturen besitzen eine andere, unempfindliche Form dieses Enzyms, weshalb sie durch den Wirkstoff nicht geschädigt werden. Nach der Aufnahme über die Blätter wird der Wirkstoff rasch in die Wachstumszonen der Triebe und Wurzeln transportiert. Dort verzögert er nicht nur das Wachstum, sondern blockiert die Fettsäuresynthese vollständig, was zu einem sofortigen Wachstumsstopp der Schadgräser führt. Erste Symptome zeigen sich nach einigen Tagen durch Verfärbungen der jüngsten Blätter, die sich leicht aus der Blattscheide herausziehen lassen. Der vollständige Absterbeprozess der betroffenen Schaderreger zieht sich über einen Zeitraum von etwa zwei bis drei Wochen hin.

Resistenzmanagement

Um einer Resistenzbildung bei einkeimblättrigen Unkräutern vorzubeugen, solltest du PHANTOM konsequent in eine weite Fruchtfolge und ein integriertes Herbizidmanagement einbinden. Da Fluazifop-P der HRAC-Gruppe 1 angehört, ist ein regelmäßiger Wirkstoffwechsel mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen dringend zu empfehlen. Vermeide den wiederholten, ausschließlichen Einsatz von ACCase-Hemmern auf derselben Fläche und nutze mechanische Maßnahmen zur Unkrautregulierung, um den Selektionsdruck auf Schadgräser wie die Gemeine Quecke nachhaltig zu senken.

Mischbarkeit & Tankmischung

PHANTOM zeigt sich im Allgemeinen gut mischbar mit vielen gängigen Fungiziden und Insektiziden, die in den zugelassenen Kulturen zum Einsatz kommen. Bei geplanten Tankmischungen mit anderen Herbiziden – insbesondere gegen zweikeimblättrige Unkräuter – solltest du jedoch vorsichtig sein, da es zu antagonistischen Effekten kommen kann, welche die Gräserwirkung von Fluazifop-P reduzieren. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität und vermeide Mischungen bei extremen Witterungsbedingungen wie starker Hitze oder Frostgefahr. Vor dem Ansetzen einer neuen Mischung empfiehlt sich stets eine physische Mischprobe im kleinen Maßstab.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit PHANTOM ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung während der Anmischung und Ausbringung obligatorisch. Zum Schutz von Gewässerorganismen und Nichtzielpflanzen sind die abdriftmindernden Auflagen und Abstandsregelungen zu Oberflächengewässern strikt einzuhalten. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse vorgegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern vorsorglich auf Anwendungen in blühende Bestände oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Trachtsuche sind, verzichten und Behandlungen bevorzugt in den späten Abendstunden durchführen, wenn der Bienenflug beendet ist.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MeerrettichGemeine Quecke10–352 LITER_PER_HECTARE49T
KohlrübeGemeine Quecke10–352 LITER_PER_HECTARE49T
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–351 LITER_PER_HECTARE49T
FutterrübeGemeine Quecke10–352 LITER_PER_HECTARE56T
PastinakEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–351 LITER_PER_HECTARE49T
Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete)Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–351 LITER_PER_HECTARE49T
HimbeereEinjährige einkeimblättrige Unkräuter—1 LITER_PER_HECTARE45T
ZuckerrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–351 LITER_PER_HECTARE56T
WinterrapsGemeine Quecke10–502 LITER_PER_HECTARE90T
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Gemeine Quecke10–352 LITER_PER_HECTARE49T
NadelholzEinkeimblättrige Unkräuter—2 LITER_PER_HECTARE—
KohlrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–351 LITER_PER_HECTARE49T
SchwarzwurzelEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–351 LITER_PER_HECTARE49T
KnollensellerieEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–351 LITER_PER_HECTARE49T
StachelbeereEinjährige einkeimblättrige Unkräuter—1 LITER_PER_HECTARE90T
KnoblauchEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–991 LITER_PER_HECTARE28T
RettichEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–351 LITER_PER_HECTARE49T
NadelholzEinkeimblättrige Unkräuter—2 LITER_PER_HECTARE—
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–501 LITER_PER_HECTARE90T
HaferwurzEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–351 LITER_PER_HECTARE49T
LaubholzEinkeimblättrige Unkräuter—2 LITER_PER_HECTARE—
KnollensellerieGemeine Quecke0–352 LITER_PER_HECTARE49T
RettichGemeine Quecke10–352 LITER_PER_HECTARE49T
FutterrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–351 LITER_PER_HECTARE56T
ZuckerrübeGemeine Quecke10–352 LITER_PER_HECTARE56T
HeidelbeereEinjährige einkeimblättrige Unkräuter—1 LITER_PER_HECTARE90T
Schwarze JohannisbeereEinjährige einkeimblättrige Unkräuter—1 LITER_PER_HECTARE90T
AckerbohneEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–511 LITER_PER_HECTARE90T
MeerrettichEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–351 LITER_PER_HECTARE49T
KartoffelEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–291 LITER_PER_HECTARE90T
WurzelpetersilieEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–351 LITER_PER_HECTARE49T
MöhreGemeine Quecke10–352 LITER_PER_HECTARE49T
LoganbeereEinjährige einkeimblättrige Unkräuter—1 LITER_PER_HECTARE45T
BrombeereEinjährige einkeimblättrige Unkräuter—1 LITER_PER_HECTARE45T
ZiergehölzeGemeine Quecke, Einjährige einkeimblättrige Unkräuter—2 LITER_PER_HECTARE—
AckerbohneGemeine Quecke10–512 LITER_PER_HECTARE90T
SchwarzwurzelGemeine Quecke10–352 LITER_PER_HECTARE49T
BaumschulgehölzpflanzenGemeine Quecke, Einjährige einkeimblättrige Unkräuter—2 LITER_PER_HECTARE—
Rote JohannisbeereEinjährige einkeimblättrige Unkräuter—1 LITER_PER_HECTARE90T
NadelholzEinkeimblättrige Unkräuter—2 LITER_PER_HECTARE—
KartoffelGemeine Quecke0–292 LITER_PER_HECTARE90T
LaubholzEinkeimblättrige Unkräuter—2 LITER_PER_HECTARE—
HaferwurzGemeine Quecke10–352 LITER_PER_HECTARE49T
WurzelpetersilieGemeine Quecke10–352 LITER_PER_HECTARE49T
SpeisezwiebelEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–991 LITER_PER_HECTARE28T
SchalotteEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–991 LITER_PER_HECTARE28T
ErbseEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–511 LITER_PER_HECTARE35T
MöhreEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–351 LITER_PER_HECTARE49T
WinterrapsGemeine Quecke10–502 LITER_PER_HECTARE90T
Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete)Gemeine Quecke10–352 LITER_PER_HECTARE49T
LaubholzEinkeimblättrige Unkräuter—2 LITER_PER_HECTARE—
PastinakGemeine Quecke10–352 LITER_PER_HECTARE49T
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–501 LITER_PER_HECTARE90T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt, um Ausfallgetreide mit PHANTOM zu behandeln?

Der beste Behandlungszeitpunkt liegt vor, wenn das Ausfallgetreide das 2-Blatt-Stadium bis zum Ende der Bestockung (BBCH 12–29) erreicht hat und sich im aktiven Wachstum befindet. Zu diesem Zeitpunkt ist die Blattfläche groß genug für eine optimale Wirkstoffaufnahme, was eine maximale Systemwirkung garantiert.

Wie wirkt sich trockenes Wetter auf die Effizienz der Behandlung aus?

Bei extremer Trockenheit bilden Schadgräser eine dickere Wachsschicht aus, was die Aufnahme von Fluazifop-P erschweren kann. Zudem ist der Stoffwechsel der Pflanzen verlangsamt, wodurch der systemische Transport eingeschränkt wird. Behandle daher bevorzugt bei wüchsigem Wetter mit ausreichender Luftfeuchtigkeit, idealerweise in den Morgenstunden.

Was muss ich bei der Bekämpfung der Gemeinen Quecke besonders beachten?

Die Gemeine Quecke erfordert eine höhere Aufwandmenge als einjährige Gräser, da der Wirkstoff tief in das weitverzweigte Rhizomsystem transportiert werden muss. Warte mit der Behandlung, bis die Quecke eine Wuchshöhe von etwa 15 bis 20 cm erreicht hat. Vermeide Bodenbearbeitungen direkt vor und bis zu drei Wochen nach der Spritzung, um den Saftstrom nicht zu unterbrechen.

Kann ich PHANTOM mit einem Additiv oder Netzmittel kombinieren?

Obwohl PHANTOM bereits als hochwertiges Emulsionskonzentrat formuliert ist, kann der Zusatz eines zugelassenen pflanzenölbasierten Additivs besonders unter ungünstigen, trockenen Bedingungen die Benetzung und das Eindringen des Wirkstoffs durch die Wachsschicht der Gräser verbessern. Prüfe vorab immer die Verträglichkeit für deine jeweilige Kultur.

Wie finde ich heraus, ob PHANTOM für meine spezielle Kultur im aktuellen BBCH-Stadium zugelassen ist?

Nutze hierzu einfach die Kultur- und Zulassungsübersicht auf agronomy.farmable.tech. Gib deine Kultur und das aktuelle BBCH-Stadium in die Filtersuche ein, um direkt zu sehen, ob eine Anwendung von PHANTOM in deinem spezifischen Entwicklungsfenster registriert ist.

Warum sterben die Gräser nach der Anwendung von PHANTOM so langsam ab?

Das liegt am systemischen Wirkungsmechanismus als ACCase-Hemmer. Der Wirkstoff stoppt zwar sofort das Wachstum im Inneren der Pflanze, der sichtbare Vergilbungs- und Absterbeprozess der Blätter benötigt jedoch einige Zeit. Lass dich von der verzögerten Wirkung nicht verunsichern – der Bekämpfungserfolg ist bereits kurz nach der Applikation im Vegetationskegel besiegelt.