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Sonstige · W. NEUDORFF GMBH KG

Neudosan Obst-& GemüseSchädlingsFrei

BVL Zul.-Nr. 034207-61

Neudosan Obst-& GemüseSchädlingsFrei ist ein bewährtes, kontaktwirksames Pflanzenschutzmittel von W. Neudorff GmbH KG, das sich als flexibler Baustein im modernen, integrierten und ökologischen Anbau etabliert hat. Als flüssiges Konzentrat auf Basis von Kaliumsalzen natürlicher Fettsäuren (Kali-Seife) zielt es speziell auf weichhäutige, saugende Schaderreger ab. Das breite Anwendungsspektrum umfasst wichtige Kulturen im Obst-, Gemüse- und Zierpflanzenbau, bei denen ein schneller, rückstandsfreier Schutz gefordert ist.

Die Formulierung zeichnet sich durch eine hervorragende Benetzung der Blattoberflächen aus, was für die Erfassung versteckt sitzender Schädlinge entscheidend ist. Da das Pflanzenschutzmittel keine systemische Wirkung besitzt, erfasst es die Zielorganismen direkt bei der Benetzung. Es eignet sich hervorragend für den Einsatz in sensiblen Bereichen, da es nach der Anwendung schnell biologisch abgebaut wird und somit maximale Flexibilität bei der Terminierung bietet.

Wirkstoffe

Fettsäure-Kaliumsalze (Kali-Seife)
515 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkmechanismus der Fettsäure-Kaliumsalze beruht auf einem rein physikalisch-chemischen Prinzip. Nach dem direkten Kontakt dringt die Seifenlösung in die kutikuläre Wachsschicht der Schaderreger ein und löst diese auf. Dies führt zu einer irreparablen Schädigung der Zellmembranen der Schadinsekten und Spinnmilben. In der Folge bricht der osmotische Druck in den Zellen zusammen, was zu einer schnellen Dehydration (Austrocknung) der getroffenen Schaderreger führt. Zusätzlich werden die Atmungsorgane (Tracheen) der Schädlinge blockiert. Da dieser Effekt rein mechanisch und physikalisch erfolgt, tritt die Wirkung extrem rasch – oft innerhalb weniger Stunden nach dem Antrocknen des Spritzbelags – ein.

Resistenzmanagement

Aufgrund des rein physikalischen Wirkungsmechanismus über die Zerstörung der Zellmembranen besteht bei der Anwendung von Neudosan Obst-& GemüseSchädlingsFrei kein Risiko für eine Resistenzentwicklung. Das Pflanzenschutzmittel ist daher ein idealer Partner für das Resistenzmanagement. Du kannst es hervorragend in Spritzfolgen mit klassischen, systemischen oder kontaktwirksamen Insektiziden integrieren, um den Selektionsdruck auf andere Wirkstoffklassen effektiv zu senken und die Lebensdauer gefährdeter Wirkstoffe zu verlängern.

Mischbarkeit & Tankmischung

Bei der Herstellung von Tankmischungen musst du besonders auf die Wasserhärte achten. Sehr hartes Wasser kann zur Ausfällung der Kaliumsalze führen (Bildung von Kalkseife), was die Wirksamkeit verringert und die Düsen verstopfen kann; verwende daher bevorzugt weiches Wasser oder Regenwasser. Das Pflanzenschutzmittel sollte nicht mit stark sauren Produkten oder bestimmten Blattdüngern gemischt werden, da dies die Emulsion instabil machen kann. Um Verbrennungen an den Kulturen zu vermeiden, empfiehlt sich die Ausbringung in den kühleren Morgen- oder Abendstunden, wenn der Spritzbelag langsam abtrocknen kann.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Konzentrat solltest du die übliche persönliche Schutzausrüstung (PSA) wie Schutzhandschuhe und Augenschutz tragen, um Reizungen zu vermeiden. Da das Pflanzenschutzmittel als reines Kontaktmittel wirkt, schont es nach dem Antrocknen des Belags viele Nützlinge, die nicht direkt getroffen wurden. Zum Schutz von Bienen und anderen Bestäubern solltest du die Anwendung dennoch nicht auf blühende Kulturen oder an Orten ausbringen, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind; verlege die Behandlung stattdessen in die späten Abendstunden nach dem täglichen Bienenflug. Vermeide zudem jegliche Abdrift in Oberflächengewässer, um aquatische Organismen zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
Blattgemüse und frische KräuterBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZierpflanzenBlattläuse73–990.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZierpflanzenSpinnmilben73–990.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
StielmusBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ErdbeereBlattläuse—0.004 LITER_PER_SQUARE_METER—
FruchtgemüseWeiße Fliegen—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
FruchtgemüseBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
Wurzel- und KnollengemüseBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZierpflanzenSpinnmilben—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
KohlgemüseBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZierpflanzenBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
BeerenobstBlattläuse—0.002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZierpflanzenBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
Wurzel- und KnollengemüseBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
Blatt- und StielgemüseBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
HülsengemüseBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
KohlgemüseWeiße Fliegen—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZierpflanzenBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZierpflanzenWeiße Fliegen—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZierpflanzenWeiße Fliegen—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
frische KräuterBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZierpflanzenSpinnmilben—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
KohlgemüseBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZierpflanzenSpinnmilben—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
FruchtgemüseSpinnmilben—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
FruchtgemüseBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZwiebelgemüseBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
FruchtgemüseSpinnmilben—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZierpflanzenWeiße Fliegen—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
SprossgemüseBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
GemüsekulturenBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
KernobstSpinnmilben73–9910 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT—
SteinobstBlattläuse73–9910 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT—
KernobstBlattsauger-Arten (Psylla-spec.)73–9910 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT—
KernobstBlattläuse73–9910 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT—
KernobstSpinnmilben—10 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT—
BeerenobstSchildlaus-Arten31–8720 LITER_PER_HECTARE—
SteinobstSchildlaus-Arten51–8910 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT—
KohlgemüseBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
SteinobstBlattläuse—10 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT—
FruchtgemüseBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
HülsengemüseBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
FruchtgemüseBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
Lupine-ArtenBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
KernobstBlattläuse—10 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT—
frische KräuterBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
ZierpflanzenSaugende Insekten21–8918 LITER_PER_HECTARE—
KohlgemüseWeiße Fliegen—18 LITER_PER_HECTARE—
Wurzel- und KnollengemüseBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
BeerenobstSaugende Insekten31–8720 LITER_PER_HECTARE—
AckerbohneBlattläuse30–8918 LITER_PER_HECTARE—
StielmusBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
FruchtgemüseSpinnmilben—18 LITER_PER_HECTARE—
HopfenSpinnmilben32–7930 LITER_PER_HECTARE—
KernobstBlattsauger-Arten (Psylla-spec.)—10 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT—
BeerenobstSpinnmilben31–8720 LITER_PER_HECTARE—
SprossgemüseBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
GemüsekulturenBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
RapsRapsglanzkäfer50–5912 LITER_PER_HECTARE—
Blatt- und StielgemüseBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
FruchtgemüseSpinnmilben—18 LITER_PER_HECTARE—
HopfenBlattläuse32–7930 LITER_PER_HECTARE—
BlattgemüseBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
ZierpflanzenSpinnmilben21–8918 LITER_PER_HECTARE—
KernobstSchildlaus-Arten51–8910 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT—
ZierpflanzenBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
KohlgemüseBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
ZierpflanzenWeiße Fliegen—18 LITER_PER_HECTARE—
ZierpflanzenSpinnmilben—27 LITER_PER_HECTARE—
FruchtgemüseWeiße Fliegen—18 LITER_PER_HECTARE—
Wurzel- und KnollengemüseBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
ZierpflanzenSpinnmilben—18 LITER_PER_HECTARE—
ZierpflanzenBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
FuttererbseBlattläuse30–8918 LITER_PER_HECTARE—
ZwiebelgemüseBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
ZierpflanzenBlattläuse—27 LITER_PER_HECTARE—
BeerenobstBlattläuse—20 LITER_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wie stellst du sicher, dass Neudosan die maximale Wirkung gegen Blattläuse und Spinnmilben erzielt?

Da es sich um ein reines Kontaktmittel handelt, musst du die Schaderreger direkt treffen. Achte auf eine extrem gründliche Benetzung der Kulturen, insbesondere der Blattunterseiten und der Triebspitzen, wo sich Schädlinge wie Spinnmilben und Blattläuse bevorzugt aufhalten.

Warum spielt die Wasserhärte bei der Anwendung dieses Pflanzenschutzmittels eine so große Rolle?

Die enthaltenen Fettsäure-Kaliumsalze reagieren mit Calcium- und Magnesiumionen in hartem Wasser. Dies führt zur Ausfällung unlöslicher Kalkseifen, wodurch die Wirkstoffkonzentration sinkt und Spritzdüsen verstopfen können. Nutze daher weiches Wasser oder Regenwasser für die Spritzbrühe.

Kannst du Neudosan Obst-& GemüseSchädlingsFrei auch bei starker Sonneneinstrahlung spritzen?

Nein, vermeide Behandlungen bei praller Sonne und Temperaturen über 25 °C. Bei schneller Antrocknung sinkt die Wirkung, und es kann zu phytotoxischen Schäden (Verbrennungen) an den Blättern deiner Kulturen kommen. Ideal sind die kühlen Abendstunden.

Wie integrierst du das Produkt am besten in eine nachhaltige Anti-Resistenz-Strategie?

Nutze das Mittel als Rotationspartner zwischen Anwendungen von systemischen Insektiziden. Da der Wirkungsmechanismus rein physikalisch ist, unterbricht er die Selektion resistenter Schaderreger-Populationen, ohne dass die Schädlinge Abwehrmechanismen dagegen entwickeln können.

Welche Rolle spielen die BBCH-Stadien bei der Terminierung der Behandlung?

Das Mittel ist über eine sehr weite Spanne (BBCH 21 bis 99) zugelassen. Da keine lange Wartezeit die Ernte blockiert, kannst du es flexibel auch in späten BBCH-Stadien kurz vor der Ernte einsetzen, sobald die Schadschwellen der saugenden Schaderreger überschritten sind.

Wie verhält sich das Mittel gegenüber Nützlingen im integrierten Anbau?

Direkt getroffene Nützlinge können geschädigt werden. Sobald der Spritzbelag jedoch angetrocknet ist, besteht keine Gefahr mehr für nachrückende Nützlinge wie Marienkäferlarven oder Schlupfwespen, da kein giftiger Wirkstofffilm auf dem Blatt verbleibt.