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Sonstige · W. Neudorff GmbH KG

Neudosan Neu

BVL Zul.-Nr. 034207-60

Neudosan Neu von W. Neudorff GmbH KG ist ein bewährtes, vielseitig einsetzbares Pflanzenschutzmittel zur gezielten Regulierung von saugenden Schadinsekten und Spinnmilben. Als flüssiges Konzentrat auf Basis natürlicher Fettsäuren hat es sich sowohl im professionellen Erwerbsanbau als auch im geschützten Anbau fest etabliert. Es zeichnet sich durch eine schnelle Kontaktwirkung aus und schont dabei viele wichtige Nützlinge in der Kultur.

Das Anwendungsspektrum umfasst eine Vielzahl von Kulturen im Obst-, Gemüse-, Zierpflanzen- und Hopfenbau sowie im Ackerbau. Zu den Hauptschaderregern, die zuverlässig erfasst werden, gehören Blattläuse, Spinnmilben, Weiße Fliegen, Schildläuse und der Rapsglanzkäfer. Dank der flexiblen Zulassung kann das Mittel in verschiedenen Entwicklungsstadien der Kulturen (BBCH 31 bis 87) eingesetzt werden.

Durch die Formulierung als Kali-Seife ist das Produkt besonders für umweltschonende Anbausysteme und den ökologischen Landbau von hoher Bedeutung. Es hinterlässt keine persistenten Rückstände auf den Erntegütern, was eine flexible Terminierung der Behandlungen bis kurz vor der Ernte ermöglicht.

Wirkstoffe

Fettsäure-Kaliumsalze (Kali-Seife)
515 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Fettsäure-Kaliumsalze (Kali-Seife) wirkt rein physikalisch über den direkten Kontakt mit dem Schaderreger. Nach der Benetzung dringt die Seifenlösung in die dünne Wachsschicht (Kutikula) der weichhäutigen Insekten und Spinnmilben ein. Dies führt zu einer schnellen Zerstörung der Zellmembranen und der äußeren Schutzschicht, wodurch die Schaderreger innerhalb kurzer Zeit austrocknen und absterben. Da es sich um einen rein physikalisch-chemischen Wirkungsmechanismus handelt, der nicht an spezifische Rezeptoren im Nervensystem der Schädlinge bindet, ist eine systemische Wirkung in der Kultur ausgeschlossen. Eine vollständige und gründliche Benetzung aller Pflanzenteile, einschließlich der Blattunterseiten, ist daher für den Bekämpfungserfolg absolut entscheidend.

Resistenzmanagement

Aufgrund des rein physikalischen Wirkungsmechanismus der Fettsäure-Kaliumsalze ist die Entwicklung von Resistenzen bei den Zielorganismen äußerst unwahrscheinlich. Neudosan Neu eignet sich daher hervorragend als Baustein im integrierten Pflanzenschutz und im Antiresistenzmanagement. Du kannst das Produkt ideal in Spritzfolgen mit klassischen, chemisch-synthetischen Insektiziden integrieren, um deren Wirkungsdauer zu verlängern und den Selektionsdruck auf sensible Schaderregerpopulationen spürbar zu senken.

Mischbarkeit & Tankmischung

Bei der Herstellung von Tankmischungen ist besonders auf die Wasserhärte zu achten. Sehr hartes Wasser kann dazu führen, dass die Kaliumsalze mit Calcium- und Magnesiumionen reagieren und als unlösliche Kalkseife ausflocken, was die Wirksamkeit verringert und die Düsen verstopfen kann. Verwende daher nach Möglichkeit weiches Wasser oder füge bei Bedarf einen geeigneten Wasserenthärter hinzu. Das Produkt sollte nicht mit stark sauren oder stark alkalischen Mischungspartnern kombiniert werden. Führe vor einer großflächigen Anwendung stets eine Mischungsprobe sowie eine Verträglichkeitsprüfung an einzelnen Kulturen durch.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Konzentrat solltest du die übliche persönliche Schutzausrüstung (PSA) wie Schutzhandschuhe und Schutzbrille tragen, um Haut- und Augenkontakt zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse vorgegeben ist, empfiehlt sich aus Vorsorgegründen eine Anwendung außerhalb des täglichen Bienenflugs in den Abendstunden, besonders wenn die behandelten Kulturen oder Begleitpflanzen blühen. Achte darauf, Abdrift auf angrenzende Gewässer und Nichtzielflächen zu minimieren, um aquatische Organismen und die lokale Fauna zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
GemüsekulturenBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZierpflanzenSpinnmilben—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
KohlgemüseBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZierpflanzenBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
FruchtgemüseSpinnmilben—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
FruchtgemüseWeiße Fliegen—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
frische KräuterBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZierpflanzenWeiße Fliegen—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
BeerenobstBlattläuse—0.002 LITER_PER_SQUARE_METER—
HülsengemüseBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZierpflanzenBlattläuse73–990.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZierpflanzenWeiße Fliegen—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZwiebelgemüseBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ErdbeereBlattläuse—0.004 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZierpflanzenSpinnmilben—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
Wurzel- und KnollengemüseBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
SprossgemüseBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZierpflanzenSpinnmilben73–990.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
Blattgemüse und frische KräuterBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZierpflanzenSpinnmilben—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZierpflanzenBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
Wurzel- und KnollengemüseBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
Blatt- und StielgemüseBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
StielmusBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
FruchtgemüseBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZierpflanzenWeiße Fliegen—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
FruchtgemüseSpinnmilben—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
KohlgemüseBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
FruchtgemüseBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
KohlgemüseWeiße Fliegen—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
ZierpflanzenBlattläuse—0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER—
KernobstSpinnmilben73–9910 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT—
SteinobstBlattläuse73–9910 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT—
KernobstBlattsauger-Arten (Psylla-spec.)73–9910 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT—
KernobstBlattläuse73–9910 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT—
Lupine-ArtenBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
KohlgemüseBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
ZierpflanzenBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
KohlgemüseBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
SteinobstBlattläuse—10 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT—
ZierpflanzenBlattläuse—27 LITER_PER_HECTARE—
HopfenSpinnmilben32–7930 LITER_PER_HECTARE—
FruchtgemüseBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
GemüsekulturenBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
RapsRapsglanzkäfer50–5912 LITER_PER_HECTARE—
FruchtgemüseSpinnmilben—18 LITER_PER_HECTARE—
BeerenobstSchildlaus-Arten31–8720 LITER_PER_HECTARE—
FruchtgemüseBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
Blatt- und StielgemüseBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
FruchtgemüseWeiße Fliegen—18 LITER_PER_HECTARE—
BeerenobstSpinnmilben31–8720 LITER_PER_HECTARE—
StielmusBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
HülsengemüseBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
frische KräuterBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
BlattgemüseBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
HopfenBlattläuse32–7930 LITER_PER_HECTARE—
ZierpflanzenBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
BeerenobstSaugende Insekten31–8720 LITER_PER_HECTARE—
KernobstSpinnmilben—10 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT—
FuttererbseBlattläuse30–8918 LITER_PER_HECTARE—
FruchtgemüseSpinnmilben—18 LITER_PER_HECTARE—
KohlgemüseWeiße Fliegen—18 LITER_PER_HECTARE—
SprossgemüseBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
KernobstBlattläuse—10 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT—
ZierpflanzenWeiße Fliegen—18 LITER_PER_HECTARE—
ZierpflanzenSaugende Insekten21–8918 LITER_PER_HECTARE—
AckerbohneBlattläuse30–8918 LITER_PER_HECTARE—
KernobstSchildlaus-Arten51–8910 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT—
KernobstBlattsauger-Arten (Psylla-spec.)—10 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT—
Wurzel- und KnollengemüseBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
ZierpflanzenSpinnmilben—27 LITER_PER_HECTARE—
Wurzel- und KnollengemüseBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
BeerenobstBlattläuse—20 LITER_PER_HECTARE—
ZwiebelgemüseBlattläuse—18 LITER_PER_HECTARE—
ZierpflanzenSpinnmilben—18 LITER_PER_HECTARE—
SteinobstSchildlaus-Arten51–8910 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT—
ZierpflanzenSpinnmilben21–8918 LITER_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Warum ist die Wassermenge und die Benetzung bei der Anwendung von Neudosan Neu so entscheidend?

Da das Pflanzenschutzmittel ausschließlich über den direkten Kontakt wirkt, werden nur Schaderreger erfasst, die vollständig von der Spritzbrühe benetzt werden. Du solltest daher eine ausreichend hohe Wassermenge wählen und die Kultur von allen Seiten – insbesondere auch die Blattunterseiten – gründlich tropfnass spritzen.

Welchen Einfluss hat die Wasserhärte auf die Wirksamkeit des Mittels?

Sehr hartes Wasser mit einem hohen Calcium- und Magnesiumgehalt kann dazu führen, dass die Kaliumsalze als unlösliche Kalkseife ausflocken. Dadurch verringert sich die Wirkstoffkonzentration in der Spritzbrühe und die Düsen können verstopfen. Verwende daher nach Möglichkeit weiches Wasser oder Regenwasser für die Applikation.

Kann ich Neudosan Neu auch bei starker Sonneneinstrahlung und Hitze ausbringen?

Nein, du solltest die Behandlung idealerweise in den kühleren Morgen- oder Abendstunden oder bei bedecktem Himmel durchführen. Bei starker Sonneneinstrahlung und hohen Temperaturen verdunstet die Spritzbrühe zu schnell, was die physikalische Wirkung mindert und das Risiko von Verbrennungen an den Blättern der Kultur erhöht.

Wie integriere ich das Produkt am besten in ein biologisches Nützlingskonzept?

Das Mittel schont viele wichtige Nützlinge wie Raubmilben, Florfliegenlarven und Schlupfwespen, sobald der Spritzbelag vollständig abgetrocknet ist. Du kannst es daher hervorragend mit dem Einsatz von biologischen Gegenspielern kombinieren, indem du die Nützlinge erst nach dem Antrocknen des Belags in der Kultur freilässt.

Gibt es Einschränkungen bezüglich der Kulturverträglichkeit, die ich beachten sollte?

Obwohl Fettsäuren im Allgemeinen sehr gut verträglich sind, können manche empfindliche Kulturen oder Zierpflanzensorten (insbesondere solche mit einer ausgeprägten Wachsschicht oder sehr weichem Laub) empfindlich reagieren. Wenn du dir unsicher bist, empfiehlt es sich, vor der großflächigen Behandlung eine Probespritzung an einzelnen Pflanzen durchzuführen.

Wie schnell tritt die Wirkung nach der Behandlung ein?

Die Wirkung setzt unmittelbar nach dem direkten Kontakt mit dem Schädling ein. Die Schaderreger werden sofort immobilisiert und trocknen innerhalb weniger Stunden aus. Du kannst den Erfolg der Maßnahme daher bereits sehr schnell nach dem Antrocknen der Spritzbrühe auf den Blättern kontrollieren.