Alle Mittel
Sonstige · Sharda Cropchem Espana S.L.

MEPISHA

BVL Zul.-Nr. 00B119-00

MEPISHA ist ein hochwirksamer Wachstumsregler, der speziell für den Einsatz in wichtigen Getreidekulturen wie Winterweichweizen, Wintergerste und Sommergerste entwickelt wurde. Als flüssige Formulierung lässt sich das Pflanzenschutzmittel hervorragend dosieren und anwenden. Das primäre Ziel dieses Mittels ist die gezielte Steuerung des Längenwachstums, um die Standfestigkeit der Bestände nachhaltig zu sichern und das Risiko von Lagergetreide zu minimieren.

In modernen, intensiv geführten Getreidebeständen ist die Halmverkürzung und Halmfestigung ein entscheidender Baustein zur Ertragssicherung. Durch den gezielten Einsatz von MEPISHA wird das vegetative Wachstum gebremst, was zu einer kompakteren Pflanzenarchitektur führt. Dies erleichtert nicht nur die spätere Ernte, sondern optimiert auch die Licht- und Nährstoffausnutzung innerhalb des Bestandes.

Wirkstoffe

Mepiquat
50 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in MEPISHA enthaltene Wirkstoff Mepiquat greift aktiv in den Hormonhaushalt der Kultur ein. Er wirkt als Hemmstoff der Gibberellinsynthese. Gibberelline sind pflanzeneigene Hormone, die maßgeblich für das Streckungswachstum der Zellen verantwortlich sind. Durch die Blockade bestimmter enzymatischer Schritte in diesem Syntheseweg wird die Zellstreckung in den Internodien gehemmt. Als Folge dieser biochemischen Regulation entwickeln die behandelten Kulturen kürzere und gleichzeitig dickwandigere Halme. Die mechanische Stabilität des Getreidehalms wird signifikant erhöht, insbesondere im unteren Bereich, der bei Wind und Starkregen den größten Belastungen ausgesetzt ist. Zudem wird das Wurzelwachstum positiv beeinflusst, was die Standfestigkeit zusätzlich stabilisiert.

Resistenzmanagement

Obwohl bei Wachstumsreglern wie Mepiquat das Risiko einer Resistenzentwicklung im Vergleich zu Fungiziden oder Herbiziden als äußerst gering eingestuft wird, solltest du im Sinne eines integrierten Pflanzenbaus auf eine ausgewogene Strategie achten. Kombiniere den Einsatz von MEPISHA mit pflanzenbaulichen Maßnahmen wie einer standortangepassten Sortenwahl (standfeste Sorten) und einer bedarfsgerechten Stickstoffdüngung. Ein Wechsel oder die Kombination mit Wachstumsreglern anderer Wirkstoffklassen unterstützt ein nachhaltiges Bestandsmanagement.

Mischbarkeit & Tankmischung

MEPISHA zeichnet sich durch eine gute Mischbarkeit mit vielen gängigen Fungiziden und Herbiziden aus, was dir hilft, Überfahrten einzusparen. Bei Tankmischungen solltest du jedoch stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine Mischprobe auf physikalische Kompatibilität durchführen. Vermeide Mischungen bei extremen Witterungsbedingungen wie starker Sonneneinstrahlung, anhaltender Trockenheit oder drohenden Nachtfrösten, da dies die Verträglichkeit in der Kultur beeinträchtigen kann. Achte zudem auf eine ausreichende Wassermenge für eine gleichmäßige Benetzung.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit MEPISHA steht der Schutz des Anwenders und der Umwelt an erster Stelle. Trage während der Anmischung und Ausbringung stets die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzanzug. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse vorgegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern die Anwendung generell nicht in blühende Bestände oder auf blühende Unkräuter legen und die Behandlung bevorzugt in den Abendstunden durchführen, wenn kein Bienenflug mehr stattfindet. Vermeide zudem jegliche Abdrift in angrenzende Gewässer oder Saumstrukturen, um aquatische Organismen zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
SommergersteStandfestigkeit, Halmfestigung, Halmverkürzung31–390.75 LITER_PER_HECTARE—
WinterweichweizenStandfestigkeit, Halmfestigung, Halmverkürzung31–390.75 LITER_PER_HECTARE—
WintergersteStandfestigkeit, Halmfestigung, Halmverkürzung31–390.75 LITER_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von MEPISHA?

Der optimale Anwendungszeitraum liegt in den BBCH-Stadien 31 bis 39, also vom Beginn des Schossens bis zum Erscheinen des letzten Blattes (Fahnenblattstadium). Behandle am besten bei wüchsigem Wetter und ausreichender Bodenfeuchtigkeit, damit der Wirkstoff optimal von der Kultur aufgenommen und transportiert werden kann.

Kann ich MEPISHA auch bei Trockenheit oder Frostgefahr spritzen?

Nein, du solltest MEPISHA nicht unter extremen Stressbedingungen wie anhaltender Trockenheit, Hitze oder bei Frostgefahr anwenden. Die Kultur benötigt aktive Stoffwechselprozesse, um den Wirkstoff vertragen und physiologisch umsetzen zu können. Warte bei extremen Wetterlagen lieber, bis sich die Bedingungen stabilisiert haben.

Wie wirkt sich MEPISHA auf das Wurzelsystem der Getreidekulturen aus?

Neben der gewünschten Halmverkürzung führt die Hemmung der Gibberellinsynthese häufig zu einer verstärkten Wurzelbildung. Ein kräftigeres Wurzelsystem verbessert nicht nur die Verankerung im Boden (was die Standfestigkeit weiter erhöht), sondern optimiert auch die Wasser- und Nährstoffaufnahme der Kultur in stressigen Phasen.

Welche Rolle spielt die Wassermenge bei der Ausbringung von MEPISHA?

Eine gleichmäßige Benetzung der Getreidehalme ist entscheidend für die Wirkung. Verwende daher eine praxisübliche Wassermenge von 200 bis 400 Litern pro Hektar und achte auf eine feintropfige Applikation, damit der Wirkstoff gut an den Stängeln haftet und schnell aufgenommen wird.

Warum ist die Halmfestigung in Gerste besonders wichtig?

Gerste, insbesondere Wintergerste, neigt aufgrund ihrer Halmstruktur und des schnellen Wachstums im Frühjahr stark zu Halm- und Ährenknicken. Durch den Einsatz von MEPISHA stärkst du die Halmwandung im unteren Bereich, wodurch die mechanische Belastbarkeit deutlich steigt und das Risiko von Ernteverlusten minimiert wird.

Wie finde ich heraus, ob MEPISHA mit meinem geplanten Fungizid mischbar ist?

Du kannst die physikalische Mischbarkeit vorab in einem kleinen Gefäß (Mischprobe) testen. Für die biologische Verträglichkeit solltest du die offiziellen Mischbarkeitstabellen des Herstellers konsultieren oder dich direkt bei deinem pflanzenbaulichen Berater informieren, um Kulturschäden zu vermeiden.