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Sonstige · Bayer CropScience Deutschland GmbH

Luna Max

BVL Zul.-Nr. 008479-00

Luna Max ist ein hochwirksames, modernes Pflanzenschutzmittel von Bayer CropScience, das speziell für den professionellen Weinbau zur Bekämpfung des Echten Mehltaus (Uncinula necator) entwickelt wurde. Als innovative flüssige Formulierung kombiniert dieses Fungizid zwei komplementäre Wirkstoffe, um einen lückenlosen Schutz der Reben während der kritischsten Wachstumsphasen zu gewährleisten. Es hat sich im Markt als Standardlösung für anspruchsvolle Spritzfolgen etabliert.

Durch die Kombination von systemischen und kurativen Eigenschaften schützt das Mittel sowohl die Blätter als auch die Gescheine und jungen Beeren zuverlässig vor einer Infektion. Die ausgewogene Formulierung sorgt für eine hervorragende Benetzung der Pflanzenoberfläche und eine schnelle Regenfestigkeit, was dir auch unter wechselhaften Witterungsbedingungen eine hohe Flexibilität bei der Terminierung deiner Behandlungen bietet.

Wirkstoffe

Fluopyram
75 g/L · Wirkstoff
Spiroxamine
200 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die herausragende Wirkung von Luna Max basiert auf dem synergistischen Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Wirkmechanismen. Der Wirkstoff Fluopyram gehört zur Gruppe der SDHI (Succinat-Dehydrogenase-Inhibitoren, FRAC-Gruppe 7). Er greift direkt in den Atmungskreislauf des Pilzes ein, indem er den Komplex II der mitochondrialen Atmungskette blockiert. Dies entzieht dem Schaderreger die lebensnotwendige Energie, stoppt das Myzelwachstum sowie die Sporenkeimung und verhindert so die Etablierung des Pilzes auf der Kultur. Ergänzt wird dies durch Spiroxamin, einen Wirkstoff aus der Klasse der Amin-Fungizide (FRAC-Gruppe 5, Untergruppe der Sterol-Biosynthese-Inhibitoren oder SBI). Spiroxamin hemmt die Ergosterol-Biosynthese des Pilzes an mehreren Stellen, insbesondere der Delta-14-Reduktase und Delta-8/7-Isomerase. Diese duale Blockade stört die Membranintegrität des Erregers nachhaltig und sorgt für eine schnelle, kurative Stopp-Wirkung gegen bereits vorhandene Infektionen.

Resistenzmanagement

Um die langfristige Wirksamkeit dieser wertvollen Wirkstoffkombination zu sichern, ist ein konsequentes Antiresistenzmanagement unerlässlich. Da Fluopyram als SDHI-Fungizid einem inhärenten Resistenzrisiko unterliegt, solltest du Luna Max strikt im Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen einsetzen. Begrenze die Anzahl der Anwendungen pro Saison gemäß den regionalen Empfehlungen des Pflanzenschutzdienstes und vermeide Blockbehandlungen, um den Selektionsdruck auf den Echten Mehltau so gering wie möglich zu halten.

Mischbarkeit & Tankmischung

Luna Max zeichnet sich durch eine hervorragende physikalische und biologische Mischbarkeit mit gängigen Weinbaufungiziden, Insektiziden und Blattdüngern aus. Bei der Herstellung von Tankmischungen solltest du stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine kleine Mischprobe auf physikalische Verträglichkeit durchführen. Achte auf eine ausreichende Wassermenge und eine gleichmäßige Benetzung der Laubwand, besonders in den dichten Phasen der Vegetationsperiode, um Spritzschatten zu vermeiden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, für den Anwenderschutz obligatorisch. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse vorgegeben ist, gilt die allgemeine Vorsichtsregel: Vermeide Anwendungen direkt in blühende Bestände oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind. Verlege die Behandlung vorzugsweise in die späten Abendstunden, wenn der Bienenflug beendet ist. Achte zudem penibel darauf, dass keine Abdrift in angrenzende Gewässer oder Saumbiotope gelangt, um aquatische Organismen und die lokale Biodiversität zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WeinrebeEchter Mehltau (Uncinula necator)53–730.33 LITER_PER_HECTARE35T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für den Einsatz von Luna Max in meinen Reben?

Der optimale Behandlungszeitraum liegt in den hochsensiblen BBCH-Stadien von der Gescheinsentwicklung bis zum Beerenwachstum (BBCH 53 bis 73). In dieser Phase ist die Kultur besonders anfällig für Oidium-Infektionen, und die systemische Wirkung schützt den rasanten Zuwachs der Reben optimal.

Wie verhält sich das Mittel bei unbeständigem Wetter und Regen?

Dank der schnellen Wirkstoffaufnahme und der modernen Formulierung ist das Pflanzenschutzmittel bereits kurze Zeit nach dem Antrocknen des Spritzbelags regenfest. Dennoch solltest du die Anwendung nicht unmittelbar vor angekündigten Starkregenereignissen durchführen, um eine optimale Verteilung auf der Kultur zu gewährleisten.

Kann ich Luna Max auch kurativ einsetzen, wenn ich bereits erste Oidium-Symptome sehe?

Ja, durch die enthaltene Komponente Spiroxamin besitzt das Produkt eine starke kurative Stopp-Wirkung gegen den Schaderreger. Dennoch solltest du Behandlungen im Weinbau primär vorbeugend planen, da bereits etablierte Infektionen irreversible Schäden an den Gescheinen oder jungen Beeren verursachen können.

Warum ist die Kombination aus SDHI und Amin-Fungizid in diesem Produkt so vorteilhaft?

Diese Kombination vereint zwei völlig unterschiedliche Wirkmechanismen. Während das SDHI (Fluopyram) eine starke Dauerwirkung aufweist, sorgt das Amin-Fungizid (Spiroxamin) für einen schnellen Knock-down-Effekt. Dies minimiert das Risiko von Wirkungsverlusten und beugt der Entstehung von Resistenzen effektiv vor.

Was muss ich bei der Applikationstechnik beachten, um die beste Wirkung zu erzielen?

Eine lückenlose Benetzung der gesamten Laubwand und insbesondere der Gescheins- bzw. Traubenzone ist entscheidend. Passe die Wassermenge an das jeweilige Laubwandvolumen an und stelle deine Düsentechnik so ein, dass auch das Innere der Rebe optimal vom Spritznebel erfasst wird.

Wie integriere ich Luna Max am besten in meine jährliche Spritzfolge?

Setze das Produkt strategisch während der Phase der Blüte und des frühen Fruchtansatzes ein. Wechsle danach auf Fungizide mit anderen Wirkmechanismen, wie beispielsweise Kontaktmittel oder Triazole, um den Selektionsdruck zu streuen und die Richtlinien des integrierten Pflanzenschutzes zu erfüllen.