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Sonstige · Syngenta Agro GmbH

LANDOR CT

BVL Zul.-Nr. 024264-00

LANDOR CT von Syngenta ist ein hochwirksames, flüssiges Pflanzenschutzmittel zur Saatgutbehandlung (Beizmittel), das speziell für den Schutz von Kulturen im frühen Entwicklungsstadium entwickelt wurde. Durch die Kombination von drei leistungsstarken Wirkstoffen bietet diese Formulierung einen lückenlosen Schutz gegen ein breites Spektrum von samen- und bodenbürtigen Schaderregern. Als fließfähiges Konzentrat (FS) lässt sich das Produkt hervorragend auf dem Saatgut verteilen und sorgt für eine gleichmäßige Anlagerung an jedem einzelnen Korn.

Dieses Pflanzenschutzmittel hat sich im professionellen Ackerbau als Standard etabliert, um einen gesunden Feldaufgang und eine vitale Jugendentwicklung der Kulturen abzusichern. Es schützt die Keimlinge in der kritischen Phase der Keimung und des Auflaufens, wenn sie besonders anfällig für Pilzinfektionen sind. Dank der hervorragenden Haftungseigenschaften der Formulierung wird der Staubabrieb während des Beizprozesses und der Aussaat auf ein Minimum reduziert, was sowohl den Anwenderschutz als auch die Umweltverträglichkeit optimiert.

Wirkstoffe

Difenoconazol
20 g/L · Wirkstoff
Fludioxonil
25 g/L · Wirkstoff
Tebuconazol
5 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die herausragende Wirkung von LANDOR CT basiert auf dem synergistischen Zusammenspiel dreier Wirkstoffe mit unterschiedlichen biochemischen Angriffsunkten. Difenoconazol und Tebuconazol gehören zur Gruppe der Triazole (FRAC-Klasse 3). Sie wirken als Demethylierungs-Inhibitoren (DMI) in der Sterol-Biosynthese der Pilze. Indem sie die C14-Demethylase blockieren, verhindern sie den Aufbau funktioneller Zellmembranen, was das Wachstum des Pilzmyzels effektiv stoppt. Während Tebuconazol schnell aufgenommen wird und eine rasche Initialwirkung zeigt, sorgt Difenoconazol für eine langanhaltende systemische Schutzwirkung im Keimling. Ergänzt werden die beiden Triazole durch Fludioxonil, das der FRAC-Klasse 12 (Phenylpyrrole) angehört. Fludioxonil greift in die Signalübertragung der Pilzzelle ein, indem es die osmoregulatorische MAP-Kinase hemmt. Dies führt zu einer Störung des Glycerintransports und letztlich zum Platzen der Sporen und Keimschläuche. Da Fludioxonil kaum systemisch transportiert wird, verbleibt es als stabiler Schutzmantel direkt um das Samenkorn und schützt es zuverlässig vor bodenbürtigen Schaderregern.

Resistenzmanagement

Durch die Kombination von Wirkstoffen aus zwei völlig unterschiedlichen FRAC-Klassen (Klasse 3 und Klasse 12) besitzt LANDOR CT ein integriertes, hochwirksames Resistenzmanagement. Da die Schaderreger gleichzeitig an verschiedenen physiologischen Prozessen attackiert werden, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung äußerst gering. Um diesen Schutz langfristig zu erhalten, solltest du im weiteren Vegetationsverlauf bei nachfolgenden Blattapplikationen auf einen konsequenten Wirkstoffklassenwechsel achten und nicht ausschließlich Produkte aus der Gruppe der Triazole einsetzen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da es sich bei LANDOR CT um ein spezialisiertes Beizmittel handelt, erfolgt die Anwendung in der Regel direkt in professionellen Beizanlagen. Bei einer eventuellen Mischung mit speziellen Saatgut-Zusatzstoffen, wie Mikronährstoffen oder Haftmitteln, solltest du vorab stets eine Mischbarkeitsprobe im kleinen Maßstab durchführen. Achte auf eine gleichmäßige Wasserqualität und eine exakte Dosierung, um eine optimale Benetzung des Saatguts ohne Verkleben der Körner zu gewährleisten. Eine nachträgliche Zumischung von flüssigen Komponenten sollte erst nach Rücksprache mit dem Hersteller erfolgen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel und dem gebeizten Saatgut steht der Anwenderschutz an erster Stelle. Trage bei der Handhabung, dem Absacken und der Aussaat stets die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Atemschutz, um Staubbelastungen zu vermeiden. Da für dieses Produkt keine spezifische Bienen-Gefährdungsklasse angegeben ist, solltest du aus Vorsorgegründen darauf achten, dass kein gebeiztes Saatgut offen auf dem Feld liegen bleibt, um Vögel und Wildtiere zu schützen. Vermeide die Aussaat bei starkem Wind, um Abdrift auf angrenzende Flächen oder blühende Bestände zu verhindern, und achte auf einen ordnungsgemäßen Bodenschluss des Saatguts.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
—Allgemein—0 GRAM_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wie schützt LANDOR CT den Keimling vor bodenbürtigen Schaderregern?

Durch den Wirkstoff Fludioxonil, der sich kaum im Boden bewegt, bildet das Mittel einen stabilen Schutzpanzer direkt um das Samenkorn. Dieser schützt die junge Pflanze vor Pilzen, die im Boden lauern, während die systemischen Triazole Difenoconazol und Tebuconazol im Inneren des Keimlings nach oben transportiert werden.

Worauf musst du bei der Aussaat von mit LANDOR CT behandeltem Saatgut achten?

Du solltest darauf achten, dass das Saatgut vollständig und tief genug in den Boden abgelegt wird, sodass kein Korn offen an der Oberfläche liegen bleibt. Dies schützt Vögel und Kleinsäuger. Zudem sollte die Aussaat nicht bei starkem Wind erfolgen, um den Abrieb von Beizstaub zu minimieren.

Kann ich LANDOR CT selbst auf meinem Betrieb anwenden?

Da es sich um eine hochpräzise Saatgutbehandlung handelt, wird die Anwendung in der Regel in professionellen, zertifizierten Beizanlagen durchgeführt. Dies garantiert eine gleichmäßige Verteilung auf dem Korn und minimiert den Staubabrieb, was für den Schutz von Umwelt und Anwender entscheidend ist.

Warum enthält das Produkt drei verschiedene Wirkstoffe?

Die Kombination aus Difenoconazol, Fludioxonil und Tebuconazol deckt ein extrem breites Spektrum an Pilzerregern ab und kombiniert Kontaktwirkung mit systemischem Schutz. Zudem beugt dieser Mix aus unterschiedlichen Wirkstoffklassen (FRAC 3 und 12) der Entstehung von Resistenzen effektiv vor.

Wie lagere ich mit LANDOR CT behandeltes Saatgut richtig?

Du solltest das behandelte Saatgut kühl, trocken und gut belüftet lagern. Schütze es vor direkter Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit, um die Keimfähigkeit nicht zu beeinträchtigen, und bewahre es stets unzugänglich für Tiere und Unbefugte auf. Restmengen dürfen nicht verfüttert werden.