Landmaster Supreme 480 TF
Landmaster Supreme 480 TF ist ein hochkonzentriertes, nicht-selektives Blattherbizid zur Bekämpfung eines extrem breiten Spektrums von Schaderregern im Ackerbau, in der Forstwirtschaft und auf Nichtkulturland. Durch die Formulierung mit dem bewährten Wirkstoff Glyphosat erfasst das Pflanzenschutzmittel sowohl ein- und zweikeimblättrige Unkräuter als auch hartnäckige Holzgewächse und Ausfallkulturen. Es eignet sich hervorragend für die Vorsaatbehandlung, die Stoppelbearbeitung sowie für gezielte Anwendungen zur Sikkation und zur Beseitigung von Schosserrüben.
Dank seiner modernen Formulierungstechnologie dringt der Wirkstoff rasch in die grünen Pflanzenteile ein und wird systemisch in der gesamten Kultur transportiert. Dies garantiert eine nachhaltige Wirkung bis in die Wurzelspitzen, was insbesondere bei ausdauernden Unkräutern wie der Acker-Kratzdistel oder verschiedenen Ampfer-Arten von entscheidender Bedeutung ist. Landmaster Supreme 480 TF stellt somit ein fundamentales Werkzeug für das moderne Feld- und Forstmanagement dar.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der enthaltene Wirkstoff Glyphosat gehört zur HRAC-Gruppe 9. Die biochemische Wirkung basiert auf der gezielten Blockierung des Enzyms 5-Enolpyruvylshikimat-3-phosphat-Synthase (EPSPS) im Shikimatweg der Pflanzen. Dieses Enzym ist essenziell für die Synthese der aromatischen Aminosäuren Phenylalanin, Tyrosin und Tryptophan, die für das Wachstum und den Stoffwechsel der Pflanzen unerlässlich sind. Da dieser Stoffwechselweg ausschließlich in Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen vorkommt, zeichnet sich der Wirkstoff durch eine hohe Spezifität aus. Nach der Aufnahme über die Blätter wird Glyphosat im Phloem aktiv in die Wachstumszonen (Meristeme) sowie in die unterirdischen Speicherorgane (Wurzeln, Rhizome) transportiert. Der vollständige Absterbeprozess der behandelten Schaderreger zieht sich über mehrere Tage bis Wochen hin, sichtbar an einer fortschreitenden Vergilbung und anschließenden Nekrose.
Resistenzmanagement
Um der Entstehung von resistenten Unkrautbiotypen vorzuugeben, solltest du Landmaster Supreme 480 TF stets in ein integriertes Unkrautmanagement einbinden. Dies umfasst den Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen (HRAC-Gruppen) sowie pflanzenbauliche Maßnahmen wie eine vielseitige Fruchtfolge, gezielte Bodenbearbeitung und den Anbau von Zwischenfrüchten. Vermeide wiederholte, alleinige Anwendungen von Glyphosat auf derselben Fläche und achte darauf, überlebende Unkräuter mechanisch oder mit anderen Wirkmechanismen konsequent auszuschalten.
Mischbarkeit & Tankmischung
Bei der Herstellung von Tankmischungen ist die Wasserqualität ein entscheidender Faktor. Da Glyphosat-Ionen in hartem Wasser mit Calcium- und Magnesium-Kationen schwerlösliche Komplexe bilden können, empfiehlt sich bei Bedarf der Zusatz von Ammoniumsulfat zur Konditionierung des Spritzwassers. Landmaster Supreme 480 TF ist generell mit vielen gängigen Pflanzenschutzmitteln mischbar, jedoch solltest du vor jeder Anwendung die physikalische Verträglichkeit in einem kleinen Behälter testen. Vermeide Mischungen mit stark alkalischen Komponenten oder Kontakt-Herbiziden, die das Blattgewebe zu schnell zerstören und dadurch die systemische Verteilung von Glyphosat behindern könnten.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit Landmaster Supreme 480 TF ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzanzug bei der Ausbringung, unerlässlich. Zum Schutz von Gewässerorganismen und der terrestrischen Umwelt sind Abdriften auf angrenzende Flächen und Oberflächengewässer strikt zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse im Zulassungsdokument ausgewiesen ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern das Pflanzenschutzmittel nicht auf blühende Kulturen oder Unkräuter ausbringen und die Applikation vorzugsweise in den Abendstunden durchführen, wenn kein Bienenflug mehr stattfindet.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Wiesen, Weiden | Acker-Kratzdistel, Ampfer-Arten | — | 250 LITER_PER_1000_LITER_WATER | 14T |
| Rasen | Einkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 3 LITER_PER_HECTARE | — |
| Nadelholz | Holzgewächse, Einkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 3.75 LITER_PER_HECTARE | — |
| Stilllegungsflächen | Einkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 3.75 LITER_PER_HECTARE | — |
| Douglasie | Einkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 3.75 LITER_PER_HECTARE | — |
| Nordmann-Tanne | Einkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 3.75 LITER_PER_HECTARE | — |
| Ackerbaukulturen | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 2.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Nordmann-Tanne | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 2.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Fichte | Einkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 3.75 LITER_PER_HECTARE | — |
| Gemüsekulturen | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 2.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Fichte | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 2.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Gleisanlagen | Einkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 7.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Raps | Einkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter, Sikkation | 85–99 | 3 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Nobilistanne | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 2.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Ackerbaukulturen | Einkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter, Ausfallkulturen | — | 3.75 LITER_PER_HECTARE | — |
| Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen) | Einkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter | 89–99 | 3.75 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Futterrübe | Schosserrüben, Acker-Kratzdistel | 85–99 | 250 LITER_PER_1000_LITER_WATER | 60T |
| Gemüsekulturen | Einkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 3.75 LITER_PER_HECTARE | — |
| Nobilistanne | Einkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 3.75 LITER_PER_HECTARE | — |
| Wiesen, Weiden | Einkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 3 LITER_PER_HECTARE | 14T |
| Rasen | Einkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 3 LITER_PER_HECTARE | — |
| Laubholz | Holzgewächse, Einkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter | — | 3.75 LITER_PER_HECTARE | — |
| Douglasie | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 2.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zuckerrübe | Schosserrüben, Acker-Kratzdistel | 85–99 | 250 LITER_PER_1000_LITER_WATER | 60T |
| Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen) | Einkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter, Sikkation | 89–99 | 3.75 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Ackerbaukulturen | Einkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter | 0–3 | 3.75 LITER_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wie lange nach der Anwendung von Landmaster Supreme 480 TF darf es nicht regnen?
Für eine optimale Wirkung sollte nach der Behandlung eine regenfreie Zeit von mindestens 4 bis 6 Stunden eingehalten werden. So stellst du sicher, dass der Wirkstoff vollständig von den Blättern der Schaderreger aufgenommen und systemisch in die Wurzeln transportiert wird.
Worauf musst du bei der Bekämpfung von ausdauernden Unkräutern wie der Acker-Kratzdistel besonders achten?
Ausdauernde Unkräuter solltest du dann behandeln, wenn sie genügend Blattmasse gebildet haben, um ausreichend Wirkstoff aufzunehmen. Bei der Acker-Kratzdistel ist der optimale Zeitpunkt meist kurz vor oder während der Knospenbildung, da in dieser Phase ein starker Saftstrom in die Wurzeln stattfindet.
Kannst du Landmaster Supreme 480 TF auch bei niedrigen Temperaturen im Spätherbst einsetzen?
Ja, eine Anwendung ist auch bei kühleren Temperaturen möglich, solange die Schaderreger noch aktiv assimilieren und kein starker Frost herrscht. Beachte jedoch, dass sich der Wirkungseintritt und das sichtbare Absterben bei kühler Witterung deutlich verzögern können.
Wie verhält sich der Wirkstoff nach der Anwendung im Boden?
Glyphosat wird bei Kontakt mit dem Boden extrem schnell und stark an Bodenpartikel (insbesondere Tonminerale) adsorbiert. Dadurch wird es biologisch inaktiviert und kann von nachfolgenden Kulturen nicht über die Wurzeln aufgenommen werden. Der Abbau erfolgt primär mikrobiell.
Was musst du bei der Anwendung zur Sikkation beachten?
Eine Sikkation darf nur in den dafür zugelassenen Kulturen und unter strenger Beachtung der gesetzlichen Vorgaben erfolgen. Sie dient primär der Ernteerleichterung bei ungleichmäßig abreifenden Beständen und darf nicht als Standardmaßnahme zur Erntebeschleunigung missbraucht werden. Achte genau auf die vorgeschriebene Wartezeit vor der Ernte.
Wie wirkt sich hartes Brunnenwasser auf die Wirksamkeit des Mittels aus und was kannst du dagegen tun?
Sehr hartes Wasser enthält viele Calcium- und Magnesiumionen, die den Wirkstoff Glyphosat binden und seine Aufnahme blockieren können. Du kannst dem entgegenwirken, indem du vor der Zugabe des Herbizids einen geeigneten Wasserenthärter oder Ammoniumsulfat in den Spritztank gibst.