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Sonstige · Sharda Cropchem Espana S.L.

LAGERLAND Winde 13

BVL Zul.-Nr. 008288-62

LAGERLAND Winde 13 ist ein hochkonzentriertes Herbizid zur gezielten Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern im Mais (Zea mays). Mit dem bewährten Wirkstoff Dicamba (577,9 g/l), formuliert als wasserlösliches Konzentrat (SL), bietet dieses Pflanzenschutzmittel eine schnelle und zuverlässige Wirkung gegen ein breites Spektrum an breitblättrigen Schaderregern, die in der frühen Entwicklungsphase der Kultur mit ihr um Licht, Wasser und Nährstoffe konkurrieren.

Das Produkt ist speziell für den Einsatz im frühen Nachauflauf konzipiert. Durch die systemische Verteilung im Schaderreger erfasst es auch tiefer wurzelnde Unkrautarten nachhaltig. Dank seiner flüssigen Formulierung lässt sich LAGERLAND Winde 13 hervorragend dosieren und ist ein wichtiger Baustein für saubere Maisbestände direkt vor dem Reihenschluss.

Wirkstoffe

Dicamba
577.9 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Dicamba gehört zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine). Nach der Aufnahme über die Blätter und Wurzeln wird der Wirkstoff systemisch sowohl akropetal als auch basipetal in der Pflanze transportiert und sammelt sich in den meristematischen Geweben an. Dicamba imitiert das natürliche Pflanzenhormon Indol-3-essigsäure (Auxin) und führt zu einer Überstimulation der hormonellen Steuerung. Dies löst ein unkontrolliertes, asymmetrisches Zellwachstum aus. Typische Symptome sind das charakteristische Verkrümmen und Verdrehen der Stängel und Blätter (Epinastie), gefolgt von einer Störung des Stoffwechsels und dem Absterben des Schaderregers. Da einkeimblättrige Kulturen wie Mais den Wirkstoff rasch metabolisieren und abbauen können, weist das Pflanzenschutzmittel eine hervorragende Selektivität auf.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen bei einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern vorzubeugen, solltest du LAGERLAND Winde 13 stets im Rahmen eines integrierten Unkrautmanagements einsetzen. Vermeide den wiederholten, alleinigen Einsatz von Herbiziden mit demselben Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe 4) auf derselben Fläche. Es wird empfohlen, Dicamba in Spritzfolgen oder als Tankmischung mit Partnern aus anderen Wirkstoffklassen – wie beispielsweise ALS-Inhibitoren (HRAC-Gruppe 2) oder HPPD-Inhibitoren (HRAC-Gruppe 27) – zu kombinieren, um ein breites Wirkungsspektrum abzusichern und den Selektionsdruck zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

LAGERLAND Winde 13 zeichnet sich durch eine gute physikalische Mischbarkeit mit vielen gängigen Maisherbiziden und flüssigen Blattdüngern aus. Bei Tankmischungen solltest du jedoch stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine kleine Mischprobe (Kübeltest) durchführen. Achte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und vermeide extrem hartes Wasser oder sehr niedrige Wassertemperaturen, um eine optimale Löslichkeit und Benetzung zu gewährleisten. Die Zugabe von Additiven kann die Benetzung auf schwer benetzbaren Unkrautarten verbessern, sollte aber auf die Verträglichkeit der Kultur abgestimmt sein.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit LAGERLAND Winde 13 ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Schutzbrille, während der Anmischung und Anwendung obligatorisch. Da keine spezifische Bienengefährdungsstufe in den Zulassungsdaten angegeben ist, solltest du aus Vorsorgegründen Anwendungen auf blühende Kulturen oder Unkräuter vermeiden und die Behandlung bevorzugt in den Abendstunden durchführen, wenn kein Bienenflug stattfindet. Achte zudem penibel darauf, Abdrift auf benachbarte Flächen, insbesondere Gewässer und Saumbiotope, durch den Einsatz driftmindernder Düsen zu verhindern, um aquatische Organismen und die Umwelt zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter13–150.6 LITER_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

In welchem BBCH-Stadium des Maises ist die Anwendung von LAGERLAND Winde 13 am sichersten?

Die Anwendung ist für die BBCH-Stadien 13 bis 15 registriert, was dem 3- bis 5-Blattstadium des Maises entspricht. In dieser Phase besitzt die Kultur die beste Verträglichkeit, während die meisten einjährigen zweikeimblättrigen Unkräuter im optimalen, empfindlichen Keimblatt- bis frühen Laubblattstadium auflaufen.

Wie wirkt sich die Witterung auf die Effizienz von LAGERLAND Winde 13 aus?

Für eine optimale Wirkung solltest du das Produkt bei wüchsigem Wetter und milden Temperaturen zwischen 12 °C und 20 °C ausbringen. Vermeide Behandlungen bei extremer Hitze, starker Sonneneinstrahlung über Mittag oder wenn Frostgefahr besteht, da gestresste Unkräuter den Wirkstoff schlechter aufnehmen und das Risiko von Kulturunverträglichkeiten steigt.

Kann ich LAGERLAND Winde 13 auch bei Windstille oder starkem Wind spritzen?

Spritze niemals bei starkem Wind (über 5 m/s), um eine gefährliche Abdrift auf empfindliche Nachbarkulturen wie Rüben, Raps oder Gemüse zu verhindern. Aber auch absolute Windstille ist zu meiden, da thermische Aufwinde zu unvorhersehbarer Wirkstoffverlagerung führen können; ideal ist eine leichte, gleichmäßige Brise.

Welche Unkrautarten werden durch den Wirkstoff Dicamba besonders gut erfasst?

Dicamba zeigt eine hervorragende Wirkung gegen eine Vielzahl einjähriger zweikeimblättriger Schaderreger, darunter Knöterich-Arten, Weißer Gänsefuß, Melde, Kamille und Klettenlabkraut. Auch schwer bekämpfbare Wurzelunkräuter wie die Ackerdistel werden in frühen Stadien empfindlich geschwächt.

Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech passende Mischpartner für dieses Produkt?

Du kannst im Hub gezielt nach weiteren für Mais (ZEAMX) registrierten Herbiziden filtern. Achte dabei auf Wirkstoffe aus anderen HRAC-Klassen (z. B. Terbuthylazin oder Tembotrione), um eine wirksame Tankmischung zu erstellen, die sowohl Gräser als auch breitblättrige Unkräuter lückenlos erfasst.

Gibt es eine Wartezeit, die ich vor der Ernte des Maises einhalten muss?

Für LAGERLAND Winde 13 ist die Wartezeit durch die Festlegung des spätesten Anwendungszeitpunkts (BBCH 15) abgedeckt. Das bedeutet, dass zwischen der Behandlung im frühen Nachauflauf und der Ernte (Silomais oder Körnermais) ohnehin genügend Zeit vergeht, sodass keine zusätzliche Wartezeit in Tagen eingehalten werden muss.