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Sonstige · Corteva Agriscience Germany GmbH

LaDiva

BVL Zul.-Nr. 00A767-00

LaDiva ist ein hochmodernes Herbizid von Corteva Agriscience, das speziell für den Einsatz im Nachauflauf im Herbst in Winterraps (BRSNW) entwickelt wurde. Als innovative flüssige Formulierung kombiniert es drei starke Wirkstoffe, um ein breites Spektrum einjähriger zweikeimblättriger Unkräuter effektiv zu kontrollieren. Durch diese Kombination bietet das Pflanzenschutzmittel eine hervorragende Flexibilität und sichert die Etablierung der Kultur in der kritischen frühen Wachstumsphase.

Die Stärke von LaDiva liegt in der Bekämpfung schwer bekämpfbarer Unkräuter wie Klettenlabkraut, Kamille-Arten, Kornblume und verschiedenen Kreuzblütlern. Dank der enthaltenen Wirkstoffe, insbesondere des modernen Arylex-Active (Halauxifen-methyl), wirkt das Herbizid auch bei kühleren Herbsttemperaturen zuverlässig. Dies macht es zu einem unverzichtbaren Baustein für ein sauberes Rapsfeld vor dem Winter.

Wirkstoffe

Aminopyralid
32 g/L · Wirkstoff
Halauxifen-methyl
10 g/L · Wirkstoff
Picloram
48 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die biochemische Wirkung von LaDiva basiert auf der Kombination von drei Wirkstoffen aus der HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine): Aminopyralid, Halauxifen-methyl und Picloram. Diese Wirkstoffe imitieren das natürliche Pflanzenhormon Indol-3-essigsäure (Auxin) und binden an spezifische Rezeptoren in den Unkräutern. Dies führt zu einer unkontrollierten Überstimulation des Wachstums, was sich schnell durch typische Symptome wie Epinastie (Verkrümmung von Stängeln und Blättern), Gewebeschwellungen und schließlich das Absterben der betroffenen Schaderreger äußert. Besonders hervorzuheben ist die Rolle von Halauxifen-methyl (Arylex active), das sich durch eine extrem schnelle Aufnahme über das Blatt und eine temperaturunabhängige Wirkung auszeichnet. Selbst bei wechselhafter Herbstwitterung und niedrigen Temperaturen setzt die Wirkung rasch ein, da der Wirkstofftransport in der Pflanze auch unter suboptimalen Bedingungen aktiv bleibt.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen wirksam vorzubeugen, solltest du LaDiva stets in ein integriertes Unkrautmanagement einbinden. Da alle drei Wirkstoffe zur HRAC-Gruppe 4 gehören, ist es ratsam, im Fruchtfolgeglied oder bei nachfolgenden Behandlungen Herbizide mit anderen Wirkmechanismen (z. B. Bodenherbizide aus anderen HRAC-Gruppen im Vorauflauf) einzusetzen. Achte darauf, die volle zugelassene Aufwandmenge zu nutzen, um die Selektion teilresistenter Biotypen zu verhindern, und mechanische Maßnahmen zur Unkrautregulierung zu integrieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

LaDiva zeichnet sich durch eine gute Mischbarkeit mit vielen gängigen Pflanzenschutzmitteln aus, die im herbstlichen Rapsanbau eingesetzt werden, wie etwa spezifischen Graminiziden oder Insektiziden. Bei Tankmischungen solltest du jedoch stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe durchführen. Für eine optimale Benetzung und Wirkstoffaufnahme ist weiches bis mittelschweres Spritzwasser ideal; die Zugabe von speziellen Additiven ist in der Regel nicht erforderlich, kann aber unter extrem trockenen Bedingungen die Wirkung auf hartlaubige Unkräuter unterstützen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit LaDiva ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, unerlässlich, um den Anwenderschutz zu gewährleisten. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse in den Zulassungsdaten angegeben ist, solltest du aus Vorsorgegründen Anwendungen auf blühende Kulturen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, vermeiden und die Behandlung bevorzugt in den Abendstunden durchführen. Um aquatische Organismen und die Bodenfauna zu schonen, sind die allgemeinen Abstandsauflagen zu Gewässern und Saumstrukturen strikt einzuhalten und jegliche Abdrift auf angrenzende Flächen zu minimieren.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterrapsEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–190.25 LITER_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von LaDiva im Herbst?

Der beste Behandlungszeitraum liegt im frühen Nachauflauf des Winterrapses in den BBCH-Stadien 12 bis 19. Achte darauf, dass die Unkräuter aufgelaufen sind und sich im aktiven Wachstum befinden (idealerweise im Keim- bis frühen Laubblattstadium), um die maximale Blattwirkung der Wirkstoffe zu nutzen.

Wie verhält sich LaDiva bei niedrigen Temperaturen im Spätherbst?

Dank des enthaltenen Wirkstoffs Halauxifen-methyl (Arylex active) wirkt LaDiva auch bei kühlen Temperaturen ab ca. 2 bis 5 °C noch sehr zuverlässig. Du musst also nicht auf warme Spätsommertage warten, sondern kannst die Behandlung flexibel an feuchten, kühlen Herbsttagen durchführen, solange kein Frost droht.

Kann ich LaDiva mit einem Gräserherbizid (Graminizid) mischen?

Ja, eine Tankmischung mit vielen gängigen Graminiziden zur Bekämpfung von Ausfallgetreide und Ungräsern ist grundsätzlich möglich. Du solltest jedoch bei der Mischung im Tank auf die richtige Reihenfolge beim Einfüllen achten und bei extremen Stressbedingungen für die Kultur (z. B. nach Frost oder bei Staunässe) auf Mischungen verzichten, um die Verträglichkeit nicht zu gefährden.

Welche Unkräuter werden von LaDiva besonders gut erfasst?

Das Wirkungsspektrum umfasst ein breites Band einjähriger zweikeimblättriger Unkräuter. Hervorragende Wirkungsgrade erzielst du unter anderem bei Klettenlabkraut, Kamille-Arten, Kornblume, Klatschmohn, Hirtentäschelkraut und Hellerkraut. Auch schwer bekämpfbare Arten wie der Storchschnabel werden gut unterdrückt.

Was musst du bei der Nachfolgeplanung beachten, wenn du LaDiva eingesetzt hast?

Da die Wirkstoffe Aminopyralid und Picloram eine gewisse Bodenstabilität aufweisen, um eine Dauerwirkung gegen spät keimende Unkräuter zu erzielen, solltest du bei der Fruchtfolgeplanung im Folgejahr die Hinweise in der Gebrauchsanleitung genau beachten. Nach dem normalen Umbruch von Winterraps im Sommer kannst du in der Regel problemlos Wintergetreide oder im darauffolgenden Frühjahr bestimmte Sommerkulturen anbauen.