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Sonstige · Sharda Cropchem Espana S.L.

KAMPEKI

BVL Zul.-Nr. 008288-61

KAMPEKI ist ein hochwirksames Herbizid zur gezielten Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern im Mais (ZEAMX). Mit dem bewährten Wirkstoff Dicamba bietet das Pflanzenschutzmittel eine zuverlässige Lösung, um die Konkurrenz durch unerwünschte Beikräuter in der kritischen frühen Entwicklungsphase der Kultur auszuschalten. Die flüssige Formulierung ermöglicht eine einfache Handhabung und präzise Dosierung im Feld.

Das Produkt ist speziell für den Einsatz im Nachauflauf optimiert und besetzt eine wichtige Position im modernen Unkrautmanagement. Da junge Maispflanzen besonders empfindlich auf frühen Unkrautdruck reagieren, sichert der rechtzeitige Einsatz von KAMPEKI das Ertragspotenzial und sorgt für einen sauberen Start der Kultur. Es erfasst ein breites Spektrum typischer zweikeimblättriger Problemunkräuter im Ackerbau.

Wirkstoffe

Dicamba
577.9 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in KAMPEKI enthaltene Wirkstoff Dicamba gehört zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine). Nach der Aufnahme über die Blätter und in geringerem Maße über die Wurzeln wird der Wirkstoff systemisch in der gesamten Pflanze verteilt und reichert sich besonders in den meristematischen Geweben (Wachstumszonen) an. Biochemisch imitiert Dicamba das natürliche Pflanzenhormon Indol-3-essigsäure (Auxin). Dies führt zu einer unkontrollierten Überstimulation des Zellwachstums und der Zellteilung. Die betroffenen Unkräuter zeigen charakteristische Symptome wie Deformationen, Stängelkrümmungen (Epinastie) und das typische "Auswachsen", bevor das Leitgewebe kollabiert und die Schadpflanzen schließlich vollständig absterben.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen bei einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern wirksam vorzubeugen, solltest du KAMPEKI stets in ein integriertes Herbizidkonzept einbinden. Vermeide den ausschließlichen, wiederholten Einsatz von Wuchsstoffen (HRAC-Gruppe 4) auf derselben Fläche. Ein jährlicher Wechsel oder die Kombination mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen – wie beispielsweise ALS-Inhibitoren (HRAC-Gruppe 2) oder HPPD-Inhibitoren (HRAC-Gruppe 27) – sichert die langfristige Wirksamkeit dieses wichtigen Wirkstoffs.

Mischbarkeit & Tankmischung

KAMPEKI lässt sich in der Praxis gut mit vielen gängigen Maisherbiziden sowie flüssigen Blattdüngern mischen, um das Wirkungsspektrum abzurunden. Achte bei der Erstellung von Tankmischungen stets auf die physikalische Kompatibilität der Partner und fülle die Spritze zunächst mit ausreichend Wasser, bevor du die Produkte nacheinander zugibst. Die Anwendung sollte bei wüchsigem Wetter und ausreichender Luftfeuchtigkeit erfolgen; extreme Hitze oder Frostperioden kurz vor der Behandlung sind zu vermeiden, um die Kulturverträglichkeit nicht zu gefährden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzbrille, unerlässlich. Da für dieses Produkt keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern grundsätzlich auf Anwendungen in blühende Bestände oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, verzichten und die Behandlung bevorzugt in den Abendstunden durchführen. Um Einträge in Oberflächengewässer zu vermeiden, sind Abdriften auf angrenzende Biotope und Gewässerstrukturen durch den Einsatz abdriftmindernder Technik konsequent zu minimieren.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter13–150.6 LITER_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von KAMPEKI im Mais?

Der beste Behandlungszeitraum liegt in der frühen Nachauflaufphase des Maises, konkret zwischen den BBCH-Stadien 13 und 15 (3- bis 5-Blatt-Stadium). Zu diesem Zeitpunkt sind auch die meisten einjährigen zweikeimblättrigen Unkräuter noch klein und befinden sich im empfindlichen Keimblatt- bis frühen Laubblattstadium, was die Wirkstoffaufnahme maximiert.

Welche Witterungsbedingungen begünstigen die Wirkung des Herbizids?

Für eine optimale Wirkung benötigt KAMPEKI wüchsiges Wetter mit Temperaturen zwischen 12 °C und 20 °C sowie eine ausreichende Luftfeuchtigkeit. Unter diesen Bedingungen ist der Stoffwechsel der Unkräuter aktiv, was die Aufnahme und den Transport des systemischen Wirkstoffs Dicamba in der Pflanze beschleunigt. Vermeide Behandlungen bei praller Sonne, starkem Wind oder Temperaturen über 25 °C.

Kann ich KAMPEKI mit anderen Herbiziden mischen, um auch Gräser zu bekämpfen?

Ja, da KAMPEKI als reines Breitblatt-Herbizid keine Wirkung gegen Schadgräser besitzt, ist eine Tankmischung mit einem graminiziden Partner in der Praxis oft sinnvoll. Du solltest jedoch vorab immer die physikalische Mischbarkeit prüfen und die Gebrauchsanleitungen beider Produkte genau beachten.

Wie schnell ist der Wirkstoff nach der Anwendung regenfest?

In der Regel ist der Wirkstoff Dicamba nach etwa 2 bis 4 Stunden so weit in die Blätter der Unkräuter eingedrungen, dass anschließender Niederschlag die Wirkung nicht mehr beeinträchtigt. Bei kühlerer Witterung oder einer dicken Wachsschicht der Unkräuter kann sich diese Spanne leicht verlängern.

Was muss ich beim Abdriftschutz beachten, wenn empfindliche Nachbarkulturen angrenzen?

Da Dicamba ein hochwirksamer Wuchsstoff ist, reagieren benachbarte zweikeimblättrige Kulturen wie Rüben, Raps, Leguminosen oder Weinreben extrem empfindlich auf geringste Wirkstoffmengen. Du musst daher unbedingt mit abdriftmindernden Düsen arbeiten, die Windgeschwindigkeit im Auge behalten und einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu angrenzenden Flächen einhalten.

Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech weitere zugelassene Produkte für meine Kulturen?

Du kannst in unserem Hub ganz einfach über die Filterfunktion nach deiner spezifischen Kultur und dem Ziel-Schaderreger suchen. Dort werden dir alle in Deutschland registrierten Pflanzenschutzmittel übersichtlich mit ihren Zulassungsdetails und Anwendungsbestimmungen angezeigt.