IRONCLAD
IRONCLAD ist ein modernes, hochwirksames Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von Nacktschnecken in einer Vielzahl von landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Kulturen. Als anwendungsfertiges Ködergranulat bietet es eine hervorragende Lockwirkung sowie eine extreme Regen- und Schimmelbeständigkeit. Dies stellt sicher, dass die Köder auch unter feuchten Bedingungen, in denen die Schaderreger besonders aktiv sind, über einen langen Zeitraum attraktiv und wirksam auf der Fläche verbleiben.
Der Wirkstoff Eisen-III-phosphat ist der Natur nachempfunden und zeichnet sich durch ein hervorragendes Umweltprofil aus. Das Produkt eignet sich ideal für den Einsatz im integrierten Pflanzenschutz sowie im ökologischen Landbau. Durch die breite Zulassung in zahlreichen Kulturen – von Gemüse über Kartoffeln bis hin zu Ackerbaukulturen – ist IRONCLAD ein flexibler Baustein im professionellen Kulturmanagement.
Die Anwendung erfolgt typischerweise in den frühen Entwicklungsstadien der Kulturen (BBCH-Stadium 0 bis 10), wenn die jungen Keimlinge besonders empfindlich gegenüber Schneckenfraß sind. Dank der speziellen Formulierungstechnologie wird eine gleichmäßige Verteilung auf der Fläche ermöglicht, was die Wahrscheinlichkeit einer schnellen Köderaufnahme durch die Schaderreger maximiert.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der Wirkstoff Eisen-III-phosphat wirkt nach der Aufnahme durch die Nacktschnecken spezifisch auf deren Kropf- und Mitteldarmdrüse. Nach dem Verzehr des Köders führt die Verbindung zu einer schnellen physiologischen Veränderung im Verdauungstrakt der Schnecken, was einen sofortigen Fraßstopp zur Folge hat. Die Schaderreger stellen die Schädigung der Kulturen umgehend ein, noch bevor sie verenden. Ein besonderer Vorteil dieses Wirkungsmechanismus ist, dass die Schnecken sich nach der Köderaufnahme in ihre unterirdischen Verstecke oder in den Boden zurückziehen, um dort zu sterben. Im Gegensatz zu älteren Wirkstoffen kommt es bei Eisen-III-phosphat nicht zu einer übermäßigen Schleimbildung auf der Bodenoberfläche, was das optische Erscheinungsbild der Kulturen schont und den Zersetzungsprozess der Schaderreger unsichtbar im Boden ablaufen lässt.
Resistenzmanagement
Da es sich bei Eisen-III-phosphat um einen anorganischen Wirkstoff mit einem rein physiologisch-biochemischen Wirkungsmechanismus im Verdauungstrakt handelt, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei Nacktschnecken als äußerst gering einzustufen. Dennoch solltest du im Sinne eines nachhaltigen Resistenzmanagements und integrierten Pflanzenschutzes mechanische Maßnahmen wie eine sorgfältige Bodenbearbeitung zur Zerstörung von Schneckeneiern und Hohlräumen im Boden mit dem gezielten Einsatz von IRONCLAD kombinieren.
Mischbarkeit & Tankmischung
Als anwendungsfertiges Streumittel wird IRONCLAD ausschließlich solo ausgebracht und nicht in flüssigen Tankmischungen mit anderen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern angewendet. Eine Ausbringung kann jedoch zeitnah mit anderen Maßnahmen erfolgen. Achte bei der Anwendung darauf, dass der Boden feucht, aber nicht wassergesättigt ist, und vermeide das Streuen unmittelbar vor Starkregenereignissen, um eine optimale Verteilung und Attraktivität der Köderpellets zu gewährleisten.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit IRONCLAD solltest du die übliche persönliche Schutzausrüstung tragen, um direkten Haut- und Augenkontakt zu vermeiden. Da für dieses Produkt keine spezifische Bienengefährlichkeitsklasse angegeben ist, empfiehlt sich aus Vorsorgegründen eine Anwendung in den Abendstunden, wenn der Bienenflug beendet ist, sowie die Vermeidung des direkten Eintrags auf blühende Kulturen oder Unkräuter. Der Wirkstoff wird im Boden biologisch zu Eisen und Phosphat abgebaut, wodurch das Risiko für Regenwürmer und Bodenmikroorganismen bei sachgerechter Anwendung minimal ist; dennoch sollte ein direkter Eintrag in Oberflächengewässer vermieden werden.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Chicoree | Nacktschnecken | 0–10 | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Sareptasenf | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Möhre | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Frühes Barbarakraut | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete) | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Gewürzfenchel | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Speisezwiebel | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Lein | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Endivien | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Ackerbohne | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Sommerportulak | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Buschbohne | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Knollensellerie | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Kartoffel | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Gerste | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Sojabohne | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Endivien | Nacktschnecken | 0–10 | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rosenkohl | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Zuckerrübe | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Grünkohl | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Chicoree | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Futterrübe | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Knollensellerie | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Weißkohl | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Stielmangold | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Hafer | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rettich | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Raps | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rucola-Arten | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Weizen | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Kresse | Nacktschnecken | 0–10 | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Salat-Arten | Nacktschnecken | 0–10 | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Kohlrübe | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Feldsalat | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Roggen | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Winterheckenzwiebel | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Bleichsellerie | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rucola-Arten | Nacktschnecken | 0–10 | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Spinat | Nacktschnecken | 0–10 | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Porree | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.) | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Futtererbse | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Sonnenblume | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Obstkulturen | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Feuer- bzw. Käferbohne | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Mohn | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Senf-Arten | Nacktschnecken | 0–10 | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Senf-Arten | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Artischocke | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Sommerportulak | Nacktschnecken | 0–10 | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Dicke Bohne | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Salate | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Markerbse | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Borretsch | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Zuckermais | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Knoblauch | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Brokkoli | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Blumenkohl | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Mais | Nacktschnecken | — | 7 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wie erkennst du, ob IRONCLAD gewirkt hat, wenn keine toten Schnecken auf der Oberfläche liegen?
Das ist eine Besonderheit des Wirkstoffs: Nach der Aufnahme von Eisen-III-phosphat spüren die Schnecken einen sofortigen Fraßstopp und ziehen sich in den Boden oder in schattige Verstecke zurück, wo sie verenden. Dass die Wirkung eingesetzt hat, erkennst du daran, dass der Fraßschaden an deinen Kulturen schlagartig aufhört und keine neuen Schleimspuren mehr entstehen.
Wann ist der beste Zeitpunkt am Tag, um das Ködergranulat auszubringen?
Du solltest IRONCLAD am besten am späten Nachmittag oder frühen Abend ausbringen. Nacktschnecken sind dämmerungs- und nachtaktiv und kommen bei steigender Luftfeuchtigkeit aus ihren Verstecken. So finden sie die frischen Köder direkt zu Beginn ihrer Aktivitätsphase vor.
Welchen Einfluss hat feuchtes Wetter auf die Stabilität der Köder?
Die Köderpellets sind extrem regen- und feuchtigkeitsbeständig formuliert. Sie quellen bei Feuchtigkeit auf, was sie für die Schnecken sogar noch attraktiver macht, zerfallen aber nicht. Erst bei extremen, langanhaltenden Niederschlägen kann eine Nachbehandlung erforderlich werden, wenn die Köder vollständig aufgenommen oder weggeschwemmt wurden.
Wie solltest du den Boden vor der Anwendung vorbereiten, um die Wirkung zu maximieren?
Ein feinkrümeliges Saatbett ist ideal. Grobe Erdschollen bieten den Schnecken tagsüber perfekte Verstecke und erschweren das gleichmäßige Streuen. Wenn du den Boden vor der Saat gut rückverfestigst, reduzierst du zudem die Hohlräume, in denen sich die Schaderreger bewegen und ihre Eier ablegen können.
Kann IRONCLAD auch bei niedrigen Temperaturen im zeitigen Frühjahr eingesetzt werden?
Ja, die Wirkung von Eisen-III-phosphat ist temperaturunabhängig. Sobald die Temperaturen so weit ansteigen, dass die Schnecken aktiv werden und Fraßschäden verursachen (meist ab ca. 5 °C), kannst du das Mittel erfolgreich einsetzen.
Wie ermittelst du am besten, ob eine Behandlung mit IRONCLAD auf deiner Fläche notwendig ist?
Nutze vor der Anwendung sogenannte Schneckenfolien oder feuchte Jutesäcke, unter die du ein paar Testköder legst. Kontrolliere diese Fangstellen am nächsten Morgen. Wenn du dort Schnecken oder Fraßspuren findest, ist die Schadschwelle überschritten und du solltest die gesamte Fläche behandeln, um deine jungen Kulturen zu schützen.