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Sonstige · Bayer CropScience Deutschland GmbH

Input Classic

BVL Zul.-Nr. 025625-00

Input Classic ist ein hochwirksames, systemisches Fungizid von Bayer CropScience, das sich als Standardlösung im professionellen Getreideanbau etabliert hat. Die flüssige Formulierung kombiniert zwei bewährte Wirkstoffe, um ein breites Spektrum an pilzlichen Schaderregern in Weizen, Gerste und Roggen effektiv zu bekämpfen. Durch die Kombination von Prothioconazol und Spiroxamin bietet das Pflanzenschutzmittel sowohl vorbeugende (protektive) als auch heilende (kurative) Eigenschaften.

Das Anwendungsspektrum deckt die wichtigsten wirtschaftlich bedeutenden Blatt- und Ährenkrankheiten ab. Dazu gehören neben Echtem Mehltau und Rostpilzen (Gelb- und Braunrost) auch anspruchsvolle Erreger wie die Septoria-Blattdürre, Netzflecken, Rhynchosporium secalis sowie die Halmbruchkrankheit im frühen Bereich und Fusarium-Arten in der späten Phase. Zudem unterstützt das Mittel die Minderung nichtparasitärer Blattflecken in Gerste, was die Vitalität der Kultur sichert.

Wirkstoffe

Prothioconazol
160 g/L · Wirkstoff
Spiroxamine
300 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die herausragende Wirkung von Input Classic basiert auf dem synergistischen Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Wirkungsmechanismen aus der Gruppe der Sterolbiosynthese-Inhibitoren (SBI). Prothioconazol gehört zur Klasse der Triazolinthione (FRAC-Gruppe 3) und hemmt die Demethylierung in der C14-Position (DMI) der Sterolbiosynthese der Pilze. Dies führt zu einer nachhaltigen Störung der Membranintegrität des Pathogens und stoppt das Myzelwachstum effektiv. Spiroxamin, ein Vertreter der Spiroketalamine (FRAC-Gruppe 5), greift an zwei anderen Stellen der Sterolbiosynthese ein: Es hemmt die Delta14-Reduktase und die Delta8->Delta7-Isomerase. Durch diesen dualen Angriffsweg innerhalb des Stoffwechsels der Schaderreger wird nicht nur eine schnelle Initialwirkung erzielt, sondern auch die Wirkstoffaufnahme von Prothioconazol in die Kultur beschleunigt, da Spiroxamin als Penetrationsbeschleuniger fungiert.

Resistenzmanagement

Um das Risiko einer Resistenzentwicklung gegenüber den enthaltenen Wirkstoffklassen (FRAC 3 und FRAC 5) zu minimieren, solltest du Input Classic stets im Rahmen einer integrierten Pflanzenschutzstrategie einsetzen. Vermeide wiederholte Solo-Anwendungen von Fungiziden mit gleichem Wirkungsmechanismus auf derselben Fläche. Ein regelmäßiger Wechsel mit Wirkstoffen aus anderen FRAC-Gruppen (wie z. B. Carboxamiden oder Strobilurinen) sowie die strikte Einhaltung der empfohlenen Aufwandmengen sind essenziell, um die Selektion resistenter Pilzstämme langfristig zu verhindern.

Mischbarkeit & Tankmischung

Input Classic zeichnet sich durch eine hervorragende Mischbarkeit mit gängigen Herbiziden, Insektiziden, Wachstumsreglern und Blattdüngern aus. Bei der Erstellung von Tankmischungen solltest du stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe in einem kleinen Gefäß durchführen. Achte auf eine ausreichende Wassermenge und vermeide extreme Spritzbrühtemperaturen sowie das Ansetzen von Mischungen bei starker Sonneneinstrahlung oder Frostgefahr, um die Kulturverträglichkeit zu maximieren.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit diesem Pflanzenschutzmittel ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, zwingend erforderlich, um den Anwenderschutz zu gewährleisten. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern und nützlichen Insekten vorsorglich auf Anwendungen in blühende Bestände oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Futtersuche sind, verzichten und Behandlungen bevorzugt in den späten Abendstunden durchführen. Um Einträge in Oberflächengewässer und empfindliche Saumbiotope zu vermeiden, sind die allgemeinen Abdriftminderungsmaßnahmen und Gewässerabstände strikt einzuhalten.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WeizenHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–321.25 LITER_PER_HECTARE—
RoggenBraunrost (Puccinia recondita)30–691.25 LITER_PER_HECTARE—
GersteNetzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres)30–611.25 LITER_PER_HECTARE—
GersteHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–321.25 LITER_PER_HECTARE—
GersteRhynchosporium secalis30–611.25 LITER_PER_HECTARE—
WeizenEchter Mehltau (Erysiphe graminis)30–611.25 LITER_PER_HECTARE—
WeizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)30–611.25 LITER_PER_HECTARE—
RoggenRhynchosporium secalis30–611.25 LITER_PER_HECTARE—
WeizenBraunrost (Puccinia recondita)30–691.25 LITER_PER_HECTARE—
WeizenGelbrost (Puccinia striiformis)30–611.25 LITER_PER_HECTARE—
RoggenHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–321.25 LITER_PER_HECTARE—
WeizenSeptoria nodorum30–611.25 LITER_PER_HECTARE—
WeizenDTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repentis)30–611.25 LITER_PER_HECTARE—
GersteEchter Mehltau (Erysiphe graminis)30–611.25 LITER_PER_HECTARE—
GersteMinderung nichtparasitärer Blattflecken37–611.25 LITER_PER_HECTARE—
GersteZwergrost (Puccinia hordei)30–611.25 LITER_PER_HECTARE—
RoggenEchter Mehltau (Erysiphe graminis)30–611.25 LITER_PER_HECTARE—
WeizenFusarium-Arten61–691.25 LITER_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung gegen die Halmbruchkrankheit?

Der optimale Behandlungszeitraum gegen die Halmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides) liegt im frühen Frühjahr zu Beginn des Schossens (BBCH-Stadium 30 bis 32). Zu diesem Zeitpunkt kann das Mittel seine systemische Wirkung im Halmbasisbereich am besten entfalten, bevor das Gewebe dauerhaft geschädigt wird.

Wie wirkt sich Spiroxamin auf die Aufnahme von Prothioconazol aus?

Spiroxamin besitzt hervorragende Penetrationseigenschaften und wirkt in der Formulierung als sogenannter Wegbereiter. Es beschleunigt die Aufnahme des systemischen Partners Prothioconazol in das Blattgewebe der Kultur, wodurch die Regenfestigkeit der gesamten Spritzbrühe deutlich verbessert wird.

Kann ich das Produkt auch bei kühleren Temperaturen im zeitigen Frühjahr einsetzen?

Ja, dank des enthaltenen Spiroxamins zeigt das Produkt auch bei niedrigeren Temperaturen ab ca. 5–8 °C eine gute Initialwirkung. Dies macht es zu einer idealen Wahl für die erste Fungizidmaßnahme im T1-Fenster, wenn andere Wirkstoffklassen noch an ihre Temperaturgrenzen stoßen.

Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech weitere zugelassene Produkte für meine Kultur?

Du kannst im zentralen Produkt-Hub gezielt nach deiner Kultur (z. B. Winterweizen) filtern und die Suche mit dem gewünschten Schaderreger kombinieren. Die Plattform listet dir dann alle in Deutschland registrierten Pflanzenschutzmittel inklusive ihrer Aufwandmengen und Anwendungsbestimmungen übersichtlich auf.

Warum ist die Bekämpfung von nichtparasitären Blattflecken in Gerste wichtig?

Nichtparasitäre Blattflecken entstehen oft durch physiologischen Stress, wie starke UV-Strahlung oder extreme Temperaturschwankungen, und reduzieren die photosynthetisch aktive Blattfläche. Die Anwendung hilft, diesen Stress abzumildern, die Vitalität der Gerste zu erhalten und somit ertragssichernd zu wirken.

Welche Rolle spielt das BBCH-Stadium 69 für die späteste Anwendung?

Das BBCH-Stadium 69 markiert das Ende der Blüte und ist die zulassungsrechtliche Grenze für den Einsatz. Behandlungen in diesem späten Fenster (ab BBCH 61) zielen vor allem auf die Minderung von Fusarium-Infektionen an den Ähren ab, um die Qualität des Ernteguts zu sichern und Mykotoxine zu minimieren.