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Sonstige · GLOBACHEM NV

INNOX Pro

BVL Zul.-Nr. 00A469-61

INNOX Pro ist ein hochwirksames, systemisches Fungizid zur Bekämpfung eines breiten Spektrums von pilzlichen Schaderregern in Getreide und Winterraps. Als moderne flüssige Formulierung mit dem bewährten Wirkstoff Prothioconazol bietet das Pflanzenschutzmittel sowohl protektive als auch kurative Eigenschaften. Es schützt die Kulturen zuverlässig vor ertragsmindernden Blatt-, Halm- und Ährenkrankheiten und sichert somit die Qualität und den Ertrag deiner Ernte.

Das Anwendungsspektrum umfasst wichtige Getreidearten wie Weizen, Gerste, Roggen und Hafer sowie Winterraps. Durch die systemische Verteilung im Pflanzengewebe werden auch neu zuwachsende Pflanzenteile nach der Behandlung geschützt. Dies macht INNOX Pro zu einem unverzichtbaren Baustein in der modernen landwirtschaftlichen Praxis, insbesondere bei hohem Infektionsdruck durch anspruchsvolle Schaderreger.

Wirkstoffe

Prothioconazol
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in INNOX Pro enthaltene Wirkstoff Prothioconazol gehört zur chemischen Klasse der Triazolinthione und wird innerhalb der FRAC-Klassifikation der Gruppe 3 (DMI-Fungizide / Demethylierungs-Inhibitoren) zugeordnet. Der biochemische Wirkungsmechanismus basiert auf der gezielten Hemmung der C14-Demethylase im Biosyntheseweg des Ergosterols. Ergosterol ist ein essenzieller Bestandteil der Zellmembranen von Pilzen. Durch diese Blockade wird der Aufbau funktionsfähiger Zellmembranen im pathogenen Pilz gestört, was zu einer Instabilität der Zellwand, zum Auslaufen von Zellbestandteilen und letztlich zum Absterben des Schaderregers führt. Da der Wirkstoff systemisch in der Kultur transportiert wird, erfasst er bereits eingedrungene Pilzhyphen (kurative Wirkung) und verhindert gleichzeitig das Keimen neuer Sporen auf der Blattoberfläche (protektive Wirkung).

Resistenzmanagement

Um die langfristige Wirksamkeit von INNOX Pro zu sichern und der Entstehung von Resistenzen vorzubeugen, solltest du ein konsequentes Antiresistenzmanagement betreiben. Da Prothioconazol der FRAC-Gruppe 3 angehört, ist es ratsam, dieses Pflanzenschutzmittel im Rahmen der Spritzfolge mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen abzuwechseln. Vermeide wiederholte Solo-Anwendungen desselben Wirkstoffs und halte dich stets an die empfohlenen Aufwandmengen, um den selektiven Druck auf die Schaderreger-Populationen zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

INNOX Pro zeichnet sich durch eine gute physikalische und biologische Mischbarkeit mit gängigen Herbiziden, Insektiziden, Wachstumsreglern und Blattdüngern aus. Bei der Herstellung von Tankmischungen solltest du die Spritze zunächst zu zwei Dritteln mit Wasser füllen, die Produkte einzeln unter ständigem Rühren hinzugeben und INNOX Pro vollständig auflösen, bevor andere Komponenten beigemischt werden. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität und vermeide extreme pH-Werte der Spritzbrühe. Eine zeitnahe Ausbringung nach dem Ansetzen der Mischung wird empfohlen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit INNOX Pro ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, unerlässlich, um den Anwenderschutz zu gewährleisten. Da keine spezifische Bieneneinstufung in den Zulassungsdaten vorgegeben ist, solltest du aus Vorsorgegründen Anwendungen in blühenden Beständen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Trachtsuche sind, vermeiden und die Behandlung bevorzugt in den späten Abendstunden durchführen. Achte zudem darauf, Abdrift in angrenzende Gewässer oder Saumbiotope strikt zu vermeiden, um aquatische Organismen und die lokale Fauna zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
SommergersteHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE—
WinterhartweizenSeptoria nodorum37–650.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerweichweizenBraunrost (Puccinia recondita)0–710.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommergersteZwergrost (Puccinia hordei)0–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerweichweizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)37–650.8 LITER_PER_HECTARE35T
WintergersteZwergrost (Puccinia hordei)0–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
RoggenBraunrost (Puccinia recondita)0–710.8 LITER_PER_HECTARE35T
WintergersteEchter Mehltau (Erysiphe graminis)0–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterhaferHaferkronenrost (Puccinia coronata)0–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerweichweizenGelbrost (Puccinia striiformis)0–710.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterhaferHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE—
WinterhartweizenFusarium-Arten59–690.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerhartweizenEchter Mehltau (Erysiphe graminis)0–710.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterhartweizenDTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repentis)0–710.8 LITER_PER_HECTARE35T
DinkelBraunrost (Puccinia recondita)0–710.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommergersteEchter Mehltau (Erysiphe graminis)0–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterrapsStängelfäule (Leptosphaeria biglobosa)0–210.7 LITER_PER_HECTARE—
SommerhaferHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE—
SommerhaferHaferkronenrost (Puccinia coronata)0–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterweichweizenGelbrost (Puccinia striiformis)0–710.8 LITER_PER_HECTARE35T
WintergersteRhynchosporium secalis0–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterweichweizenBraunrost (Puccinia recondita)0–710.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterrapsCylindrosporium-Weißfleckigkeit (Cylindrosporium concentricum)0–210.7 LITER_PER_HECTARE—
DinkelDTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repentis)0–710.8 LITER_PER_HECTARE35T
RoggenSeptoria nodorum37–650.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterweichweizenHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE—
WinterhartweizenGelbrost (Puccinia striiformis)0–710.8 LITER_PER_HECTARE35T
WintergersteHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE—
RoggenEchter Mehltau (Erysiphe graminis)0–710.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterweichweizenSeptoria nodorum37–650.8 LITER_PER_HECTARE35T
RoggenHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE—
SommerweichweizenDTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repentis)0–710.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerhartweizenFusarium-Arten59–690.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerweichweizenEchter Mehltau (Erysiphe graminis)0–710.8 LITER_PER_HECTARE35T
DinkelFusarium-Arten59–690.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterhaferEchter Mehltau (Erysiphe graminis)0–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommergersteGelbrost (Puccinia striiformis)0–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
DinkelHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE—
DinkelGelbrost (Puccinia striiformis)0–710.8 LITER_PER_HECTARE35T
RoggenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)37–650.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommergersteFusarium-Arten59–690.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterweichweizenEchter Mehltau (Erysiphe graminis)0–710.8 LITER_PER_HECTARE35T
WintergersteFusarium-Arten59–690.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerhartweizenGelbrost (Puccinia striiformis)0–710.8 LITER_PER_HECTARE35T
WintergersteNetzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres)0–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterrapsStängelfäule (Sclerotinia sclerotiorum)61–690.7 LITER_PER_HECTARE56T
WinterweichweizenFusarium-Arten59–690.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterhartweizenBraunrost (Puccinia recondita)0–710.8 LITER_PER_HECTARE35T
DinkelSeptoria nodorum37–650.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterhartweizenEchter Mehltau (Erysiphe graminis)0–710.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterhartweizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)37–650.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommergersteRhynchosporium secalis0–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerhartweizenSeptoria nodorum37–650.8 LITER_PER_HECTARE35T
WintergersteGelbrost (Puccinia striiformis)0–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommergersteNetzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres)0–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerhaferEchter Mehltau (Erysiphe graminis)0–610.8 LITER_PER_HECTARE35T
DinkelSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)37–650.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerhartweizenHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE—
WinterhartweizenHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE—
DinkelEchter Mehltau (Erysiphe graminis)0–710.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterweichweizenDTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repentis)0–710.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerhartweizenBraunrost (Puccinia recondita)0–710.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerweichweizenHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE—
SommerweichweizenSeptoria nodorum37–650.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerhartweizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)37–650.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerhartweizenDTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repentis)0–710.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterrapsWurzelhals- und Stängelfäule (Leptosphaeria maculans)0–210.7 LITER_PER_HECTARE—
RoggenRhynchosporium secalis0–710.8 LITER_PER_HECTARE35T
WinterweichweizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)37–650.8 LITER_PER_HECTARE35T
SommerweichweizenFusarium-Arten59–690.8 LITER_PER_HECTARE35T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung gegen Ährenfusarium in Weizen?

Der beste Behandlungszeitraum liegt in der Blüte der Kultur (BBCH 61 bis 65). Eine gezielte Anwendung in diesem Fenster schützt die Ähre vor Infektionen durch Fusarium-Arten, die besonders bei feucht-warmer Witterung während der Blüte auftreten und Mykotoxine im Erntegut bilden können.

Wie verhält sich INNOX Pro bei kühlen Temperaturen im Frühjahr?

Dank seiner systemischen Eigenschaften und der Formulierung wirkt INNOX Pro auch bei mäßigen Frühjahrstemperaturen zuverlässig. Sobald die Kultur aktiv wächst und Stoffwechsel betreibt (meist ab ca. 8–10 °C), wird der Wirkstoff optimal in der Kultur verteilt und entfaltet seine volle Schutzwirkung.

Kann ich INNOX Pro in einer Tankmischung mit Wachstumsreglern kombinieren?

Ja, eine Mischung mit gängigen Wachstumsreglern ist in der Regel gut verträglich. Du solltest jedoch beachten, dass die Kombination die einkürzende Wirkung des Wachstumsreglers verstärken kann. Passe die Aufwandmenge des Wachstumsreglers bei Bedarf an die Witterung und den Bestandeszustand an.

Warum ist der Wirkstoff Prothioconazol so wichtig für den Rapsanbau?

Im Winterraps bietet Prothioconazol einen hervorragenden Schutz gegen wirtschaftlich bedeutende Krankheiten wie die Stängelfäule (Leptosphaeria biglobosa) und Cylindrosporium. Eine Anwendung im Herbst oder Frühjahr stärkt die Standfestigkeit der Kultur und sichert die Vitalität der Bestände.

Wie kann ich feststellen, ob auf meinem Standort bereits Resistenzen gegen DMI-Fungizide vorliegen?

Achte auf die Befallsentwicklung nach einer Behandlung. Wenn trotz optimaler Anwendungsbedingungen (Menge, Termin, Wasseraufwand) Schaderreger wie Septoria tritici unzureichend kontrolliert werden, kann dies ein Hinweis auf eine verminderte Sensitivität sein. Nutze in diesem Fall für Folgespritzungen Wirkstoffe mit anderen Wirkmechanismen.

Welche Rolle spielt die Wartezeit von 35 Tagen bei der Ernteplanung?

Die gesetzliche Wartezeit von 35 Tagen stellt sicher, dass bis zur Ernte alle Wirkstoffrückstände in der Kultur unter die zulässigen Grenzwerte abgebaut sind. Du musst diesen Zeitraum zwischen der letzten Anwendung von INNOX Pro und dem geplanten Druschtermin unbedingt einplanen.