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Sonstige · terrasan

Immergrün Rasendünger plus Unkrautvernichter

BVL Zul.-Nr. 027821-65

Immergrün Rasendünger plus Unkrautvernichter von terrasan ist eine bewährte Kombinationslösung für die anspruchsvolle Rasenpflege im Haus- und Kleingartenbereich sowie auf professionellen Grünflächen. Das Produkt vereint eine gezielte Nährstoffversorgung mit einer hocheffektiven Herbizidwirkung in einem einzigen Arbeitsgang. Als staubfreies Granulat formuliert, lässt es sich besonders gleichmäßig ausbringen und sorgt für ein gesundes, tiefgrünes Wachstum der Gräser, während unerwünschte Beikräuter zurückgedrängt werden.

Die Wirkstoffkombination zielt speziell auf ein breites Spektrum zweikeimblättriger Unkräuter ab. Typische Schaderreger im Rasen wie Löwenzahn, Weißklee, Wegerich-Arten und Gundermann werden zuverlässig erfasst. Durch die duale Wirkung wird die Kultur gestärkt, sodass entstehende Lücken im Rasen rasch durch die dichte Grasnarbe geschlossen werden, was einer erneuten Verunkrautung effektiv vorbeugt.

Wirkstoffe

2,4-D
3.97 g/kg · Wirkstoff
Dicamba
1.93 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die im Produkt enthaltenen Wirkstoffe 2,4-D und Dicamba gehören zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine). Sie wirken als künstliche Wuchsstoffe und imitieren das pflanzeneigene Phytohormon Auxin (Indol-3-essigsäure). Nach der Aufnahme über das Blatt und die Wurzel verteilt sich der Wirkstoff systemisch in der gesamten Pflanze und akkumuliert in den meristematischen Geweben. Dies führt zu einer massiven Überstimulation des Wachstums: Die Zellen strecken sich unkontrolliert, was zu charakteristischen Verkrümmungen (Epinastie) von Stängeln und Blättern führt. Schließlich bricht das Leitgewebe der zweikeimblättrigen Unkräuter zusammen, der Nährstofftransport wird unterbunden, und die betroffenen Schaderreger sterben innerhalb weniger Wochen vollständig ab. Einkeimblättrige Kulturen wie Rasengräser tolerieren diese Wirkstoffe aufgrund ihres unterschiedlichen Stoffwechsels und Gewebeaufbaus hervorragend.

Resistenzmanagement

Da es sich bei den enthaltenen Wirkstoffen um synthetische Auxine (HRAC-Gruppe 4) handelt, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei sachgerechter Anwendung im Rasenbereich als gering einzustufen. Um die langfristige Wirksamkeit zu sichern, solltest du die Anwendung auf maximal die zugelassene Häufigkeit pro Saison beschränken. Ergänze die chemische Regulierung stets durch kulturtechnische Maßnahmen wie regelmäßiges Mähen, bedarfsgerechte Bewässerung und mechanisches Vertikutieren, um die Konkurrenzkraft der Kultur zu maximieren und den Selektionsdruck zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da Immergrün Rasendünger plus Unkrautvernichter als festes Granulat zur Trockenstreuung formuliert ist, ist eine klassische Tankmischung in der Feldspritze nicht vorgesehen und technisch nicht durchführbar. Für eine optimale Wirkung sollte die Ausbringung auf taufeuchtem Rasen an einem regenfreien Tag erfolgen, damit die feinen Granulatkörner gut an den Blättern der Unkräuter haften bleiben. Eine anschließende Bewässerung sollte erst nach etwa ein bis zwei Tagen erfolgen, um den Wirkstoffen ausreichend Zeit zur Aufnahme über das Blattwerk zu geben.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Ausbringen des Granulats solltest du geeignete Schutzkleidung, insbesondere Schutzhandschuhe und festes Schuhwerk, tragen, um direkten Hautkontakt zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährlichkeitsklasse im Datenblatt hinterlegt ist, gilt die allgemeine Empfehlung, das Pflanzenschutzmittel nicht auf blühende Unkräuter auszubringen und Anwendungen in den Abendstunden vorzunehmen, wenn kein Bienenflug stattfindet. Achte darauf, dass das Produkt nicht in angrenzende Gewässer oder auf versiegelte Flächen gelangt, um aquatische Organismen zu schonen, und halte Haustiere bis zum vollständigen Einregnen und Abtrocknen der Fläche vom behandelten Rasen fern.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RasenZweikeimblättrige Unkräuter—300 KILOGRAM_PER_HECTARE—
RasenZweikeimblättrige Unkräuter—300 KILOGRAM_PER_HECTARE—
RasenZweikeimblättrige Unkräuter—300 KILOGRAM_PER_HECTARE—
RasenZweikeimblättrige Unkräuter—300 KILOGRAM_PER_HECTARE—
RasenZweikeimblättrige Unkräuter—30 GRAM_PER_SQUARE_METER—
RasenZweikeimblättrige Unkräuter—300 KILOGRAM_PER_HECTARE—
RasenZweikeimblättrige Unkräuter—300 KILOGRAM_PER_HECTARE—
RasenZweikeimblättrige Unkräuter—300 KILOGRAM_PER_HECTARE—
RasenZweikeimblättrige Unkräuter—300 KILOGRAM_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt im Jahr, um das Produkt auf deinem Rasen auszubringen?

Die Anwendung ist während der aktiven Wachstumsperiode der Unkräuter von Mai bis August besonders erfolgreich. Achte darauf, dass die Temperaturen konstant über 10 °C liegen, da die systemischen Wirkstoffe nur bei aktivem Stoffwechsel der Schaderreger optimal aufgenommen und in die Wurzeln transportiert werden.

Wie bereitest du deinen Rasen optimal auf die Behandlung vor?

Mähe den Rasen etwa drei bis vier Tage vor der geplanten Anwendung. Dadurch haben die Unkräuter bis zum Streutermin wieder genügend neue Blattfläche gebildet, um die Wirkstoffe optimal aufzunehmen. Bringe das Granulat am besten morgens auf taunassen Rasen aus, damit es gut an den Unkrautblättern haftet.

Wann darfst du den Rasen nach der Anwendung wieder betreten oder mähen?

Du solltest den Rasen nach der Ausbringung mindestens ein bis zwei Tage nicht betreten, damit die Wirkstoffe ungestört einwirken können. Mit dem nächsten Rasenschnitt solltest du mindestens sieben Tage warten, um den Unkräutern ausreichend Zeit zu geben, die Wirkstoffe systemisch bis in die Wurzelspitzen zu verteilen.

Was musst du bei der Bewässerung nach dem Streuen beachten?

Nach dem Ausbringen sollte es mindestens 24 Stunden, besser 48 Stunden, nicht regnen und der Rasen nicht künstlich bewässert werden, um ein Abwaschen der Wirkstoffe von den Blättern zu verhindern. Sollte es nach zwei Tagen nicht geregnet haben, ist eine kräftige Bewässerung ratsam, um die Düngerkomponente zu aktivieren.

Darf das Schnittgut des ersten Mähens nach der Behandlung kompostiert werden?

Nein, das Schnittgut des ersten und idealerweise auch des zweiten Schnitts nach der Behandlung sollte nicht zum Mulchen oder für den Kompost verwendet werden, da Wirkstoffrückstände von 2,4-D und Dicamba empfindliche Gartenpflanzen schädigen könnten. Entsorge diesen Rasenschnitt stattdessen über den Hausmüll oder die Biotonne.

Wie verhältst du dich, wenn du junge Rasenflächen neu eingesät hast?

Bei frisch eingesäten Rasenflächen solltest du das Produkt im ersten Standjahr noch nicht anwenden. Junge Gräser sind in der Keim- und Etablierungsphase noch sehr empfindlich gegenüber den enthaltenen Herbizidwirkstoffen. Warte mit der Behandlung, bis sich eine dichte, gut verwurzelte Grasnarbe gebildet hat.