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Sonstige · Sharda Cropchem Espana S.L.

IBRIDITRIN

BVL Zul.-Nr. 00B237-61

IBRIDITRIN ist ein hochspezialisiertes Pflanzenschutzmittel von Sharda Cropchem Espana S.L., das auf dem bewährten Wirkstoff Tefluthrin basiert. Mit einer Konzentration von 200 g/l bietet dieses Präparat eine leistungsstarke Lösung zum Schutz empfindlicher Kulturen in ihrer kritischsten Entwicklungsphase. Als modernes Bodeninsektizid zielt es darauf ab, junge Kulturen direkt während des Auflaufens vor bodenbürtigen Schaderregern zu schützen, um von Anfang an vitale und lückenlose Bestände zu sichern.

Die Formulierung ist speziell für die Anforderungen im Bodenbereich optimiert. Tefluthrin zeichnet sich durch einen ausgeprägten Dampfdruck aus, wodurch sich eine schützende Gasphase um die junge Kultur bildet. Dies sorgt für eine zuverlässige Barriere gegen Schädlinge, selbst unter wechselnden Boden- und Witterungsbedingungen, und unterstützt die Etablierung der Kultur unter schwierigen Startbedingungen.

Wirkstoffe

Tefluthrin
200 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Tefluthrin gehört zur chemischen Gruppe der Pyrethroide und ist in die IRAC-Gruppe 3A eingestuft. Der biochemische Wirkungsmechanismus basiert auf der gezielten Interaktion mit den spannungsabhängigen Natriumkanälen in den Nervenmembranen der Schaderreger. Tefluthrin verzögert das Schließen dieser Natriumkanäle aktiv, was zu einem anhaltenden Einstrom von Natriumionen und einer verlängerten Depolarisation der Nervenzellen führt. Dieser Prozess löst bei den Zielschädlingen unkontrollierte Nervenimpulse, repetitive Entladungen und letztlich eine schnelle, irreversible Paralyse aus. Durch die Kombination aus starker Kontaktwirkung, Fraßwirkung und der einzigartigen Gasphase im Boden werden Schaderreger effektiv abgefangen, noch bevor sie die unterirdischen Pflanzenteile der Kultur schädigen können.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen im Bodenbereich wirksam vorzubeugen, solltest du IBRIDITRIN stets in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept einbinden. Da Tefluthrin der IRAC-Gruppe 3A angehört, ist ein konsequenter Wechsel mit Bodeninsektiziden anderer Wirkstoffklassen sowie die Nutzung kulturtechnischer Maßnahmen dringend zu empfehlen. Vermeide den wiederholten, ausschließlichen Einsatz von Pyrethroiden auf derselben Fläche in aufeinanderfolgenden Jahren, um die Sensitivität der lokalen Schaderreger-Populationen langfristig zu erhalten.

Mischbarkeit & Tankmischung

Bei der Anwendung von IBRIDITRIN ist auf eine präzise und gleichmäßige Verteilung im Bodenbereich zu achten. Falls eine Kombination mit flüssigen Starterdüngern oder anderen Bodenhilfsstoffen geplant ist, solltest du vorab immer eine physikalische Mischbarkeitsprobe (Kübeltest) durchführen. Achte auf eine neutrale bis leicht saure Wasserqualität im Spritztank, da stark alkalische Bedingungen den Wirkstoffabbau beschleunigen können. Die Ausbringung sollte unmittelbar nach dem Ansetzen der Spritzbrühe erfolgen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit IBRIDITRIN ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA) unerlässlich. Da für dieses Produkt keine spezifische Bienengefährdungsklasse in den Zulassungsdaten angegeben ist, solltest du aus Vorsorgegründen jegliche Anwendung auf blühenden Kulturen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, strikt vermeiden; Behandlungen in den späten Abendstunden sind hierbei zu bevorzugen. Achte zudem streng darauf, Abdrift in angrenzende Gewässer oder Saumbiotope zu verhindern, um aquatische Organismen und die nützliche Bodenfauna zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
—Allgemein—0 GRAM_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wie wirkt IBRIDITRIN im Boden auf Schaderreger, die sich nicht direkt an der Kultur befinden?

Tefluthrin besitzt eine besondere physikalische Eigenschaft: Es bildet eine aktive Gasphase (Dampfdruck) im Bodenvolumen um die behandelte Zone. Dadurch werden Schaderreger auch dann erfasst und abgewehrt, wenn sie sich in unmittelbarer Nähe, aber nicht in direktem Kontakt mit der Kultur befinden.

Was musst du bei der Bodenfeuchtigkeit beachten, damit IBRIDITRIN optimal wirkt?

Eine leichte Bodenfeuchtigkeit begünstigt die Verteilung der Gasphase im Porensystem des Bodens. Bei extrem ausgetrockneten Böden kann die Wirkung verzögert einsetzen, während staunasse Böden die Gasbewegung einschränken. Bereite das Saatbett daher optimal vor, um eine gleichmäßige Wirkung zu erzielen.

Kannst du IBRIDITRIN mit flüssigen Starterdüngern kombinieren?

Grundsätzlich ist eine Kombination oft möglich, jedoch solltest du vor der großflächigen Anwendung immer einen kleinen Mischbarkeitstest durchführen. Achte darauf, dass der pH-Wert der Mischung nicht im stark alkalischen Bereich liegt, um die Stabilität von Tefluthrin nicht zu gefährden.

Warum ist das Resistenzmanagement bei Bodeninsektiziden wie IBRIDITRIN so wichtig?

Da Bodeninsekten oft schwer zu überwachen sind, bemerkst du eine nachlassende Wirkung durch Resistenzen meist erst bei sichtbaren Pflanzenschäden. Durch den gezielten Wechsel mit mechanischen Maßnahmen oder anderen Wirkstoffklassen verhinderst du, dass selektierte, resistente Schädlinge im Boden überdauern.

Wie verhältst du dich, wenn während der Anwendung Wind aufkommt?

Da IBRIDITRIN präzise im oder auf dem Boden abgelegt werden muss, solltest du die Anwendung bei Windgeschwindigkeiten über 5 m/s sofort unterbrechen. Abdrift gefährdet nicht nur angrenzende Biotope, sondern mindert auch die Wirkstoffkonzentration in der Schutzzone deiner Kultur.