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GENOLANE Defense 12

BVL Zul.-Nr. 008400-64

GENOLANE Defense 12 ist ein hochwirksames Bodenherbizid zur Bekämpfung von einjährigen einkeimblättrigen und zweikeimblättrigen Unkräutern. Mit dem bewährten Wirkstoff Flufenacet (480 g/L) formuliert als Suspensionskonzentrat (SC), bietet das Produkt eine hervorragende Verteilung auf der Bodenoberfläche und eine langanhaltende Depotwirkung gegen spätauflaufende Unkrautwellen.

Das Pflanzenschutzmittel hat sich als verlässlicher Partner für die Unkrautbekämpfung im Herbst etabliert. Es zielt darauf ab, die Konkurrenz durch ertragsmindernde Ungräser wie Windhalm, Ackerfuchsschwanz und einjährige Rispe bereits im Keimschlauchstadium auszuschalten. Dadurch wird die Kultur von Anfang an entlastet und kann sich optimal entwickeln.

Dank seiner flexiblen Formulierung lässt sich GENOLANE Defense 12 hervorragend in bestehende Spritzfolgen integrieren. Es bildet das Fundament für ein erfolgreiches und nachhaltiges Herbizidmanagement auf deinen Ackerflächen, indem es die Ertragsfähigkeit der Kulturen sichert und den Unkrautdruck für die Folgejahre minimiert.

Wirkstoffe

Flufenacet
480 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in GENOLANE Defense 12 enthaltene Wirkstoff Flufenacet gehört zur HRAC-Gruppe 15 (ehemals K3). Er wirkt als Inhibitor der Biosynthese von sehr langkettigen Fettsäuren (VLCFA). Diese Fettsäuren sind essenzielle Bausteine für den Aufbau von Zellmembranen, insbesondere in den sich schnell teilenden Geweben wie der Koleoptile und den Wurzelspitzen keimender Unkräuter. Die Aufnahme erfolgt primär über die Wurzeln sowie die Hypokotyl- und Koleoptilenregion der keimenden Pflanzen. Durch die Störung der Zellteilung und des Zellwachstums können die betroffenen Schaderreger nicht auflaufen oder sterben kurz nach dem Durchstoßen der Bodenoberfläche ab. Für eine optimale Verteilung des Wirkstoffs im oberen Bodenhorizont ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit zwingend erforderlich.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen – insbesondere bei stark gefährdeten Ungräsern wie dem Ackerfuchsschwanz – wirksam vorzubeugen, solltest du GENOLANE Defense 12 stets im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzkonzepts einsetzen. Dies beinhaltet den konsequenten Wechsel mit Herbiziden anderer HRAC-Klassen (wie z. B. HRAC 12 oder HRAC 2) in der Fruchtfolge. Unterstütze die chemische Bekämpfung zudem durch pflanzenbauliche Maßnahmen wie eine sorgfältige Bodenbearbeitung, angepasste Aussaatzeiten und eine abwechslungsreiche Fruchtfolgegestaltung.

Mischbarkeit & Tankmischung

GENOLANE Defense 12 zeichnet sich durch eine gute Mischbarkeit mit gängigen Herbstherbiziden sowie flüssigen Stickstoffdüngern (AHL) aus. Bei der Herstellung von Tankmischungen befüllst du den Spritztank am besten zu zwei Dritteln mit Wasser, startest das Rührwerk und gibst GENOLANE Defense 12 als erste Komponente hinzu. Erst nach der vollständigen Verteilung sollten weitere Mischpartner beigemischt werden. Achte auf eine gleichmäßige Benetzung des Bodens und verwende ausreichende Wassermengen, um Abschattungseffekte zu minimieren.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzanzug, erforderlich. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, sollte zum Schutz von Bestäubern eine Anwendung in blühende Bestände oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, vermieden werden; weiche im Zweifel auf die Abendstunden aus. Um Einträge in Oberflächengewässer durch Abdrift zu verhindern, sind abdriftmindernde Düsen zu verwenden und die allgemeinen Gewässerabstände einzuhalten.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
—Allgemein—0 GRAM_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von GENOLANE Defense 12?

Der beste Anwendungszeitpunkt liegt im Vorauflauf bis zum frühen Nachauflauf der Schaderreger. Da der Wirkstoff Flufenacet hauptsächlich über den Boden und die Wurzeln keimender Unkräuter aufgenommen wird, erzielst du die beste Wirkung, wenn die Zielpflanzen noch nicht aufgelaufen oder noch sehr klein sind.

Warum spielt die Bodenfeuchtigkeit eine so große Rolle für die Wirkung?

Flufenacet benötigt Bodenfeuchtigkeit, um sich in der Bodenlösung zu verteilen und von den Keimlingen aufgenommen zu werden. Bei extremer Trockenheit bleibt der Wirkstoff an den Bodenpartikeln gebunden. Ein feuchtes Saatbett bei der Applikation oder Niederschläge kurz danach sichern dir den optimalen Bekämpfungserfolg.

Wie bereite ich den Boden am besten auf die Behandlung vor?

Ein feinkrümeliges, gut abgesetztes Saatbett ohne grobe Klumpen oder große Mengen an Strohresten ist ideal. Grobe Erdschollen verhindern einen gleichmäßigen Spritzfilm auf der Bodenoberfläche, während zu viel Stroh den Wirkstoff bindet und die Bodenwirkung abschwächt.

Kann ich GENOLANE Defense 12 mit anderen Herbiziden mischen?

Ja, Mischungen mit anderen Boden- oder Blattherbiziden sind im Herbst oft sinnvoll, um das Wirkungsspektrum gegen bestimmte breitblättrige Unkräuter gezielt zu erweitern. Achte darauf, die physikalische Mischbarkeit der Partner vorab zu prüfen und die Komponenten nacheinander im gut gerührten Tank aufzulösen.

Was muss ich beim Resistenzmanagement von Ackerfuchsschwanz beachten?

Flufenacet (HRAC 15) ist ein unverzichtbarer Baustein, um Resistenzen gegen ALS-Hemmer (HRAC 2) oder ACCase-Hemmer (HRAC 1) vorzubeugen. Um diese Wirkung langfristig zu sichern, solltest du den Wirkstoff stets in Spritzfolgen oder Tankmischungen mit anderen Wirkmechanismen kombinieren und pflanzenbauliche Maßnahmen wie eine spätere Aussaat integrieren.

Wie verhält sich das Produkt bei drohenden Spätfrösten?

Vermeide die Anwendung, wenn unmittelbar nach der Spritzung starke Nachtfröste oder extreme Temperaturschwankungen vorhergesagt sind. Obwohl der Wirkstoff über den Boden wirkt, können gestresste Kulturen empfindlicher reagieren, was vorübergehend zu leichten Wachstumsverzögerungen führen kann.