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Sonstige · Sumi Agro Europe Limited

GENKI

BVL Zul.-Nr. 00A588-60

GENKI ist ein leistungsstarkes, selektives Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen einkeimblättrigen (insbesondere Hühnerhirse) und zweikeimblättrigen Unkräutern im Mais. Durch die Kombination zweier bewährter Wirkstoffe bietet das Pflanzenschutzmittel eine hervorragende Breitenwirkung im Nachauflauf. Die flüssige Formulierung sorgt für eine optimale Benetzung der Blattoberflächen und eine schnelle Aufnahme durch die Schadpflanzen.

Das Produkt hat sich als zuverlässiger Baustein im modernen Maisanbau etabliert. Es schützt die junge Kultur in der kritischen Phase der Jugendentwicklung vor starker Unkrautkonkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe. Dank der flexiblen Anwendung im frühen bis mittleren Nachauflauf lässt sich GENKI hervorragend in bestehende Pflanzenschutzstrategien integrieren.

Wirkstoffe

Mesotrione
80 g/L · Wirkstoff
Nicosulfuron
30 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die hervorragende Wirkung von GENKI beruht auf dem synergistischen Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Wirkmechanismen. Der Wirkstoff Mesotrione gehört zur HRAC-Gruppe 27 (HPPD-Inhibitoren). Er blockiert das Enzym p-Hydroxyphenylpyruvat-Dioxygenase, was die Biosynthese von Plastochinon und in der Folge von Carotinoiden stört. Ohne schützende Carotinoide wird das Chlorophyll durch Sonnenlicht zerstört, was zu den typischen Bleichsymptomen (White-out) und dem Absterben der Schaderreger führt. Nicosulfuron hingegen gehört zur HRAC-Gruppe 2 (ALS-Inhibitoren). Dieser Wirkstoff hemmt das Enzym Acetolactat-Synthase, welches für die Synthese der essenziellen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin unverzichtbar ist. Durch die Blockade dieses Stoffwechselwegs wird die Zellteilung in den Meristemen der Unkräuter sofort gestoppt, was zu einem raschen Wachstumsstillstand und dem allmählichen Absterben der Pflanzen führt.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen wirksam vorzubeugen, nutzt GENKI bereits die Kombination zweier unterschiedlicher Wirkstoffklassen (HRAC-Gruppen 2 und 27). Dennoch solltest du im Rahmen eines integrierten Resistenzmanagements darauf achten, den Einsatz von ALS-Hemmern in der Fruchtfolge zu limitieren. Kombiniere oder rotiere GENKI mit Herbiziden, die andere Wirkmechanismen aufweisen (z. B. Bodenherbizide im Vorauflauf), und nutze mechanische Unkrautbekämpfungsmaßnahmen, um den Selektionsdruck auf einzelne Wirkstoffklassen nachhaltig zu senken.

Mischbarkeit & Tankmischung

GENKI zeigt sich in der Praxis als gut mischbar mit vielen gängigen Maisherbiziden sowie flüssigen Blattdüngern (z. B. Zink oder Bor). Bei Mischungen mit sulfonylharnstoffhaltigen Partnern oder organischen Phosphorsäureestern ist jedoch Vorsicht geboten, um phytotoxische Reaktionen an der Kultur zu vermeiden. Achte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und vermeide extrem hartes oder sehr kaltes Spritzwasser. Vor dem Ansetzen einer Tankmischung wird dringend empfohlen, eine physikalische Mischbarkeitsprobe in einem kleinen Gefäß durchzuführen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit GENKI steht der Schutz des Anwenders und der Umwelt im Vordergrund. Trage während der Handhabung und Ausbringung stets die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, robuster Handschuhe und Schutzbrille. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern die Anwendung nicht in blühende Bestände legen und Abdriften auf blühende Zwischenfrüchte oder Unkräuter in der Umgebung vermeiden; eine Applikation in den Eveningstunden ist ideal. Achte zudem darauf, einen direkten Eintrag in Oberflächengewässer zu verhindern, um aquatische Organismen zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisHühnerhirse, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–181.2 LITER_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Behandlung mit GENKI?

Der beste Anwendungszeitpunkt liegt im frühen Nachauflauf der Kultur (BBCH 12 bis 18), wenn die Unkräuter und insbesondere die Hühnerhirse sich im aktiven Wachstum befinden (idealerweise im 2- bis 4-Blatt-Stadium). Zu diesem Zeitpunkt ist die Aufnahme über das Blatt am effizientesten.

Wie wirkt sich trockenes Wetter auf die Effizienz von GENKI aus?

Da GENKI sowohl über das Blatt als auch über den Boden wirkt, ist für die Bodenkomponente (Mesotrione) eine gewisse Bodenfeuchtigkeit vorteilhaft. Bei extremer Trockenheit kann die Wirkung auf nachkeimende Unkräuter verzögert sein, die Blattwirkung auf bereits aufgelaufene Unkräuter bleibt jedoch bei aktiver Stoffwechselaktivität weitgehend stabil.

Kann ich GENKI auch in extrem spätem Mais (nach BBCH 18) einsetzen?

Nein, die Zulassung begrenzt den Einsatz streng auf die BBCH-Stadien 12 bis 18. Eine spätere Anwendung kann zu Schäden an der Kultur (Phytotoxizität) führen und ist zudem aus regulatorischen Gründen nicht zulässig.

Was muss ich bei der Fruchtfolge nach dem Einsatz von GENKI beachten?

Aufgrund des Gehalts an Mesotrione und Nicosulfuron solltest du bei der Nachbauplanung vorsichtig sein. Nach einer normalen Ernte von Silo- oder Körnermais können im Herbst in der Regel Wintergetreidearten nach tiefer Bodenbearbeitung gesät werden. Bei vorzeitigem Umbruch der Kultur sind die spezifischen Karenzzeiten und Kulturvorgaben genau zu prüfen.

Wie verhalte ich mich, wenn kurz nach der Spritzung Regen droht?

GENKI benötigt eine gewisse Zeit, um vollständig in die Blätter der Unkräuter einzudringen. Als Faustregel gilt, dass die Spritzbrühe mindestens 2 bis 3 Stunden auf den Blättern antrocknen sollte, bevor Niederschläge einsetzen, um eine optimale Wirkung zu gewährleisten.

Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech weitere zugelassene Produkte für meinen Mais?

Du kannst in unserer Produktdatenbank gezielt nach der Kultur "Mais" (ZEAMX) filtern und die Suche nach Schaderregern wie "Hühnerhirse" verfeinern, um alle in Deutschland registrierten Pflanzenschutzmittel und deren Anwendungsbestimmungen direkt miteinander zu vergleichen.