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Sonstige · CAC Chemical GmbH

FORIZAN

BVL Zul.-Nr. 008034-61

FORIZAN ist ein hochwirksames, selektives Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen einkeimblättrigen und zweikeimblättrigen Unkräutern sowie der Gemeinen Quecke in Kartoffeln (SOLTU) und Mais (ZEAMX). Als wasserdispergierbares Granulat (WG) formuliert, zeichnet sich das Pflanzenschutzmittel durch eine hervorragende Kulturverträglichkeit und eine schnelle Wirkstoffaufnahme über das Blattwerk sowie in geringerem Maße über die Wurzeln aus.

Dank seiner flexiblen Anwendungsmöglichkeiten im Nachauflauf unterstützt dich FORIZAN dabei, deine Kulturen in der kritischen frühen Entwicklungsphase unkrautfrei zu halten. Das breite Wirkungsspektrum erfasst problematische Schadgräser wie die Hühnerhirse und das Einjährige Rispengras sowie ein breites Spektrum an einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern, was das Produkt zu einem unverzichtbaren Baustein im modernen Ackerbau macht.

Wirkstoffe

Rimsulfuron
250 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in FORIZAN enthaltene Wirkstoff Rimsulfuron gehört zur chemischen Gruppe der Sulfonylharnstoffe und ist im HRAC-System als ALS-Inhibitor (HRAC-Gruppe 2) klassifiziert. Der Wirkungsmechanismus basiert auf der gezielten Blockade des Enzyms Acetolactat-Synthase (ALS), welches eine Schlüsselrolle bei der Biosynthese der essenziellen, verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin in den Pflanzen einnimmt. Nach der Aufnahme über die Blätter wird der Wirkstoff rasch in die meristematischen Gewebe der Schaderreger transportiert. Durch die Hemmung der Aminosäuresynthese kommt das Wachstum der empfindlichen Unkräuter und Schadgräser bereits kurz nach der Behandlung zum Stillstand. Sichtbare Symptome wie Chlorosen, Nekrosen der Vegetationspunkte und ein anschließendes Absterben der Pflanzen zeigen sich je nach Witterung innerhalb von ein bis drei Wochen.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen bei Schaderregern vorzubeugen, solltest du FORIZAN stets im Rahmen eines integrierten Resistenzmanagements einsetzen. Vermeide die wiederholte, alleinige Anwendung von Herbiziden mit demselben Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe 2) auf derselben Fläche. Es wird empfohlen, FORIZAN in Spritzfolgen oder als Tankmischung mit Herbiziden zu kombinieren, die über andere Wirkmechanismen verfügen, und mechanische Maßnahmen zur Unkrautregulierung in deine Strategie einzubeziehen.

Mischbarkeit & Tankmischung

FORIZAN lässt sich für eine Wirkungsverbreiterung hervorragend mit anderen zugelassenen Nachauflaufherbiziden mischen. Zur Optimierung der Benetzung und Wirkstoffaufnahme, insbesondere bei ungünstigen Witterungsbedingungen oder fortgeschrittenem Unkrautwachstum, empfiehlt sich der Zusatz eines geeigneten, nicht-ionischen Netzmittels (Adjuvans). Achte darauf, die Spritze mit sauberem Wasser zu befüllen, und vermeide Mischungen bei extremen Temperaturen oder wenn die Kultur unter Stress (z. B. durch Frost oder Trockenheit) steht.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit FORIZAN steht der Schutz des Anwenders und der Umwelt an erster Stelle. Trage während der Handhabung und Ausbringung des Pflanzenschutzmittels stets die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Schutzbrille. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern die Anwendung nicht in blühenden Beständen oder an Orten durchführen, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind; verlege die Behandlung vorzugsweise in die Abendstunden. Vermeide zudem jegliche Abdrift auf benachbarte Oberflächengewässer und Saumstrukturen, um aquatische Organismen und die umliegende Flora zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
KartoffelEinjähriges Rispengras, Hühnerhirse, Gemeine Quecke10–2930 GRAM_PER_HECTARE—
MaisEinjähriges Rispengras, Hühnerhirse, Gemeine Quecke12–1650 GRAM_PER_HECTARE—
KartoffelEinjähriges Rispengras, Hühnerhirse, Gemeine Quecke21–2950 GRAM_PER_HECTARE—
MaisEinjähriges Rispengras, Hühnerhirse, Gemeine Quecke12–1630 GRAM_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von FORIZAN in Kartoffeln und Mais?

Der beste Behandlungszeitpunkt liegt im frühen Nachauflauf der Unkräuter und Schadgräser (BBCH-Stadium 10 bis 29 der Kultur), wenn diese sich im aktiven Wachstum befinden. Zu diesem Zeitpunkt ist die Wirkstoffaufnahme über das Blatt am intensivsten, was zu einer maximalen biologischen Wirksamkeit führt.

Warum ist der Zusatz eines Netzmittels (Adjuvans) bei der Anwendung von FORIZAN ratsam?

Rimsulfuron ist ein systemischer Wirkstoff, der primär über das Blatt aufgenommen wird. Ein Adjuvans setzt die Oberflächenspannung der Spritzbrühe herab, verbessert die Benetzung der oft wachsartigen Unkrautblätter und beschleunigt das Eindringen des Wirkstoffs, besonders bei trockener Witterung oder hartnäckigen Schadgräsern wie der Gemeinen Quecke.

Wie verhält sich FORIZAN bei kühleren Temperaturen im Frühjahr?

FORIZAN ist auch bei mäßig kühlen Temperaturen wirksam, solange die Unkräuter aktiv wachsen. Vermeide jedoch Behandlungen bei extremen Temperaturschwankungen, Nachtfrösten oder wenn die Kulturen durch Staunässe oder Trockenheit gestresst sind, da dies die Kulturverträglichkeit beeinträchtigen kann.

Was musst du beim Nachbau nach dem Einsatz von FORIZAN beachten?

Aufgrund des raschen Abbaus von Rimsulfuron im Boden gibt es unter normalen Bedingungen keine Einschränkungen für die üblichen Folgekulturen im Rahmen der Fruchtfolge. Bei vorzeitigem Umbruch einer mit FORIZAN behandelten Kultur solltest du jedoch die spezifischen Hinweise zur Bodenbearbeitung und zu toleranten Nachbaukulturen beachten.

Wie kannst du die Wirkung von FORIZAN gegen die Gemeine Quecke optimieren?

Die Gemeine Quecke erfordert meist die maximale zugelassene Aufwandmenge. Da sie ein ausdauerndes Gras mit tiefem Rhizomsystem ist, erzielst du die beste Wirkung, wenn die Quecke zum Behandlungszeitpunkt eine Wuchshöhe von etwa 10–15 cm erreicht hat und genügend Blattmasse für die Wirkstoffaufnahme vorhanden ist.

Kann FORIZAN auch in einer Splitting-Anwendung ausgebracht werden?

Ja, in vielen Kulturen ist eine Aufteilung der Aufwandmenge (Splitting) im Abstand von mehreren Tagen möglich und oft sehr effektiv. Dies ermöglicht es dir, neu auflaufende Unkrautwellen flexibel zu erfassen, solange die maximale registrierte Gesamtmenge pro Saison und Kultur nicht überschritten wird.