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Sonstige · Albaugh TKI d.o.o.

EVEA

BVL Zul.-Nr. 008532-60

EVEA ist ein hochwirksames Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung einjähriger zweikeimblättriger Unkräuter in wichtigen landwirtschaftlichen Kulturen wie Kartoffeln (SOLTU) und Winterraps (BRSNW). Mit dem bewährten Wirkstoff Clomazone (360 g/l) bietet dieses Herbizid eine verlässliche Grundlage für die Unkrautkontrolle im Vorauflauf. Die flüssige Formulierung ermöglicht eine einfache Handhabung und präzise Dosierung, um deinen Kulturen einen unkrautfreien Start zu sichern.

Durch den gezielten Einsatz im frühen Entwicklungsstadium der Kulturen (BBCH 00 bis 07) wird der Konkurrenzdruck durch unerwünschte Begleitflora von Anfang an minimiert. Dies sichert nicht nur das Ertragspotenzial, sondern erleichtert auch die spätere Ernte und optimiert die Ressourceneffizienz auf dem Feld. EVEA hat sich als fester Baustein in modernen Pflanzenschutzstrategien etabliert, besonders dort, wo schwer bekämpfbare zweikeimblättrige Unkräuter den Ertrag bedrohen.

Wirkstoffe

Clomazone
360 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in EVEA enthaltene Wirkstoff Clomazone gehört zur HRAC-Gruppe 13 und wirkt als Hemmstoff der Carotinoid-Biosynthese. Genauer gesagt blockiert Clomazone das Enzym Deoxyxylulose-5-phosphat-Synthase (DXS), welches ein Schlüsselenzym im plastidären Isoprenoid-Syntheseweg darstellt. Ohne Carotinoide fehlt den Chlorophyllmolekülen der essentielle Schutz vor Photooxidation durch Sonnenlicht. In der Folge führt dies zu einer Zerstörung des Chlorophylls in den empfindlichen Unkräutern, was sich optisch durch ein charakteristisches Ausbleichen (Chlorosen bis hin zur vollständigen Nekrose) der neu austreibenden Pflanzenteile äußert. Der Wirkstoff wird hauptsächlich über die Wurzeln und Hypokotyle der keimenden Unkräuter aufgenommen und mit dem Transpirationsstrom nach oben transportiert, sodass die Wirkung direkt im Neuzuwachs eintritt.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen bei einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern wirksam vorzubeugen, solltest du EVEA stets in ein integriertes Herbizidmanagement einbinden. Dies bedeutet, dass du den Wirkstoff Clomazone (HRAC-Gruppe 13) im Rahmen der Fruchtfolge mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen und Wirkungsmechanismen abwechselst oder kombinierst. Zudem unterstützen ackerbauliche Maßnahmen wie eine abwechslungsreiche Fruchtfolge, eine sorgfältige Bodenbearbeitung und die Förderung der Konkurrenzkraft deiner Kulturen die langfristige Wirksamkeit dieses Pflanzenschutzmittels.

Mischbarkeit & Tankmischung

EVEA lässt sich in der Praxis gut mit anderen zugelassenen Bodenherbiziden kombinieren, um das Wirkungsspektrum insbesondere gegen schwer bekämpfbare Unkräuter oder Ungräser abzurunden. Bei der Herstellung von Tankmischungen solltest du stets auf eine ausreichende Wassermenge achten und die Mischpartner nacheinander bei laufendem Rührwerk in den Tank geben. Die Anwendung sollte auf gut abgesetzte, feuchte und klutenfreie Saatbetten erfolgen, da Bodenfeuchtigkeit die Aktivierung und Verteilung des Wirkstofffilms im Boden entscheidend verbessert. Vermeide Mischungen bei extremer Trockenheit oder unmittelbar vor Starkregenereignissen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit EVEA ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, bei der Handhabung des Konzentrats und der Ausbringung unerlässlich. Da der Wirkstoff Clomazone flüchtig ist und zu Abdriftschäden an benachbarten Kulturen führen kann, ist eine abdriftmindernde Düsentechnik zwingend zu verwenden. Zum Schutz von Nichtzielorganismen und der Umwelt solltest du die Anwendung an windstillen Tagen durchführen. Da keine spezifische Bienen-Einstufung vorliegt, gilt die allgemeine Vorsichtsmaßnahme: Behandle deine Kulturen nicht während des Bienenflugs oder an blühenden Unkräutern, sondern weiche auf die späten Abendstunden aus, um bestäubende Insekten maximal zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
KartoffelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–70.25 LITER_PER_HECTARE—
WinterrapsEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–50.33 LITER_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wie wirkt sich die Bodenfeuchtigkeit auf die Wirksamkeit von EVEA aus?

Da Clomazone vor allem über die Wurzeln der keimenden Unkräuter aufgenommen wird, ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit für die Aktivierung des Wirkstofffilms entscheidend. Auf feuchtem Boden verteilt sich das Herbizid gleichmäßiger und wird von den Unkrautsämlingen schneller aufgenommen, was die Gesamtwirkung deutlich verbessert. Bei extremer Trockenheit kann die Wirkung verzögert eintreffen.

Warum ist die Anwendung auf klutenfreien Böden so wichtig?

EVEA bildet einen feinen Herbizidfilm auf der Bodenoberfläche. Grobe Kluten beschatten den Boden und verhindern eine lückenlose Benetzung. Wenn diese Kluten später durch Regen zerfallen, entstehen unbehandelte Bodenstellen, an denen Unkräuter ungehindert keimen können. Ein feinkrümeliges Saatbett ist daher Voraussetzung für den Erfolg.

Kann ich EVEA auch nach dem Auflaufen der Kulturen anwenden?

Nein, die Zulassung von EVEA beschränkt sich streng auf den Zeitraum vor dem Auflaufen (BBCH 00 bis 07). Eine spätere Anwendung im Nachauflauf kann zu erheblichen Kulturschäden wie starken Chlorosen und Wachstumshemmungen führen, da die Kulturen den Wirkstoff dann direkt über die Blätter aufnehmen würden.

Was muss ich bezüglich Abdrift und Nachbarkulturen beachten?

Clomazone-haltige Produkte wie EVEA neigen bei unsachgemäßer Anwendung zu Dampfdriften. Du musst daher unbedingt abdriftmindernde Düsen verwenden und die Windgeschwindigkeit sowie die Temperaturen während der Applikation genau überwachen. Vermeide Spritzungen bei Temperaturen über 20 °C, um Schäden an empfindlichen Nachbarkulturen zu verhindern.

Welche Unkräuter werden durch EVEA besonders gut erfasst?

EVEA bietet eine hervorragende Wirkung gegen ein breites Spektrum einjähriger zweikeimblättriger Unkräuter. Besonders empfindlich reagieren wichtige Leitunkräuter wie Klettenlabkraut, Vogelmiere, Hirtentäschelkraut, Weißer Gänsefuß und verschiedene Taubnessel-Arten. Gegen einkeimblättrige Ungräser ist bei starkem Druck ein spezifischer Mischpartner ratsam.