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Sonstige · Certis Belchim B.V.

Eradicoat Max

BVL Zul.-Nr. 00A541-00

Eradicoat Max von Certis Belchim ist ein innovatives, flüssiges Pflanzenschutzmittel auf Basis des natürlichen Wirkstoffs Maltodextrin (433,2 g/l). Als physikalisch wirkendes Insektizid und Akarizid nimmt es eine wichtige Rolle im modernen, integrierten Pflanzenschutz sowie im ökologischen Anbau ein. Die Formulierung ist speziell darauf ausgelegt, ein breites Spektrum an saugenden Schaderregern schnell und effektiv zu kontrollieren.

Das Einsatzspektrum umfasst bedeutende Schaderreger wie Blattläuse, Spinnmilben, Weiße Fliegen sowie verschiedene Rostmilben (einschließlich der Apfelrostmilbe). Dank seiner vielseitigen Zulassung kann das Pflanzenschutzmittel in zahlreichen Kulturen – von Beerenobst wie Erdbeeren über Stein- und Kernobst bis hin zu Hopfen und Gemüse – flexibel eingesetzt werden. Da es sich um ein reines Kontaktmittel handelt, zeichnet es sich durch eine schnelle Anfangswirkung aus.

Wirkstoffe

Maltodextrin
433.2 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkungsmechanismus von Eradicoat Max basiert auf einem rein physikalischen Prinzip und unterscheidet sich grundlegend von klassischen chemisch-synthetischen Insektiziden. Nach der Applikation bildet der Spritzbelag beim Antrocknen auf den Schaderregern einen dünnen, klebrigen Film. Dieser blockiert die Atemöffnungen (Tracheen und Stigmen) der Insekten und Milben, was rasch zum Erstickungstod der Zielorganismen führt. Zudem schränkt die klebrige Barriere die Bewegungsfähigkeit der Schaderreger massiv ein. Da Maltodextrin nicht biochemisch in das Nervensystem oder den Stoffwechsel eingreift, ist dieser Wirkstoff keiner klassischen IRAC-Gruppe zugeordnet. Die physikalische Wirkung setzt voraus, dass die Schaderreger direkt von der Spritzbrühe getroffen werden. Sobald der Belag vollständig abgetrocknet ist, ist der Bekämpfungsprozess abgeschlossen, weshalb eine gründliche Benetzung aller Pflanzenteile entscheidend für den Bekämpfungserfolg ist.

Resistenzmanagement

Aufgrund des rein physikalischen Wirkungsmechanismus besteht bei der Anwendung von Eradicoat Max kein Risiko für die Entstehung von Resistenzen. Schaderreger können keine physiologischen Abwehrmechanismen gegen das Verkleben der Atemwege entwickeln. Dies macht das Pflanzenschutzmittel zu einem idealen Partner im Resistenzmanagement. Du kannst es hervorragend in Spritzfolgen mit chemischen Wirkstoffen integrieren, um deren Selektionsdruck zu mindern und die Lebensdauer etablierter Wirkstoffklassen aktiv zu verlängern.

Mischbarkeit & Tankmischung

Bei der Planung von Tankmischungen solltest du beachten, dass Eradicoat Max eine hervorragende Benetzung erfordert. Die physikalische Wirkung ist stark von der Konzentration und der Antrocknungsgeschwindigkeit abhängig. Mischungen mit zusätzlichen Netzmitteln sind in der Regel nicht erforderlich, da die Formulierung bereits optimiert ist. Bei der Kombination mit anderen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern empfiehlt sich vorab stets eine Mischprobe auf Verträglichkeit. Achte darauf, die Spritzbrühe zügig auszubringen und extreme Luftfeuchtigkeit zu vermeiden, damit der klebrige Film schnell antrocknen und seine Wirkung entfalten kann.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Eradicoat Max steht der Schutz des Anwenders im Vordergrund; trage daher stets die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA) wie Schutzhandschuhe und Schutzbrille bei der Handhabung des Konzentrats. Da unspezifische physikalische Effekte auch auf Nützlinge wirken können, solltest du Behandlungen bevorzugt in den Abendstunden durchführen, wenn der Bienenflug beendet ist. Vermeide die Abdrift auf blühende Bestände oder angrenzende Biotope, um Nichtzielorganismen zu schonen. Zum Schutz von Gewässern und aquatischen Organismen sind die allgemeinen Abstandsauflagen und die gute fachliche Praxis beim Pflanzenschutz strikt einzuhalten.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
ZwiebelgemüseBlattläuse—60 LITER_PER_HECTARE1T
GewürzkräuterSaugende Insekten—60 LITER_PER_HECTARE1T
PflaumeRostmilbe (Aculus-Arten)—60 LITER_PER_HECTARE1T
SprossgemüseBlattläuse—60 LITER_PER_HECTARE1T
Lupine-ArtenSaugende Insekten—60 LITER_PER_HECTARE1T
HopfenBlattläuse32–8930 LITER_PER_HECTARE1T
Salat-ArtenBlattläuse—60 LITER_PER_HECTARE1T
WurzelzichorieBlattläuse—60 LITER_PER_HECTARE1T
ChicoreeBlattläuse—60 LITER_PER_HECTARE1T
ErdbeereBlattläuse—60 LITER_PER_HECTARE1T
SchleheSpinnmilben—60 LITER_PER_HECTARE1T
ZierpflanzenWeiße Fliegen, Spinnmilben—60 LITER_PER_HECTARE—
BlumenkohleWeiße Fliegen—60 LITER_PER_HECTARE1T
BlattkohleWeiße Fliegen—60 LITER_PER_HECTARE1T
FruchtgemüseBlattläuse—60 LITER_PER_HECTARE1T
ApfelApfelrostmilbe (Aculus schlechtendali)—60 LITER_PER_HECTARE1T
Himbeerartiges BeerenobstSpinnmilben—60 LITER_PER_HECTARE1T
RettichBlattläuse—60 LITER_PER_HECTARE1T
Himbeerartiges BeerenobstBlattläuse—60 LITER_PER_HECTARE1T
TeekräuterSaugende Insekten—60 LITER_PER_HECTARE1T
AprikoseSpinnmilben—60 LITER_PER_HECTARE1T
LeinSaugende Insekten—60 LITER_PER_HECTARE1T
KohlrabiWeiße Fliegen—60 LITER_PER_HECTARE1T
Luzerne-ArtenSaugende Insekten—60 LITER_PER_HECTARE1T
Senf-ArtenSaugende Insekten—60 LITER_PER_HECTARE1T
ErdbeereSpinnmilben—60 LITER_PER_HECTARE1T
Kopfkohle (Weiß-, Rot-, Spitz-, Rosen- und Wirsingkohl)Weiße Fliegen—60 LITER_PER_HECTARE1T
FutterrübeBlattläuse—60 LITER_PER_HECTARE1T
FruchtgemüseSpinnmilben—60 LITER_PER_HECTARE1T
AprikoseRostmilbe (Aculus-Arten)—60 LITER_PER_HECTARE1T
LaubholzBlattläuse—60 LITER_PER_HECTARE—
Johannisbeerartiges BeerenobstBlattläuse—60 LITER_PER_HECTARE1T
ObstkulturenWeiße Fliegen, Spinnmilben—60 LITER_PER_HECTARE1T
BirneSpinnmilben—60 LITER_PER_HECTARE1T
SauerkirscheSpinnmilben—60 LITER_PER_HECTARE1T
Spinat und verwandte ArtenBlattläuse—60 LITER_PER_HECTARE1T
SüßkirscheSpinnmilben—60 LITER_PER_HECTARE1T
ZuckermaisBlattläuse—60 LITER_PER_HECTARE1T
NadelholzBlattläuse—60 LITER_PER_HECTARE—
TabakBlattläuse—60 LITER_PER_HECTARE1T
Johannisbeerartiges BeerenobstSpinnmilben—60 LITER_PER_HECTARE1T
ArzneipflanzenSaugende Insekten—60 LITER_PER_HECTARE1T
WinterhaferBlattläuse—60 LITER_PER_HECTARE1T
SchalenobstSaugende Insekten—60 LITER_PER_HECTARE1T
SteinobstBlattläuse—60 LITER_PER_HECTARE1T
ZierpflanzenWeiße Fliegen—60 LITER_PER_HECTARE1T
ApfelbeereBlattläuse—60 LITER_PER_HECTARE1T
MohnSaugende Insekten—60 LITER_PER_HECTARE1T
GemüsekulturenWeiße Fliegen, Spinnmilben—60 LITER_PER_HECTARE1T
frische KräuterBlattläuse—60 LITER_PER_HECTARE1T
Wurzel- und KnollengemüseBlattläuse—60 LITER_PER_HECTARE1T
PfirsichSpinnmilben—60 LITER_PER_HECTARE1T
WeinrebeRebstock-Kräuselmilbe (Calepitrimerus vitis), Rebenpockenmilbe (Eriophyes vitis)—60 LITER_PER_HECTARE1T

Häufige Fragen

Wie optimierst du die Benetzung bei der Anwendung von Eradicoat Max?

Da es sich um ein reines Kontaktmittel handelt, müssen die Schaderreger direkt getroffen werden. Verwende eine ausreichend hohe Wassermenge und passe den Spritzdruck so an, dass auch die Blattunterseiten und das Innere des Pflanzenbestands vollständig benetzt werden.

Warum spielt die Witterung bei der Applikation eine so entscheidende Rolle?

Die physikalische Wirkung beruht auf dem schnellen Antrocknen des Maltodextrin-Films. Appliziere das Produkt daher am besten an warmen, trockenen Tagen mit geringer Luftfeuchtigkeit. Vermeide Spritzungen bei drohendem Regen oder extrem hoher Luftfeuchtigkeit, da sich die Trocknungszeit sonst verlängert und die Wirkung nachlässt.

Kann ich Eradicoat Max auch kurz vor der Ernte einsetzen?

Ja, das ist einer der größten Vorteile dieses Pflanzenschutzmittels. Mit einer Wartezeit von nur einem Tag kannst du Eradicoat Max sehr flexibel bis kurz vor dem Erntetermin (bis BBCH-Stadium 89) einsetzen, um späte Populationsspitzen von Blattläusen oder Spinnmilben ohne Rückstandsrisiko zu brechen.

Wie integrierst du das Produkt am besten in eine biologische Schädlingsbekämpfung?

Da der klebrige Film nach dem Antrocknen keine Dauerwirkung aufweist, können Nützlinge wie Raubmilben oder Schlupfwespen nach dem Abtrocknen des Belags wieder freigelassen werden. Vermeide jedoch die direkte Behandlung, während Nützlinge aktiv auf den Blättern nach Nahrung suchen.

Gibt es Einschränkungen bezüglich der Mischbarkeit mit Kupfer- oder Schwefelpräparaten?

Grundsätzlich ist Eradicoat Max gut mischbar, jedoch können Kombinationen mit Schwefel oder bestimmten Kupferformulierungen unter ungünstigen Bedingungen zu Phytotoxizität führen. Führe bei geplanten Mischungen immer eine kleine Probemischung durch und teste die Verträglichkeit an einigen Testpflanzen.

Wie finde ich heraus, ob Eradicoat Max für meine spezifische Kultur zugelassen ist?

Nutze hierfür einfach die Kulturen-Suche auf agronomy.farmable.tech. Gib deine Kultur in die Suchmaske ein, um direkt alle registrierten Anwendungen, die zugelassenen BBCH-Stadien und die spezifischen Auflagen für deinen Betrieb einzusehen.