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Sonstige · Monsanto Agrar Deutschland GmbH

Durano SL

BVL Zul.-Nr. 00A164-00

Durano SL ist ein hochkonzentriertes, systemisches Totalherbizid zur Bekämpfung eines breiten Spektrums von einkeimblättrigen und zweikeimblättrigen Unkräutern sowie Ausfallgetreide. Als wasserlösliches Konzentrat (SL) formuliert, zeichnet sich dieses Pflanzenschutzmittel durch eine schnelle Aufnahme und zuverlässige Verteilung in der gesamten Pflanze aus. Es wird vor allem im Ackerbau, Weinbau, Obstbau, in der Forstwirtschaft sowie auf Stilllegungsflächen eingesetzt, um unerwünschten Aufwuchs effizient zu regulieren.

Dank der bewährten Formulierungstechnologie bietet Durano SL eine hervorragende Benetzung der Blattoberflächen. Der Wirkstoff dringt rasch in das Blattgewebe ein und wird systemisch sowohl akropetal als auch basipetal bis in die Wurzelspitzen und Rhizome transportiert. Dies gewährleistet eine nachhaltige Wirkung auch gegen hartnäckige, tiefwurzelnde ausdauernde Unkrautarten, die mit rein kontaktwirksamen Mitteln oft nur oberflächlich geschädigt werden.

Wirkstoffe

Glyphosat
441 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Durano SL enthaltene Wirkstoff Glyphosat gehört zur HRAC-Gruppe 9. Die biochemische Wirkung basiert auf der gezielten Blockierung des Enzyms 5-Enolpyruvylshikimat-3-phosphat-Synthase (EPSPS) im Shikimatweg der Pflanzen. Dieses Enzym ist essenziell für die Biosynthese der aromatischen Aminosäuren Phenylalanin, Tyrosin und Tryptophan, die für das Pflanzenwachstum und die Proteinsynthese unerlässlich sind. Da dieser Stoffwechselweg ausschließlich in Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen vorkommt, besitzt der Wirkstoff eine hohe Spezifität. Nach der Absorption wird der Wirkstoffstrom über das Phloem in die aktiven Wachstumszonen (Meristeme) geleitet. Erste Symptome wie Chlorosen und Welkeerscheinungen zeigen sich je nach Witterung nach einigen Tagen, gefolgt vom vollständigen Absterben der behandelten Schaderreger.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Herbizidresistenzen vorzubeugen, solltest du Durano SL stets in ein integriertes Unkrautmanagement einbinden. Dies umfasst den Wechsel von Wirkstoffen mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen (HRAC-Klassen) in der Fruchtfolge sowie mechanische Bodenbearbeitungsmaßnahmen. Vermeide den wiederholten, alleinigen Einsatz von EPSPS-Inhibitoren auf derselben Fläche und achte darauf, überlebende Unkräuter konsequent mechanisch oder mit Partnerherbiziden anderer Wirkstoffklassen zu beseitigen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Durano SL ist im Allgemeinen gut mit vielen gängigen Pflanzenschutzmitteln und Bodenherbiziden mischbar. Bei der Herstellung von Tankmischungen solltest du jedoch stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab einen kleinen Mischungsversuch auf physikalische Verträglichkeit durchführen. Die Zugabe von Ammoniumsulfat kann insbesondere bei hartem Spritzwasser die Wirkstoffaufnahme und -effizienz optimieren. Achte darauf, die Spritzbrühe unmittelbar nach dem Ansetzen gleichmäßig auszubringen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Durano SL ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzbrille bei der Handhabung des Konzentrats, unerlässlich. Da keine spezifische Bienengefährdungsstufe im Datenblatt ausgewiesen ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern und Nützlingen Anwendungen generell nicht in blühende Bestände oder an Orten durchführen, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind; weiche bevorzugt auf die Abendstunden aus. Vermeide zudem jegliche Abdrift auf benachbarte Oberflächengewässer und Saumstrukturen, um aquatische Organismen und die umliegende Flora zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
AckerbaukulturenEinkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter0–33 LITER_PER_HECTARE—
WeinrebeEinkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter—3 LITER_PER_HECTARE7T
Wiesen, WeidenEinkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter—3 LITER_PER_HECTARE—
KernobstEinkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter—3 LITER_PER_HECTARE28T
AckerbaukulturenEinkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter—3 LITER_PER_HECTARE—
AckerbaukulturenEinkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide—3 LITER_PER_HECTARE—
StilllegungsflächenEinkeimblättrige Unkräuter, Zweikeimblättrige Unkräuter—3 LITER_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von Durano SL gegen Ausfallgetreide?

Der beste Zeitpunkt liegt vor, wenn das Ausfallgetreide und die Unkräuter genügend aufnahmefähige Blattfläche gebildet haben und sich im aktiven Wachstum befinden. Achte darauf, dass die Pflanzen trocken sind und in den Stunden nach der Behandlung kein Regen fällt, damit der Wirkstoff vollständig in das Blattgewebe eindringen kann.

Wie beeinflusst die Wasserqualität die Wirksamkeit von Durano SL?

Sehr hartes Wasser, das hohe Konzentrationen an Calcium- und Magnesiumionen enthält, kann die Glyphosat-Moleküle binden und deren Aufnahme blockieren. In solchen Fällen empfiehlt es sich, dem Spritzwasser vor der Zugabe des Herbizids Ammoniumsulfat beizumischen, um die Kationen zu maskieren und die volle Herbizidleistung abzusichern.

Warum ist die Einhaltung der BBCH-Stadien bei der Anwendung so wichtig?

Die Zulassung von Durano SL beschränkt sich auf bestimmte Entwicklungsstadien (BBCH 0 bis 3), um sicherzustellen, dass die Kulturpflanzen selbst nicht geschädigt werden. Eine Anwendung außerhalb dieser Phasen kann zu erheblichen Phytotoxizitätserscheinungen oder unerwünschten Rückständen in der Ernte führen.

Wie lange muss ich nach der Behandlung mit der Bodenbearbeitung warten?

Um eine vollständige systemische Verteilung des Wirkstoffs bis in die Wurzeln und Rhizome der Schaderreger zu gewährleisten, solltest du nach der Spritzung eine Wartezeit einhalten. Bei einjährigen Unkräutern und Ausfallgetreide reichen meist 3 bis 5 Tage, während bei ausdauernden Problemunkräutern wie Quecke mindestens 7 bis 10 Tage bis zur nächsten Bodenbearbeitung vergehen sollten.

Kann ich Durano SL auch bei kühlen Temperaturen im Spätherbst einsetzen?

Ja, eine Anwendung ist auch bei kühleren Temperaturen möglich, solange die Zielpflanzen noch assimilieren und aktiven Stoffwechsel betreiben. Bei niedrigen Temperaturen verlangsamt sich jedoch der Transport des Wirkstoffs in der Pflanze, sodass es deutlich länger dauern kann, bis sichtbare Absterbesymptome eintreten. Frostfreie Nächte sind für einen optimalen Erfolg Voraussetzung.