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Sonstige · GLOBACHEM NV

DIFOL

BVL Zul.-Nr. 008498-00

DIFOL ist ein hochwirksames Kombinations-Fungizid von GLOBACHEM NV, das speziell für den professionellen Schutz deiner Kulturen vor wirtschaftlich bedeutenden Pilzkrankheiten entwickelt wurde. Die flüssige Formulierung vereint zwei bewährte Wirkstoffe mit komplementären Eigenschaften, um sowohl vorbeugenden Schutz als auch kurative Effekte zu erzielen. Durch diese Kombination eignet sich das Pflanzenschutzmittel hervorragend für moderne, integrierte Pflanzenschutzstrategien.

Dank der Kombination aus einem systemischen Triazol und einem bewährten Kontaktwirkstoff deckt das Produkt ein breites Spektrum an Schaderregern ab. Es schützt die behandelten Pflanzenteile von innen heraus und bildet gleichzeitig einen lückenlosen Schutzfilm auf der Oberfläche, was besonders bei wechselhaftem Wetter und starkem Infektionsdruck von großem Vorteil ist.

Wirkstoffe

Difenoconazol
10.7 g/L · Wirkstoff
Folpet
400 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die biologische Wirksamkeit von DIFOL basiert auf zwei völlig unterschiedlichen, sich perfekt ergänzenden Wirkungsmechanismen. Difenoconazol gehört zur Gruppe der Triazole (FRAC-Gruppe 3) und greift systemisch in die Sterol-Biosynthese der Pilze ein. Es hemmt die C14-Demethylierung (SBI), was den Aufbau der Zellmembranen des Schaderregers blockiert und das Myzelwachstum stoppt. Da es schnell in das Pflanzengewebe eindringt, bietet es auch eine kurative Wirkung gegen bereits festsitzende Infektionen. Folpet hingegen agiert als klassischer Multi-Site-Inhibitor (FRAC-Gruppe M04) mit reiner Kontaktwirkung. Es greift an verschiedenen Stellen im Stoffwechsel der Pilzsporen an und verhindert deren Keimung auf der Blattoberfläche. Diese Kombination aus systemischer Tiefenwirkung und breitem Oberflächenschutz macht das Mittel zu einem äußerst verlässlichen Baustein in deiner Spritzfolge.

Resistenzmanagement

Das integrierte Resistenzmanagement ist eine der größten Stärken von DIFOL. Durch den hohen Anteil an Folpet, einem Multi-Site-Wirkstoff, wird das Risiko einer Resistenzentwicklung gegen das systemische Difenoconazol drastisch minimiert. Um diese Schutzwirkung langfristig zu sichern, solltest du das Pflanzenschutzmittel stets im Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen einsetzen und die maximale Anzahl der empfohlenen Anwendungen pro Saison konsequent einhalten.

Mischbarkeit & Tankmischung

DIFOL zeigt sich in der Praxis als sehr gut mischbar mit den meisten gängigen Insektiziden, Wachstumsreglern und Blattdüngern. Bei der Erstellung einer Tankmischung solltest du jedoch stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine kleine Mischprobe auf physikalische Verträglichkeit durchführen. Achte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und vermeide Mischungen unter extremen Wetterbedingungen wie starker Hitze, um die Kulturverträglichkeit optimal zu gewährleisten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit DIFOL steht der Schutz von Anwender und Umwelt an erster Stelle. Trage während der Anmischung und Anwendung stets die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Handschuhen und Schutzbrille. Da keine spezifische Bieneneinstufung vorliegt, solltest du das Mittel aus Vorsichtsgründen nicht in blühende Kulturen oder an Orten ausbringen, an denen Bienen aktiv auf Trachtsuche sind; verlege die Behandlung vorzugsweise in die späten Abendstunden. Vermeide zudem jegliche Abdrift in angrenzende Gewässer oder Saumstrukturen, um aquatische Organismen und die lokale Fauna zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
—Allgemein—0 GRAM_PER_HECTARE—

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Behandlung mit DIFOL?

Der optimale Behandlungszeitpunkt liegt präventiv vor den ersten Infektionsbedingungen oder direkt bei Sichtbarwerden erster Symptome der Schaderreger. Durch die Kombination aus Kontakt- und systemischer Wirkung erzielst du die beste Schutzwirkung, wenn du das Mittel kurz vor angekündigten Niederschlagsperioden applizierst, um den Keimungsprozess der Pilzsporen frühzeitig zu unterbinden.

Wie profitiert meine Kultur von der systemischen Komponente Difenoconazol?

Difenoconazol wird nach der Spritzung schnell von den grünen Pflanzenteilen aufgenommen und akropetal (mit dem Saftstrom nach oben) in der Kultur verteilt. Das bedeutet für dich, dass auch neu zuwachsende Blätter nach der Anwendung für eine gewisse Zeit geschützt sind und bereits latent vorhandene Infektionen im Gewebe effektiv gestoppt werden können.

Warum ist der Wirkstoff Folpet so wichtig für das Resistenzmanagement?

Folpet ist ein sogenannter Multi-Site-Wirkstoff (Mehrortswirkstoff). Er greift gleichzeitig an verschiedenen Stoffwechselprozessen des Pilzes an. Da es für den Schaderreger extrem schwierig ist, mehrere Mutationen gleichzeitig zu entwickeln, um diesen Blockaden zu entgehen, schützt Folpet den systemischen Partner Difenoconazol aktiv vor einem Wirkungsverlust durch Resistenzbildung.

Was muss ich bei der Wasserqualität und der Spritztechnik beachten?

Verwende für die Spritzbrühe sauberes, pH-neutrales bis leicht saures Wasser, da extreme pH-Werte den Abbau der Wirkstoffe beschleunigen können. Achte auf eine feintropfige und gleichmäßige Benetzung aller Pflanzenteile, insbesondere der Blattunterseiten, da der Kontaktwirkstoff Folpet nur dort schützen kann, wo er auch tatsächlich angelagert wird.

Kann ich DIFOL bei jeder Witterung ausbringen?

Nein, du solltest extreme Bedingungen meiden. Spritze nicht bei Temperaturen über 25 °C oder bei praller Mittagssonne, um Verbrennungen an den Blättern (Phytotoxizität) zu verhindern. Ideal sind die kühleren Morgen- oder Abendstunden, da hier auch die Luftfeuchtigkeit höher ist, was die Aufnahme des systemischen Wirkstoffs begünstigt und die Abdrift minimiert.

Wie finde ich heraus, ob DIFOL für meine spezifische Kultur in Deutschland zugelassen ist?

Da Zulassungen und Anwendungsbestimmungen (wie BBCH-Stadien oder Wartezeiten) dynamisch sind, solltest du die aktuelle Online-Datenbank des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) konsultieren oder direkt auf agronomy.farmable.tech nach den aktuellsten, für deine Kultur registrierten Indikationen filtern.