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Sonstige · Nisso Chemical Europe GmbH

Danjiri

BVL Zul.-Nr. 005655-60

Danjiri ist ein hochwirksames, systemisches Insektizid von Nisso Chemical Europe GmbH, das auf dem bewährten Wirkstoff Acetamiprid (200 g/kg) basiert. Formuliert als wasserlösliches Pulver, bietet dieses Pflanzenschutzmittel eine hervorragende Kontakt- und Fraßwirkung gegen ein breites Spektrum saugender und beißender Schaderreger. Es hat sich im professionellen Anbau als verlässlicher Baustein etabliert, um Kulturen im Obst-, Gemüse- und Ackerbau vor massivem Schädlingsdruck zu schützen.

Dank seiner systemischen Eigenschaften dringt der Wirkstoff schnell in das Pflanzengewebe ein und wird akropetal, also mit dem Saftstrom nach oben, transportiert. Dadurch werden auch versteckt sitzende Schaderreger sowie der Neuzuwachs der Kulturen effektiv erfasst. Das breite Zulassungsspektrum umfasst wichtige Kulturen wie Beerenobst, Steinobst und Kohlgemüse, in denen es gezielt gegen anspruchsvolle Schädlinge eingesetzt wird.

Wirkstoffe

Acetamiprid
200 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Danjiri enthaltene Wirkstoff Acetamiprid gehört zur chemischen Klasse der Neonicotinoide und ist in die IRAC-Gruppe 4A eingestuft. Er wirkt als Agonist an den postsynaptischen nikotinischen Acetylcholinrezeptoren (nAChR) im Nervensystem der Zielorganismen. Durch die Bindung an diese Rezeptoren ahmt Acetamiprid den natürlichen Neurotransmitter Acetylcholin nach, wird jedoch durch das Enzym Acetylcholinesterase nicht abgebaut. Dies führt zu einer kontinuierlichen Überstimulation der Nervenbahnen, was sich bei den Schaderregern zunächst in Hyperaktivität und Zittern äußert. In der Folge kommt es zu einer vollständigen Blockade der Reizweiterleitung, gefolgt von Lähmung und dem raschen Absterben der Schädlinge. Aufgrund der systemischen und translaminaren Verteilung in der Kultur bietet das Pflanzenschutzmittel sowohl eine schnelle Initialwirkung als auch eine langanhaltende Schutzwirkung.

Resistenzmanagement

Um einer Resistenzbildung vorzubeugen, solltest du Danjiri unbedingt im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzkonzepts einsetzen. Vermeide aufeinanderfolgende Behandlungen mit Wirkstoffen aus der IRAC-Gruppe 4A (Neonicotinoide) in derselben Kultur und Saison. Nutze stattdessen im Wechsel Insektizide mit anderen Wirkmechanismen, um den Selektionsdruck zu minimieren. Die Einhaltung der empfohlenen Aufwandmengen und die Beschränkung der maximalen Anzahl an Anwendungen pro Jahr sind essenzielle Säulen eines nachhaltigen Resistenzmanagements.

Mischbarkeit & Tankmischung

Danjiri zeichnet sich durch eine gute physikalische und chemische Mischbarkeit mit vielen gängigen Fungiziden und flüssigen Blattdüngern aus. Bei der Herstellung von Tankmischungen solltest du das Pulver stets als erste Komponente im fast vollständig gefüllten Spritztank unter ständigem Rühren vollständig auflösen, bevor du weitere Partner hinzufügst. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität (ein neutraler bis leicht saurer pH-Wert ist ideal) und vermeide extreme Mischungspartner wie stark alkalische Produkte, da diese den Wirkstoff vorzeitig abbauen können. Eine vorherige Mischprobe im kleinen Maßstab wird vor großflächigen Anwendungen empfohlen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Danjiri ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, beim Ansetzen der Spritzbrühe und während der Applikation obligatorisch. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse vorgegeben ist, solltest du aus Gründen des vorsorgenden Umweltschutzes Anwendungen nicht in blühende Kulturen oder an Orten durchführen, an denen Bienen aktiv auf Trachtsuche sind. Verlege die Behandlung vorzugsweise in die späten Abendstunden, wenn der Bienenflug beendet ist. Achte zudem penibel darauf, Abdrift auf angrenzende Gewässer und Nichtzielflächen zu vermeiden, um aquatische Organismen und die lokale Fauna zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
KohlrabiKohlmottenschildlaus, Mehlige Kohlblattlaus14–990.325 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
PflaumeBlattläuse—0.125 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT14T
SüßkirscheKirschfruchtfliege—0.125 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT7T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Blattläuse41–460.25 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
Schwarze JohannisbeereBlattläuse91–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE—
MaulbeereBlattläuse10–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
HimbeereHimbeergallmücke (Lasioptera rubi), Himbeerrutengallmücke (Resseliella theobaldi)—0.25 KILOGRAM_PER_HECTARE—
Weiße JohannisbeereBlattläuse91–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE—
ZierpflanzenWeiße Fliegen—300 GRAM_PER_HECTARE—
BrombeereHimbeergallmücke (Lasioptera rubi)0–590.25 KILOGRAM_PER_HECTARE—
StangenbohneBlattläuse13–710.15 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
SanddornBlattläuse81–850.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
PfirsichBlattläuse0–850.125 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT14T
NektarineBlattläuse0–850.125 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT14T
ErbseBlattläuse—0.25 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
Spinat und verwandte ArtenBlattläuse—0.25 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
HimbeereHimbeergallmücke (Lasioptera rubi), Himbeerrutengallmücke (Resseliella theobaldi)10–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
PreiselbeereBlattläuse81–850.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
KohlgemüseBlattläuse—0.25 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
Rote JohannisbeereKirschessigfliege (Drosophila suzukii)91–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE—
HülsengemüseBlattläuse13–710.3 KILOGRAM_PER_HECTARE28T
CranberryBlattläuse81–850.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
StachelbeereBlattläuse81–850.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
KohlrübeBlattläuse—0.25 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
RosenkohlBlattläuse47–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE21T
PreiselbeereBlattläuse10–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
CranberryBlattläuse10–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
Schwarzer HolunderBlattläuse81–850.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
ApfelbeereBlattläuse81–850.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
SauerkirscheKirschfruchtfliege75–850.125 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT7T
PflaumeGelbe Pflaumensägewespe, Schwarze Pflaumensägewespe—0.125 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT14T
HimbeereKirschessigfliege (Drosophila suzukii)85–870.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
RadieschenBlattläuse—0.25 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
HeidelbeereBlattläuse81–850.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
ZierpflanzenBlattläuse—150 GRAM_PER_HECTARE—
Schwarzer HolunderKirschessigfliege (Drosophila suzukii)85–870.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
RapsRapsglanzkäfer51–59200 GRAM_PER_HECTARE—
AubergineBlattläuse—0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
ZucchiniBlattläuse—0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
RosenBlattläuse10–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
KartoffelBlattläuse—250 GRAM_PER_HECTARE14T
GurkeBlattläuse—0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
Schwarze JohannisbeereBlattläuse91–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE—
StachelbeereBlattläuse10–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
MaulbeereBlattläuse81–850.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
Rucola-ArtenBlattläuse13–190.25 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
StachelbeereKirschessigfliege (Drosophila suzukii)85–870.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
ZuckermaisBlattläuse39–690.325 KILOGRAM_PER_HECTARE—
Schwarze JohannisbeereKirschessigfliege (Drosophila suzukii)91–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE—
Rote JohannisbeereBlattläuse91–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE—
Rote JohannisbeereBlattläuse91–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE—
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Blattläuse—0.25 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
JostaKirschessigfliege (Drosophila suzukii)85–870.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
SpargelSpargelhähnchen bzw. Spargelkäfer—0.325 KILOGRAM_PER_HECTARE—
HimbeereHimbeergallmücke (Lasioptera rubi), Himbeerrutengallmücke (Resseliella theobaldi)0–590.25 KILOGRAM_PER_HECTARE—
KernobstBlattläuse—0.125 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT14T
ApfelbeereKirschessigfliege (Drosophila suzukii)85–870.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
ZuckererbseBlattläuse13–710.3 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
RosenkohlWeiße Fliegen47–990.325 KILOGRAM_PER_HECTARE21T
RosenBlattläuse81–850.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
SanddornBlattläuse10–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
BuschbohneBlattläuse13–710.3 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
BrombeereHimbeergallmücke (Lasioptera rubi)—0.25 KILOGRAM_PER_HECTARE—
KartoffelKartoffelkäfer—125 GRAM_PER_HECTARE7T
ApfelbeereBlattläuse10–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
SpargelBlattläuse—0.25 KILOGRAM_PER_HECTARE—
Weiße JohannisbeereBlattläuse91–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE—
BrombeereHimbeergallmücke (Lasioptera rubi)10–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
Heidelbeer-ArtenKirschessigfliege (Drosophila suzukii)85–870.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
AprikoseBlattläuse0–850.125 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT14T
ZierpflanzenBlattläuse—150 GRAM_PER_HECTARE—
SanddornKirschessigfliege (Drosophila suzukii)85–870.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
RettichBlattläuse—0.25 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
Weiße JohannisbeereKirschessigfliege (Drosophila suzukii)91–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE—
Kürbis-HybridenBlattläuse—0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
AubergineWeiße Fliegen—0.3 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
FeldsalatBlattläuse13–190.25 KILOGRAM_PER_HECTARE3T
ZuckermaisMaiszünsler39–690.325 KILOGRAM_PER_HECTARE—
JostaBlattläuse81–850.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
Schwarzer HolunderBlattläuse10–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
JostaBlattläuse10–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
WalnussWalnussfruchtfliege (Rhagoletis completa)0–850.125 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT28T
Heidelbeer-ArtenBlattläuse10–990.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
ErbseBlattläuse13–710.3 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Weiße Fliegen41–460.325 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
BrombeereKirschessigfliege (Drosophila suzukii)85–870.25 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
Salat-ArtenBlattläuse—0.25 KILOGRAM_PER_HECTARE3T

Häufige Fragen

Wie erkennst du den optimalen Zeitpunkt für eine Behandlung gegen die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii)?

Der optimale Zeitpunkt liegt kurz vor der Fruchtreife, wenn die Früchte beginnen, sich zu verfärben, da die Kirschessigfliege gezielt reifende Früchte zur Eiablage nutzt. Verwende engmaschige Monitoring-Fallen, um den Zuflug der Schaderreger in deine Kultur frühzeitig zu erkennen, und behandle sofort bei den ersten Nachweisen, um eine Eiablage in den Früchten zu verhindern.

Warum ist die systemische Wirkung von Danjiri bei der Bekämpfung von Blattläusen so vorteilhaft?

Viele Blattlausarten, wie die Mehlige Kohlblattlaus, sitzen tief im Inneren von eingerollten Blättern oder Herzblättern, wo sie von reinen Kontaktmitteln kaum erreicht werden. Da Danjiri translaminar und systemisch in der Kultur transportiert wird, nehmen die saugenden Schaderreger den Wirkstoff direkt über den Pflanzensaft auf, selbst wenn sie bei der Spritzung nicht direkt getroffen wurden.

Was musst du bei der Anwendung von Danjiri in Bezug auf die Wassertemperatur und Wasserhärte beachten?

Verwende für die Spritzbrühe möglichst handwarmes bis mäßig kaltes Wasser, da sich das Pulver bei extrem kaltem Brunnenwasser langsamer auflöst. Eine hohe Wasserhärte beeinträchtigt die Wirkung von Acetamiprid in der Regel nicht direkt, jedoch solltest du bei einem pH-Wert des Wassers von über 7 einen pH-Regulator zusetzen, um eine vorzeitige alkalische Hydrolyse des Wirkstoffs im Tank zu verhindern.

Wie integrierst du Danjiri am besten in ein Spritzprogramm zur Vermeidung von Resistenzen bei Weißen Fliegen?

Weiße Fliegen neigen aufgrund ihrer schnellen Generationenfolge stark zu Resistenzen. Du solltest Danjiri daher maximal für eine Behandlungssequenz (z. B. ein bis zwei Anwendungen im Abstand von 7–10 Tagen) nutzen und danach zwingend auf Wirkstoffe aus völlig anderen IRAC-Klassen wechseln, um den Selektionsdruck zu unterbrechen.

Kann Danjiri auch bei hohen Temperaturen im Sommer appliziert werden?

Ja, Acetamiprid ist im Vergleich zu vielen Pyrethroiden temperaturstabil und behält auch bei sommerlichen Temperaturen über 25 °C seine volle Wirksamkeit. Dennoch solltest du die Behandlung in den kühleren Morgen- oder Abendstunden durchführen, um Verdunstungsverluste der Spritzbrühe zu minimieren und Verbrennungen an den Blättern durch den Linseneffekt der Wassertropfen zu vermeiden.

Wie verhältst du dich, wenn kurz nach der Anwendung von Danjiri Regen einsetzt?

Sobald der Spritzbelag auf den Blättern vollständig angetrocknet ist (in der Regel nach 1 bis 2 Stunden), ist der Wirkstoff bereits weitgehend in das Pflanzengewebe eingedrungen und somit regenfest. Setzt starker Regen unmittelbar während oder direkt nach der Applikation ein, kann der Wirkstoff abgewaschen werden; in diesem Fall solltest du die Behandlung nach Abtrocknen des Bestandes und unter Berücksichtigung der maximal zulässigen Jahresaufwandmenge wiederholen.